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Alighiero, der Vater des Protagonisten, tritt als ein vom Laster verdorbener Mann hervor, dessen Leben und Nachleben entscheidende Wendungen in der Erzählung prägen. Zu Lebzeiten war er eine gefräßige und gewalttätige Gestalt, der die Armen ausplünderte, die Schwachen erpresste und seine Ehegelübde durch gewohnheitsmäßige Untreue brach. Seine unerbittliche Grausamkeit trieb seine Frau Bella in den Selbstmord, eine Tragödie, die er mit Behauptungen über ein Fieber vertuschte. Diese Täuschung und sein tyrannisches Verhalten hinterließen tiefe Narben in der Psyche seines Sohnes, die zu lebenslangen Qualen führten.

Während der Abwesenheit seines Sohnes im Kreuzzug fing Alighiero einen Attentäter ab, der es auf ihn abgesehen hatte. In einem untypischen Akt des Widerstands versuchte er, die Verlobte seines Sohnes, Beatrice, zu schützen, und flehte sie verzweifelt an zu fliehen. Die Tat endete mit seinem grausamen Tod, als der Attentäter Alighieros goldenes Kreuz durch dessen Augenhöhle trieb. Wegen seiner unersättlichen Gier zur vierten Höllenkreise verdammt, wurde er zu einer grotesken Monstrosität verstümmelt, sein Körper mit dem massiven Kreuz verschmolzen, das ihn tötete. Dort schloss er einen Pakt mit Luzifer und tauschte das Leben seines Sohnes gegen irdischen Reichtum und eine tausendjährige Pause von der höllischen Qual.

Ihre Begegnung in der Hölle legt ihre zerbrochene Bindung offen. Alighiero verspottet seinen Sohn, bezeichnet ihn als Spiegel seiner eigenen Verderbtheit und rechtfertigt seine Sünden. Der Zusammenprall gipfelt in einem brutalen Kampf, in dem der Vater überwältigt und in einen glühenden Kessel aus geschmolzenem Gold geschleudert wird – ein ewiges Gefängnis für seine Habgier.

Frühere Berichte deuten an, dass er Beatrice vor seinem Tod manipulierte, doch die überarbeitete Darstellung zeigt seinen Tod als einen verzweifelten, gescheiterten Schutzversuch. Seine verdammte Existenz bleibt als Schatten des familiären Ruins bestehen, sein Pakt mit Luzifer und die ewige Strafe verweben Themen des Verrats und der zersetzenden Wiederkehr der Sünde. Selbst in der Verdammnis vergiftet sein Erbe aus Verrat und Gier den Weg seines Sohnes und spiegelt den unentrinnbaren Zyklus der vererbten Sünde wider.
Titles
Alighiero
Cast
  • Jan Spitzerdatabase_lang_german
  • Rolando Agüerodatabase_lang_spanish
  • Pedro Tenadatabase_lang_spanish
  • Gianni Gaudedatabase_lang_italian