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Koichi Zenigata, ein japanischer Interpol-Inspektor, widmet seine Karriere der unerbittlichen Verfolgung des Meisterdiebs Lupin III. Ursprünglich von der Tokioter Polizeibehörde, richtete er sein Augenmerk zunächst auf Fujiko Mine und ihren Partner, bevor er nach ihrem schicksalhaften Aufeinandertreffen in New York Lupin ins Visier nahm. Obwohl er ursprünglich Heiji Zenigata VII hieß – eine Anspielung auf seinen fiktiven Detektiv-Vorfahren –, verblasste die Abstammungsverbindung zugunsten des einfacheren Koichi Zenigata.

Zenigata vereint obsessive Besessenheit mit einem paradoxen moralischen Kompass. Frühe Darstellungen zeigten ihn als rücksichtslos und korrupt, doch spätere Versionen milderten ihn zu einer sympathischen, aber verbissenen Figur. Seine Existenz dreht sich um die Ergreifung Lupins, was in existenzielle Krisen mündet, wenn er den Dieb für tot hält, wie etwa seinen zeitweiligen Rückzug ins Kloster in *Die Verschwörung der Fuma*. Hinter seiner Hartnäckigkeit verbirgt sich Verletzlichkeit: Er weint über Lupins Güte oder trauert um dessen vermeintlichen Tod, was tiefe emotionale Schichten offenbart.

Muskulös und von durchschnittlicher Größe mit einem Kinnspalt variiert Zenigatas Erscheinung je nach Adaption – markant und kantig in *Das Schloss des Cagliostro*, jugendlicher in späteren Serien – doch trägt er stets Trenchcoats und Fedoras. Als gefürchteter Kämpfer beherrscht er Judo, Karate und präzises Schießen mit einer Colt M1911. Sein Markenzeichen, Handschellen mit unfehlbarer Treffsicherheit zu werfen, spiegelt das Münzenwerfen seines Vorfahren wider.

Obwohl er geschworen hat, Lupin zu verhaften, schwankt Zenigata zwischen Rivalität und widerwilliger Partnerschaft, etwa gegen Bedrohungen wie Graf Cagliostros Falschgeldring. Ihre Dynamik lebt von gegenseitigem Respekt: Lupin nennt ihn liebevoll „Pops“, während Zenigata widerwillig die Brillanz des Diebes bewundert. Neben Lupin pflegt er eine vorsichtige Professionalität mit Figuren wie Fujiko Mine, mit der er trotz ihrer kriminellen Verbindungen kooperiert. Flüchtige Romanzen, wie Reporterin Maria in *Krise in Tokio*, verblassen neben seiner Arbeitsbesessenheit. Eine erwähnte Tochter, Toshiko (*Das Geheimnis von Mamo*), taucht in späteren Erzählungen nicht mehr auf, was sein einsames Dasein unterstreicht.

Zenigatas Karriere ist von Beförderungen und Degradierungen geprägt – etwa eine Zeit als Streifenpolizist zwischen Anime-Serien – doch übertrumpft seine Lupin-Mission institutionelle Loyalität. Konflikte mit Interpol-Bürokratie mildern seine Kollateralverhaftungen anderer Verbrecher, die seinen Ruf wahren. Seltene Auftritte wie *Lupin III vs. Detektiv Conan* zeigen seine Zähigkeit, selbst schwere Verletzungen zu überstehen, um die Jagd fortzusetzen.

Medienübergreifend balanciert Zenigata komische Missgeschicke mit echtem Können. Moderne Handlungsstränge, wie seine amnesiebedingte Diebesrolle in *Part 5*, beleben seine Dynamik, ohne Kernmerkmale zu verwässern: unbeugsamer Wille, unbestechliche Moral und eine komplexe, ewige Rivalität.
Titles
Koichi Zenigata
Cast
  • Rodolfo Bianchidatabase_lang_italian