Anime overview: Anime Koten Bungaku Kan
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Kumagai Naozane diente als Samurai unter dem Minamoto-Clan während der späten Heian- und frühen Kamakura-Zeit und war im 12. und frühen 13. Jahrhundert aktiv. Geboren 1141 im Dorf Kumagai in der Provinz Musashi, verlor er früh seinen Vater und wurde von seinem Onkel mütterlicherseits, Hisaka Naomitsu, aufgezogen. Zunächst stand er auf der Seite der Taira, als Minamoto no Yoritomo erstmals seine Armee erhob, wechselte aber bald die Loyalität zu den Minamoto.
Seine historisch bedeutendste Tat ereignete sich während der Schlacht von Ichi-no-tani im Jahr 1184. Am Strand von Suma traf Kumagai auf den jungen Taira-Prinzen Taira no Atsumori, der zu Pferd floh. Kumagai warf Atsumori vom Pferd, nahm seinen Helm ab und erkannte an dessen edler Kleidung und Schminke den hohen Rang des Jugendlichen. Kumagai zögerte, Atsumori zu töten, da der Prinz ihn an seinen eigenen gleichaltrigen Sohn erinnerte. Doch als sich weitere Minamoto-Soldaten näherten, sah er sich gezwungen zu handeln. Unter Tränen versprach er, für Atsumori zu beten, und enthauptete ihn. Später entdeckte Kumagai die Flöte „Saeda“ unter Atsumoris Besitztümern und erkannte, dass der Prinz der geübte Flötenspieler war, den er am Morgen gehört hatte, was sein Bedauern vertiefte.
Dieses Ereignis prägte Kumagais weiteres Leben zutiefst. Von Reue über seine Tat geplagt und unzufrieden mit seinem Dienst unter Minamoto no Yoritomo, suchte er spirituellen Rat beim Lehrer des Reinen-Land-Buddhismus, Hōnen. Hōnen lehrte ihn, dass allein das Rezitieren des Nembutsu (Anrufung des Amida-Buddha) die Wiedergeburt im Reinen Land ermögliche, ungeachtet vergangener Sünden. Diese Offenbarung rührte Kumagai zu Tränen, da er befürchtet hatte, extreme Bußhandlungen wie Selbstverstümmelung vollziehen zu müssen. Er wurde Hōnens Schüler und nahm den Ordinationsnamen Rensei (auch bekannt als Renshōbō) an.
Als Rensei widmete er sich den Praktiken des Reinen Landes. 1203 verfasste er vor einem Amida-Buddha-Bildnis ein schriftliches Gelübde, in dem er seinen Entschluss bekundete, die Wiedergeburt in der höchsten Stufe der höchsten Klasse innerhalb des neunstufigen Wiedergeburtssystems des Reinen Landes zu erreichen. Dieser Wunsch entsprang seinem Glauben, dass nur diejenigen, die in der höchsten Stufe wiedergeboren werden, anderen helfen könnten. Er gelobte, eine Wiedergeburt in niedrigeren Rängen abzulehnen, falls die höchste Stufe unerreichbar bliebe.
Kumagai wurde ein bedeutender Lehrer in Hōnens Jōdo-shū-Gemeinschaft und verbreitete die Lehren des Reinen Landes. Erhaltene Briefe zwischen Hōnen und Rensei zeigen, dass Hōnen ihn anwies, das Nembutsu-Rezitieren fortzusetzen und sich um seine alternde Mutter zu kümmern. Rensei starb im Sommer 1206, während er wiederholt das Nembutsu vor einem Bildnis des Amida-Buddha und begleitender Bodhisattvas rezitierte.
Die Geschichte von Kumagai Naozane, insbesondere seine Begegnung mit Atsumori, wurde zu einem prominenten kulturellen Motiv. Sie wurde in klassischen Texten wie dem Epos *Heike Monogatari*, Nō-Theaterstücken wie *Atsumori* und später im Jōruri- und Kabuki-Theater fiktionalisiert und nacherzählt. Sein Bild wurde häufig in Holzschnitten berühmter Ukiyo-e-Künstler dargestellt. Kikuchi Yōsai schuf ein bemerkenswertes Porträt des Samurai, während Utagawa Kuniyoshi ihn in der Serie „Geschichten von hundert Helden hohen Ruhms“ (ca. 1843–1847) als kraftvollen Krieger im charakteristischen Kuniyoshi-Stil darstellte. Ein weiterer Druck von Utagawa Hiroshige (I) aus dem Jahr 1846 zeigt Kumagai in Kampfkleidung neben einem Pferd am Meer. Seine Geschichte verkörpert das japanische Konzept der *hakanasa* (Vergänglichkeit), reflektiert die Unbeständigkeit und die Folgen des Handelns, die zu seiner spirituellen Transformation und Suche nach Erlösung führten.
Seine historisch bedeutendste Tat ereignete sich während der Schlacht von Ichi-no-tani im Jahr 1184. Am Strand von Suma traf Kumagai auf den jungen Taira-Prinzen Taira no Atsumori, der zu Pferd floh. Kumagai warf Atsumori vom Pferd, nahm seinen Helm ab und erkannte an dessen edler Kleidung und Schminke den hohen Rang des Jugendlichen. Kumagai zögerte, Atsumori zu töten, da der Prinz ihn an seinen eigenen gleichaltrigen Sohn erinnerte. Doch als sich weitere Minamoto-Soldaten näherten, sah er sich gezwungen zu handeln. Unter Tränen versprach er, für Atsumori zu beten, und enthauptete ihn. Später entdeckte Kumagai die Flöte „Saeda“ unter Atsumoris Besitztümern und erkannte, dass der Prinz der geübte Flötenspieler war, den er am Morgen gehört hatte, was sein Bedauern vertiefte.
Dieses Ereignis prägte Kumagais weiteres Leben zutiefst. Von Reue über seine Tat geplagt und unzufrieden mit seinem Dienst unter Minamoto no Yoritomo, suchte er spirituellen Rat beim Lehrer des Reinen-Land-Buddhismus, Hōnen. Hōnen lehrte ihn, dass allein das Rezitieren des Nembutsu (Anrufung des Amida-Buddha) die Wiedergeburt im Reinen Land ermögliche, ungeachtet vergangener Sünden. Diese Offenbarung rührte Kumagai zu Tränen, da er befürchtet hatte, extreme Bußhandlungen wie Selbstverstümmelung vollziehen zu müssen. Er wurde Hōnens Schüler und nahm den Ordinationsnamen Rensei (auch bekannt als Renshōbō) an.
Als Rensei widmete er sich den Praktiken des Reinen Landes. 1203 verfasste er vor einem Amida-Buddha-Bildnis ein schriftliches Gelübde, in dem er seinen Entschluss bekundete, die Wiedergeburt in der höchsten Stufe der höchsten Klasse innerhalb des neunstufigen Wiedergeburtssystems des Reinen Landes zu erreichen. Dieser Wunsch entsprang seinem Glauben, dass nur diejenigen, die in der höchsten Stufe wiedergeboren werden, anderen helfen könnten. Er gelobte, eine Wiedergeburt in niedrigeren Rängen abzulehnen, falls die höchste Stufe unerreichbar bliebe.
Kumagai wurde ein bedeutender Lehrer in Hōnens Jōdo-shū-Gemeinschaft und verbreitete die Lehren des Reinen Landes. Erhaltene Briefe zwischen Hōnen und Rensei zeigen, dass Hōnen ihn anwies, das Nembutsu-Rezitieren fortzusetzen und sich um seine alternde Mutter zu kümmern. Rensei starb im Sommer 1206, während er wiederholt das Nembutsu vor einem Bildnis des Amida-Buddha und begleitender Bodhisattvas rezitierte.
Die Geschichte von Kumagai Naozane, insbesondere seine Begegnung mit Atsumori, wurde zu einem prominenten kulturellen Motiv. Sie wurde in klassischen Texten wie dem Epos *Heike Monogatari*, Nō-Theaterstücken wie *Atsumori* und später im Jōruri- und Kabuki-Theater fiktionalisiert und nacherzählt. Sein Bild wurde häufig in Holzschnitten berühmter Ukiyo-e-Künstler dargestellt. Kikuchi Yōsai schuf ein bemerkenswertes Porträt des Samurai, während Utagawa Kuniyoshi ihn in der Serie „Geschichten von hundert Helden hohen Ruhms“ (ca. 1843–1847) als kraftvollen Krieger im charakteristischen Kuniyoshi-Stil darstellte. Ein weiterer Druck von Utagawa Hiroshige (I) aus dem Jahr 1846 zeigt Kumagai in Kampfkleidung neben einem Pferd am Meer. Seine Geschichte verkörpert das japanische Konzept der *hakanasa* (Vergänglichkeit), reflektiert die Unbeständigkeit und die Folgen des Handelns, die zu seiner spirituellen Transformation und Suche nach Erlösung führten.
Titles
Kumagai Naozane
Cast
- Takashi Matsuyamadatabase_lang_japanese