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Dhepa, ein nicht-brahmanischer Samanna-Mönch, vertritt eine Philosophie, die menschliches Leid als unvermeidlich und dem Dasein inhärent erklärt. In radikaler Askese verbrennt er sich vorsätzlich ein Auge, schließt sich den Banditen Tatta und Migaila an und verkörpert so seine Hingabe an bewusst gewählte Entbehrungen. Sein Weg kreuzt sich erstmals mit dem von Siddhartha Gautama, als der zukünftige Buddha seine eigenen asketischen Kämpfe durchlebt, was zu einer zeitweiligen gemeinsamen Reise führt. Trotz dieser Nähe lehnt Dhepa Siddharthas aufkeimende Lehren der Erleuchtung und der Beendigung des Leidens grundlegend ab und geht schließlich getrennte Wege. Dhepas Ablehnung steigert sich zu aktivem Spott über Buddhas Lehren und gipfelt in einem direkten Attentatsversuch auf ihn, was tiefe ideologische Feindschaft offenbart. Eine entscheidende Wende tritt ein, als Buddha mitfühlend eingreift, um Dhepas Leben zu retten, und Dhepa dadurch gezwungen wird, die von ihm verspotteten Wahrheiten zu überdenken. Diese Rettung, zusammen mit späterer Begegnung mit Buddhas Predigten, löst Dhepas Bekehrung aus: Er entsagt seinen früheren Überzeugungen und wird ein Jünger Buddhas. Kahlheit und eine auffällige Narbe seines verlorenen Auges prägen weiterhin sein Äußeres und spiegeln sowohl seine asketische Vergangenheit als auch seinen Wandlungsprozess wider. Obwohl er zunächst durch Konflikt mit Buddhas Ideologie definiert war, vollzieht er später eine vollständige Integration in Buddhas Gemeinschaft und verkörpert so den Übergang vom Gegner zum Anhänger durch buddhistische Erlösung und persönlichen Wandel.
Titles
Dhepa
Cast
  • Hernán Fernándezdatabase_lang_spanish