entry_text
Heidi ist ein junges Waisenmädchen, das nach dem Tod ihrer Eltern im Säuglingsalter von ihrer Tante Dete aufgezogen wird. Im Alter von fünf Jahren bringt Dete sie zu ihrem Großvater mütterlicherseits, Alm-Öhi, in die Schweizer Alpen, da sie nicht länger ihre Vormundin sein kann. Alm-Öhi, zunächst menschenscheu und misanthropisch, lebt isoliert mit seinem Hund Josef. Trotz seines furchteinflößenden Rufs unter den Dorfbewohnern und anfänglicher Zurückhaltung weicht seine harte Haltung allmählich Heidis angeborener Fröhlichkeit, Intelligenz und liebevollen Art, sodass er sie schließlich akzeptiert.

Heidi passt sich schnell an das Bergleben an und schließt Freundschaft mit Peter, einem einheimischen Geißenhirten, der für die Ziegen des Dorfes verantwortlich ist. Im Winter besucht sie regelmäßig Peters blinde Großmutter, spendet ihr Gesellschaft und erfährt von ihrem Wunsch, Psalmen vorgelesen zu bekommen – ein unerfüllter Wunsch, da Peter nicht lesen kann. Alm-Öhi verhindert, dass Heidi zur Schule oder Kirche geht, was dazu führt, dass sie trotz ihrer Neugierde selbst nicht lesen lernt. Ihr Äußeres spiegelt ihre Umgebung wider: kurzes, dunkles, zerzaustes Haar (eine Anpassung des ursprünglichen Zopfdesigns, nachdem Recherchen ergaben, dass ein Bergkind keine aufwendigen Frisuren pflegen könnte), rosige Wangen und einfache Kleidung, die für das alpine Leben geeignet ist, darunter ein Kleid mit einer roten Weste und Rock.

Drei Jahre später kehrt Dete zurück und täuscht Heidi vor, sie wolle Geschenke holen, um sie nach Frankfurt zu locken. Heidi wird widerwillig als Begleitung für Clara Sesemann, ein reiches Mädchen im Rollstuhl, dorthin gebracht. In Frankfurt steht sie unter der strengen Aufsicht der Gouvernante Fräulein Rottenmeier. Obwohl Heidi Clara freundschaftlich verbunden ist und das Haus belebt, leidet sie unter den städtischen Einschränkungen. Rottenmeier verbietet jegliche Erwähnung der Alpen, was Heidis Heimweh verschlimmert. Dies führt zu Schlafwandeln, das zunächst für einen Geist gehalten wird. Claras Großmutter besucht sie und bringt Heidi das Lesen bei, wodurch sie endlich alphabetisiert wird. Heidis psychischer Verfall veranlasst den Familienarzt Claras einzugreifen, der schweres Heimweh diagnostiziert und ihre Rückkehr in die Alpen ermöglicht.

Zurück in den Bergen nutzt Heidi ihre Lesefähigkeit, um Peters Großmutter Psalmen vorzulesen und damit ihren lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Ihre Rückkehr bewirkt auch die Versöhnung ihres Großvaters mit der Gesellschaft: Er repariert ein Dorfhaus, in dem sie im Winter leben können, sodass Heidi zur Schule und Kirche gehen kann. Später besucht Clara die Alpen. Peter, eifersüchtig auf Claras Nähe zu Heidi, zerstört ihren Rollstuhl. Dieser Vorfall hilft Clara jedoch ungewollt bei ihrer körperlichen Erholung, da sie mit Unterstützung von Heidi, Peter und Alm-Öhi allmählich das Gehen lernt.

Heidis Wesenszüge bleiben durchgängig: energiegeladen, gutherzig, widerstandsfähig und tief mit der Natur verbunden. Ihre Erfahrungen – vom Aufbau familiärer Bindungen in den Alpen bis zum Ertragen von Härte in Frankfurt – unterstreichen ihre Anpassungsfähigkeit und anhaltende Lebensfreude. Ihr Einfluss geht über persönliches Wachstum hinaus: Sie wandelt ihren Großvater, bereichert Claras Leben und erfüllt die emotionalen Bedürfnisse von Peters Großmutter.
Titles
Heidi
Cast
  • Carmen Calvelldatabase_lang_spanish