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Nachdem sie mit vier Jahren ihre für ihre Keramikarbeiten bekannte Mutter Himena Tokikawa durch eine Krankheit verloren hatte, behielt Himeno Toyokawa nur wenige Erinnerungen an sie. Später zwangen sie finanzielle Schwierigkeiten und ihr Vater dazu, Tokio zu verlassen und in die Heimatstadt ihrer Mutter, Tajimi, eine Stadt, die für ihre Mino-Keramik berühmt ist, zu ziehen. Dort eröffnete die Familie ein Restaurant, in dem Himenas Keramikarbeiten ausgestellt wurden, obwohl Himeno zunächst deren künstlerische Bedeutung oder das Vermächtnis ihrer Mutter nicht verstand.

Als Himeno in Tajimi die Highschool begann, brachte sie die Tassen ihrer Mutter mit in den Unterricht. Dadurch erkannte ihre Klassenkameradin Mika Kukuri diese und stellte Himeno der Präsidentin des Keramikclubs der Schule, Touko Aoki, vor. Obwohl Himeno zunächst zögerte, einem Club beizutreten, besuchte sie den Clubraum. Der Geruch von Ton weckte eine vage Sinneserinnerung an ihre Mutter an der Töpferscheibe und weckte ihr Interesse an Keramik. Sie trat dem Club bei, zusammen mit Mika und ihrer Kindheitsfreundin Naoko Naruse.

Als Anfängerin hatte Himeno Schwierigkeiten, das Handwerk zu erlernen, aber sie blieb dran, getrieben von dem Wunsch, eine Verbindung zum Vermächtnis und zur Leidenschaft ihrer Mutter herzustellen. Ein Besuch in einem örtlichen Keramikmuseum mit ihrer Lehrerin Mami Koizumi führte dazu, dass sie die Kuratorin und Bibliothekarin Isomura traf. Isomura zeigte ihr Archivmaterial, darunter Zeichnungen und Fotos ihrer Mutter sowie einen Artikel über ein Skulpturenprojekt. Dies vertiefte Himenos Verständnis für das Werk und die Philosophie ihrer Mutter und inspirierte sie, eine eigene Skulptur im Stil ihrer Mutter zu erschaffen.

Später kämpfte Himeno mit kreativen Blockaden und Selbstzweifeln, besonders nachdem ihr Vater einen Platz in ihrem Restaurant für eines ihrer zukünftigen Werke reserviert hatte. Der Druck, ein „Meisterwerk“ zu schaffen, das dem Vermächtnis ihrer Mutter gerecht würde, lähmte sie, da sie sich zu sehr mit den vermeintlichen Erwartungen beschäftigte.

Ihre Perspektive änderte sich, als sie erfuhr, dass Touko Aoki ähnliche Kämpfe mit den Erwartungen ihres Großvaters hatte. Touko erzählte, wie ihr Großvater sie ermutigt hatte, ihren eigenen einzigartigen Keramikstil zu entwickeln. Das half Himeno zu verstehen, dass persönlicher Ausdruck wichtiger ist als Nachahmung. Inspiriert von dieser Erkenntnis und den lebendigen Keramikdesigns von Ximena Valdez entschied sich Himeno, personalisierte Tassen zu gestalten, die auf die Vorlieben und Eigenschaften von Freunden und Familie zugeschnitten waren. Sie experimentierte mit Formen, Größen und Oberflächen, darunter eine Kohiki-Tasse für sich selbst.

Auf einer Weihnachtsfeier entschied sich Himeno, kein eigenes Werk auf dem reservierten Platz im Restaurant auszustellen. Stattdessen präsentierte sie dort Ximenas sonneninspirierte Schalen, um zu zeigen, dass ihre Tassen für den täglichen Gebrauch gedacht waren und nicht als Kunstwerke verehrt werden sollten. Diese Entscheidung spiegelte ihre Entwicklung wider, Keramik als persönliche, funktionale Praxis zu begreifen, statt als Streben nach Perfektion oder Anerkennung. Ein gemeinsamer Moment, in dem sie mit ihrer Familie aus ihrer selbstgemachten Tasse trank, symbolisierte ihre Akzeptanz ihres eigenen kreativen Weges und die Verbindung zum Geist ihrer Mutter durch das Handwerk.
Titles
Himeno Toyokawa
Cast
  • Minami Tanakadatabase_lang_japanese