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Shū Fujiwara, ein Erstklässler der Kirisaki High und Kyudo-Wunderkind, vereint ein viertel englisches Erbe und auffällige Merkmale – eine große Statur, braunes, kurz geschnittenes Haar und durchdringende violette Augen – mit unerschütterlicher Hingabe zu seiner Kunst. Mit elf Jahren wurde er durch eine prägende Vorführung zum Kyudo gebracht und trainierte unter dem ehemaligen Kaiserlichen Garde-Ausbilder Kazuyoshi Saionji neben seinem Jugendfreund Minato Narumiya, wobei sich ihre Bindung durch unerbittliches Training zu einer Rivalität verhärtete.

Seine Philosophie, „richtiges Schießen ist richtiges Treffen“, verbindet Präzision mit Ehrfurcht und betrachtet jeden Schuss als einen heiligen Dialog zwischen Schütze, Bogen und göttlichem Zeugen. Diese Ethik geriet in der Mittelschule in Konflikt, als Minatos plötzlicher Zusammenbruch (Hayafe) bei einem entscheidenden Turnier ihr Team zerreißen ließ. Shūs anschließender Einzelsieg und sein Schweigen nährten Minatos Groll und zementierten ihre Entfremdung.

An der Kirisaki High, wo Leistung über Alter steht, fordert Shū die Tradition heraus, indem er die Erstklässler-Zwillinge Senichi und Manji Sugawara vor neidischen Älteren beschützt. Seine Auflehnung geht so weit, dass er Absprachen bei Wettkämpfen verachtet und die Reinheit des Kyudo mit eiserner Entschlossenheit verteidigt. Präfektur-Turniere entfachen alte Spannungen: Ein aufgeladenes Wiedersehen mit Minato offenbart dennoch Respekt für ihre gemeinsame Vergangenheit, während ein Zusammenstoß mit Seiya Takehaya – der Minato übermäßig beschützt – Seiyas zeitweiligen Rückzug auslöst.

Das Kazemai-Kirisaki-Finale stellt Shūs Ideale auf die Probe. Angesichts von Minatos Comeback verfehlt sein letzter Pfeil das Ziel und besiegelt Minatos Triumph. Diese Niederlage mildert Shūs starren Perfektionismus, als er anerkennt, dass Wachstum auch jenseits seiner eigenen Methoden möglich ist. Über die Rivalität hinaus mentorisiert er die Sugawara-Zwillinge mit zurückhaltender Loyalität, bekämpft Vereinspolitik und setzt sich mit den menschlichen Komplexitäten des Kyudo auseinander – Saionjis Vermächtnis, Minatos Erlösung und das Potenzial der Sugawaras.

Obwohl familiäre Details spärlich bleiben – eine jüngere Schwester wird erwähnt, doch die Dynamik bleibt unerforscht – zeichnet sein Werdegang einen Wandel von disziplinierter Einsamkeit hin zur Akzeptanz verschiedener Leidenschaften innerhalb der Kyudo-Kunst. Jede Interaktion, von angespannten Verhandlungen mit Älteren bis zu reflektierendem Schweigen nach dem Wettkampf, trägt seine distanzierte Fassade ab und enthüllt einen Jugendlichen, der ästhetische Ideale mit der unvollkommenen Menschlichkeit seiner Mitstreiter in Einklang bringt.
Titles
Shū Fujiwara
Cast
  • Kensho Onodatabase_lang_japanese