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Roland Fortis, ehemals Roland von Jasper, dient als Kapitän in den Chasseurs, der Anti-Vampir-Einheit der katholischen Kirche. Mit dem Titel des Sechsten Heiligen Ritters "Smaragd" setzt er religiöse Mandate gegen Vampire durch, bis ein entscheidender Wendepunkt seine Überzeugungen erschüttert. Als Antagonist von Vanitas und Noé Archiviste eingeführt, löst die ungeschützte Bindung zwischen ihnen und Noés Menschlichkeit eine Glaubenskrise in ihm aus, die ihn zu einem unkonventionellen Verbündeten werden lässt.

Geboren im August 1863 in Armut, prägten Rolands frühe Jahre, in denen er sich um Geschwister kümmerte, sein pflichtbewusstes Wesen. Über ein Jahrzehnt vor der Haupthandlung schloss er eine feste Freundschaft mit dem Mit-Chasseur Olivier und stieg unter dessen Führung vom Vize-Kapitän zum Kapitän auf. Während dieser Zeit nahm er kurzzeitig Mikhail auf, ein von Vampiren verwaistes Kind, dessen plötzliches Verschwinden jedoch eine ungelöste Wunde hinterließ.

Mit einer Größe von über sechs Fuß und einem muskulösen Körperbau kontrastieren Rolands blonde Haare und runde grüne Augen seine imposante Erscheinung. Gekleidet in der Chasseur-Uniform – einer Soutane, einem Geschirr und dem transformierenden Speer Durandal, der sich zu Kettenpeitschen oder Doppelschwertern wandelt – verfügt er über Kampffähigkeiten, die durch kirchengesegnete Stimulanzien verstärkt werden, die ihm gesteigerte Agilität und Ausdauer verleihen. Außerhalb des Kampfes zeigt er unerwartete Vielseitigkeit, sei es beim Steuern von Luftschiffen oder bei alltäglichen Aufgaben wie Kochen.

Oberflächlich strahlt er glühende Hingabe aus, doch verbirgt Roland einen scharfsinnigen Strategen, der soziale Ahnungslosigkeit nutzt, um Ergebnisse zu manipulieren – sei es durch Zurückhaltung kritischer Informationen oder das Einfangen von Feinden durch berechnenden Charme. Seine Selbstwahrnehmung zeigt sich, als Vertrauter Olivier ihn vor den Gefahren seiner sich wandelnden Überzeugungen warnt, doch er hält an seinen Prinzipien fest. Ein wiederkehrender väterlicher Instinkt treibt ihn an, Verbündete wie jüngere Geschwister zu behandeln, deutlich in seinen beschützenden doch konfliktreichen Beziehungen zu Vanitas und Astolfo Granatum, den Roland einst rettete, der ihn nun aber hasst.

Beziehungen prägen seinen Weg. Anfangs sieht er Vanitas nur als Werkzeug der Vampire, doch entwickelt er eine obsessive Beschützerrolle, besorgt um dessen Verletzlichkeit. Seine Feindseligkeit gegenüber Noé schmilzt in Kameradschaft, nachdem der Vampir seine Vorurteile herausfordert. Olivier bietet ihm Mentorschaft und Warnungen zugleich, misstrauisch gegenüber Rolands ideologischem Widerspruch, während Konflikte mit dem Mit-Chasseur Gano Kirchenspaltungen offenbaren, da dieser ihn als profitgetriebenen Heuchler brandmarkt.

Rolands Entwicklung gipfelt im Ablegen der kirchlichen Dämonisierung der Vampire. Die Partnerschaft von Vanitas und Noé wird ihm zur Offenbarung: göttliches Mitgefühl kennt keine Arten. Er widersetzt sich der Doktrin und setzt sich für Koexistenz ein, riskiert seinen Status, um Leben über Dogma zu stellen. Dies zeigt sich in den Krisen um die Bestie von Gévaudan und den Vergnügungspark, wo er Vanitas entgegen kirchlichen Befehlen hilft.

Seine Geschichte verwebt Themen wie Glaube, Identität und Erlösung und zeichnet den Weg vom frommen Soldaten zum unabhängigen Fürsprecher. Durch ideologischen Aufbruch und gebrochene Loyalitäten wird Roland zum Schlüssel im Hinterfragen tiefverwurzelter Spaltungen – ein Spiegel der Serie, die Moral und Zugehörigkeit erforscht.
Titles
Roland
Cast
  • Ricco Fajardodatabase_lang_english
  • Kengo Kawanishidatabase_lang_japanese