Anime overview: BELLE
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Kei, ein Mittelschüler im dritten Jahr aus Kawasaki in der Präfektur Kanagawa, Japan, lebt nach dem Tod seiner Mutter mit seinem jüngeren Bruder Tomo und ihrem gewalttätigen Vater zusammen. Er erträgt anhaltende körperliche und verbale Misshandlungen, die ihm häufig blaue Flecken und Verletzungen zufügen. Bei den gewalttätigen Ausbrüchen seines Vaters schützt Kei Tomo körperlich und fängt die Angriffe ab, die eigentlich seinem Bruder gelten. Diese Schutzfunktion zwingt beide Brüder, ihre Misshandlungen durch Schweigen zu verbergen.

In der virtuellen Welt „U“ nimmt Kei den Avatar „The Dragon“ (Ryū) an – eine riesige, drachenähnliche Gestalt mit langen Hörnern, einem farbenfroh gemusterten Umhang und blauen Flecken, die Keis realen Verletzungen entsprechen, da U biometrische Scans nutzt. Die beeindruckende Kampfkraft des Drachens spiegelt Keis aufgestauten Zorn und seinen beschützenden Instinkt gegenüber Tomo wider. Während erwachsene Nutzer und die Vigilantengruppe „The Justices“ den Drachen als gewalttätige Bedrohung sehen, verehren ihn Kinder in U als Helden.

Kei verarbeitet reale Aggression und Hilflosigkeit durch seinen Avatar, was seine Isolation und sein Misstrauen verstärkt. Zunächst weist er Belle (den Avatar von Suzu Naito) feindselig zurück. Tomo, der in U als „The Angel“ auftritt, bleibt Keis einzige emotionale Verbindung und baut langsam eine Brücke zu Belle durch Bewunderung und Verletzlichkeit.

Als Suzu Keis Identität erkennt und Hilfe anbietet, lehnt er ab und zweifelt an ihrer Aufrichtigkeit sowie ihrer Verbindung zu Belle. Um ihre Echtheit zu beweisen, offenbart Suzu ihre wahre Identität in einer U-weiten Übertragung und singt mit ihrer eigenen Stimme. Als Kei und Tomo versuchen, ihren Standort zu teilen, entdeckt ihr Vater den Livestream, der seine Misshandlungen enthüllt, und trennt ihre Internetverbindung.

Suzu verfolgt Umwelthinweise aus dem Stream nach Kawasaki. Auf der Flucht vor ihrem verfolgenden Vater werden die Brüder von Suzu beschützt, die dabei eine Gesichtsverletzung erleidet. Ihr trotziger Blick lässt den Vater erschrocken zurückweichen und zur Selbsterkenntnis gelangen. Später dankt Kei Suzu und erkennt an, dass ihre Stärke ihn inspiriert hat, sich seiner Situation zu stellen. Die Erzählung endet, ohne das weitere Schicksal der Brüder nach der Intervention zu beschreiben.

Regisseur Mamoru Hosoda integrierte Keis Handlungsstrang, um Kindesmissbrauch in der Animation zu thematisieren und dessen Verbreitung sowie die Rolle von Anonymität im Internet bei der Aufdeckung versteckter Traumata hervorzuheben. Kei symbolisiert virtuelle Räume als Ventile für Schmerz und Wege zu Hilfe, was gesellschaftliche Themen wie Geheimhaltung, Verletzlichkeit und digitale Verbindung widerspiegelt.
Titles
Kei
Cast
  • Brian Ramirezdatabase_lang_spanish