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Miss China führt das Tenkai-Pensionat und Restaurant in einem windgepeitschten englischen Küstenstädtchen aus dem 19. Jahrhundert. Obwohl ihr wahrer Name unausgesprochen bleibt – verdrängt durch den Spitznamen der Einheimischen – verkörpert sie Autorität durch scharfen Verstand und Fäuste, die schneller zuschlagen als unbezahlte Mieten. Ihre Mieter, der zerstreut-brillante Erfinder Dr. Breckenridge und der schüchterne Uhrmacherlehrling Jim Floyd, strapazieren ihre Geduld mit chronischer Geldknappheit, ihre Werkstätten voller halbfertiger Wunderwerke.

Feurige Impulsivität prallt in ihr gegen verträumte Zärtlichkeit. Sie entfacht kampfkunstinspirierte Wut – Türen splittern unter ihren Tritten, wenn sie Breckenridge zur Rede stellt – doch verstummt sie bei gestohlenen Blicken mit Jim, ihr gemeinsames Verlangen verheddert in verpatzten Geständnissen und absurden Missgeschicken. Laune treibt ihr nächtliches Sternengucken an, doch bei Tagesanbruch führt sie Buch, balanciert Konten mit der eisernen Entschlossenheit einer Frau, die ihr Lebenswerk verteidigt.

Die Experimente der Wissenschaftler katapultieren sie in surreale Abenteuer: Sie stürzt sich in lunare Eskapaden mittels einer Apparatur, die die Monddimensionen verzerrt, schrumpft im Laborchaos auf Puppengröße und thront kurzzeitig riesenhaft über der Stadt – ein Desaster, das mit Augenrollen und Notlösungen quittiert wird. Jedes Unheil beugt sie, bricht sie aber nie; sie passt sich an, improvisiert, überlebt.

Ihre Vergangenheit bleibt mysteriös, ihre Herkunft undurchdringlich wie der Küstennebel. Doch ihr selbstgeschmiedeter Unternehmergeist strahlt – eine Fremde, die sich in einer unbeständigen Hafenstadt Stabilität erkämpft. Ihr Qipao, im Stil des 19. Jahrhunderts geschneidert, flüstert von Erbe, ohne sie der Nostalgie zu verpflichten.

Ihre Dialoge mit Jim und Breckenridge knistern mit explosiver Dynamik – Ärger verknüpft mit widerwilliger Loyalität. Sie kanalisiert Wut, um Metallstangen für ihre Apparate zu verbiegen, zwingt ihren abstrakten Visionen brutale Praktikabilität auf. Trotz schwelender Mietstreitigkeiten schützt sie ihre Arbeit vor Gläubigern, ein Paradoxon als scheltende Beschützerin.

Ihre Erzählung gedeiht im Chaos, nicht im Wandel. Geschichten kreisen um ihre Dreifachrolle: pragmatische, doch sehnsuchtsvolle Vermieterin, widerwillige Abenteurerin auf lunaren Irrfahrten und angeschlagene Nervenzentrale, die das Chaos der Erfinder bändigt. Lachen unterbricht Krisen, romantische Beinahe-Zusammenstöße und gelegentlich zertrümmerte Türen – Beweis, dass manche Stürme am besten mit einem Grinsen und einem Roundhouse-Kick überstanden werden.
Titles
Miss China
Cast
  • Carrie Savagedatabase_lang_english
  • Carrie Danielsdatabase_lang_english
  • Victoria Ramosdatabase_lang_spanish