Anime overview: Kyousogiga
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Yase regiert die Spiegelhauptstadt gemeinsam mit ihren beiden Geschwistern, ursprünglich als Zeichnung von Myōe neben ihrem Bruder Kurama erschaffen. Ausdrücklich ein Oni, lebt sie in einem Anwesen in der verbotenen Zone außerhalb der Stadt. Ihr typisches Auftreten ist höflich, kultiviert und wohlhabend, oft veranstaltet sie aufwendige Teepartys, doch besitzt sie ein unberechenbares Temperament; wenn sie wütend wird, verwandelt sie sich dramatisch in ein rasendes, zerstörerisches Monster.

Ihre tiefe Verehrung für ihre Mutter, Lady Koto, prägt ihren Charakter maßgeblich. Nach dem ungeklärten Verschwinden ihrer Eltern verarbeitet Yase ihr Verlassenheitstrauma, indem sie zwanghaft an der Vergangenheit hängt, physische Gegenstände und Erinnerungen an ihre Familie, insbesondere Lady Koto, hortet. Dies spiegelt ihren Kampf wider, eine verlorene Ära zu bewahren, was sie emotional instabil und anfällig für Verdrängung macht. Ihr visuelles Design enthält Stilelemente aus Shōjo-Mangas der 1970er–1980er Jahre, ähnlich den Werken von Yumiko Igarashi mit großen, ausdrucksstarken Augen, was ihre Verbindung zur Vergangenheit weiter betont.

Im familiären Gefüge dient Yase als Kontrast zu ihren Geschwistern: Kurama fixiert sich auf die Flucht aus der Spiegelhauptstadt (die Zukunft), während Yakushimaru in distanziertem Groll verharrt (die Gegenwart); Yase verkörpert die Unfähigkeit, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Ihr Charakter entwickelt sich durch subtile Reifung, angestoßen durch Begegnungen mit Koto, dem jüngeren Mädchen, das in der Spiegelhauptstadt ankommt. Eine körperliche Auseinandersetzung mit Koto führt Yase zu größerer emotionaler Stabilität, sodass sie beginnt, die Güte in ihrer Umgebung zu reflektieren und mit der Zeit eine leisere, mitfühlendere Aura zu entwickeln – ein Zeichen allmählichen Wachstums.

Thematisch veranschaulicht Yase das buddhistische Konzept von *dukkha* (Leiden durch Vergänglichkeit) und den Kampf, Veränderung zu akzeptieren. Ihr Hortungsverhalten und ihre Stimmungsschwankungen symbolisieren den Schmerz, an vergänglichen Dingen und idealisierten Erinnerungen festzuhalten, was sie als Repräsentation des *puer aeternus* (ewiges Kind) positioniert, das sich der Realität verweigert.
Titles
Yase
Cast
  • Eri Kitamuradatabase_lang_japanese