Fanfic: Nacht (3)

Chapter: Nacht (3)

Nacht (3)
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Ein liebes guten morgen an alle. Ich bin nämlich heute mal extra früh aufgestanden, damit ich auch noch Zeit habe meine FF weiterzuschreiben. Ich hoffe dieser Teil wird mal ein bisschen länger als die zwei letzten und ich hoff natürlich auch, dass er euch gefallen wird.
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Würd mich sehr über Kommis freuen… Viel Spaß!!!
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Als eine Stunde vergangen war, wendete sich Akane wieder ab und lief nach Hause.
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In ihrem Zimmer angekommen schmiss sie sich auf ihr bett und schlief sofort ein. Ranma erging es nicht anders.
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Ein leises Vogelzwitschern weckte Akane am nächsten Morgen. Und kurz darauf hörte sie auch schon Nabiki, die ihren Kopf zur Zimmertür hineinsteckte und rief: „Akane, du muss aufstehen!“ Gähnend setzte sich Akane hin und schlug schläfrig ihre Bettdecke zur Seite. Sie stutze. *Warum hab ich denn gar nicht meinen Pyjama an?* Verwundert blickte Akane an sich herab. *Dabei war ich mir doch so sicher, dass ich mich gestern Abend noch umgezogen habe.* Akane konnte sich nicht erklären, wie sie in diese Kleidung gekommen war, egal wie lange sie darüber nachdachte und so machte sie sich schließlich auf ins Wohnzimmer.
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Im Wohnzimmer angekommen, wurde sie freudig von Kasumi begrüßt: „Guten morgen Akane. Du hast heute aber lange gebraucht.“ Schulterzuckend setzte sich Akane hin und blickte auf den leeren Platzt neben sich. *Wo ist Ranma dieser Trottel denn nun schon wieder?* dachte sie wütend. *Muss der denn immer so lange schlafen?*
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„Vermisst du mich schon?“, hörte sie plötzlich eine Stimme neben sich. Akane folgte den altbekannten Schuhen und sah schließlich Ranma ins Gesicht. „Oder warum schaust du sonst so gedankenverloren auf meinen Platz?“ Akane hatte noch immer keinen Ton herausgebracht. Während sie Ranma ansah und seinen blauen Augen beobachtete, fiel ihr auf einmal ein, was gestern Abend passiert war. Ranma hatte sie geschlagen, der Ranma, dem sie sonst doch immer so vertraut hatte. Sie erinnerte sich daran wie sie danach schluchzend in ihr Zimmer gerannt ist und dann….??? Sie wusste nichts mehr, aber irgendetwas gab ihr das Gefühl, dass sie Ranma schon verziehen hatte. Aber wie konnte das sein?
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Auf einmal merkte Akane wie eine Hand vor ihren Augen herumfuchtelte: „Akane? Bist du etwa eingeschlafen?“, sagte Ranma mit freundlicher Stimme. Wortlos drehte sich Akane um und aß ihr Frühstück.
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Schließlich scheuchte Kasumi Akane und Ranma aus dem Haus: „Beeilt euch oder ihr kommt schon wieder zu spät!“
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Ranma ging ruhigen Schrittes auf dem Zaun spazieren und beobachtete Akane, wie sie gedankenverloren auf den Boden starrte. *Worüber sie wohl nachdenkt?* Da sah er auf einmal wie Akane ins Stolpern geriet, da sie einen kleinen Stock vor ihren Füssen nicht gesehen hatte. Er sprang vom Zaun hinunter und fing Akane auf, bevor sie den Boden berührte. Und so stand er da eine Weile mit der verdutzten Akane im Arm. Doch da sah er wie Akanes Augen ihn tränenerfüllt anschauten, so als ob sie Angst hätten. Akane sprang aus seinen Armen und lief davon.
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Ranma blieb stehen und lief Akane nicht hinterher. Er stand da und starrte ins leere. *Akane hat Angst vor mir*, dachte er verzweifelt. Und schon wurde er an den gestrigen Abend erinnert. In seinem inneren Auge sah er noch einmal alles was passiert war. Wie Akane ihm den ersten Schlag verpasst hatte und wie er sich bei dem zweiten gerade noch ducken konnte. Und wie er Akanes Bauch unter seiner Hand spürte, als er hineingeschlagen hatte und wie Akane vor ihm zusammengebrochen war.
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Ranma schlug die Hände über dem Kopf zusammen und hockte sich hin. *Wie konnte das nur passieren? Er, er hatte seine Akane geschlagen. Und dabei wollte er sie doch immer nur beschützen. … Und nun? Nun hat sie Angst vor mir* Langsam stand Ranma auf und ging weiter. Er schaute auf den leeren platz neben sich. *Warum hatte ich nur das verdammte Gefühl, dass sie mir schon vergeben hatte?*
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Als Akane in Ranmas Armen lag und in seine Augen schaute konnte sie einfach nicht mehr. All die Gefühle, die Geborgenheit und die Angst, die Vertrautheit und der Schmerz, all das war zuviel für sie geworden. Sie stieß sich ab und lief davon. *Was ist nur los mit mir? Es kann doch gar nicht sein, dass ich ihm schon vergeben habe, wann sollte denn das nur passiert sein?
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In der Schule saß Akane auf ihrem Platzt und konnte sich kaum auf den Unterricht konzentrieren. Manchmal blickte sie verstohlen zu Ranma hinüber und beobachtete ihn. Wenn er dann auch seinen Blick auf ihn richtete, schaute sie schnell weg.
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Nach einem schier unendlich erscheinenden Schultag, ertönte die Schulglocke und alle konnten nach Hause gehen. Zu Ranmas Verwunderung stand Akane mit einem Lächeln auf dem Schulhof und wartete auf ihn. Mit einem süßen Lächeln schaute sie ihn an und fragte ihn: „Wollen wir nicht zusammen nach Hause gehen?“ Als Ranma ihr Lächeln sah, verspürte er augenblicklich ein Kribbeln in seinem Bauch. Allerdings wusste er nicht genau, wie er sich verhalten sollte. *Ist denn nun alles wieder in Ordnung???* fragte er sich selber. „Ranma?“, hörte er Akane Stimme, „Kommst du nun mit mir?“ Ranma sah sie an und erwiderte: „Ja, natürlich!“
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Und so schlenderten sie nach Hause und sprachen über die alltägliche Dinge, wie über die Lehrer und den Unterricht, aber dennoch dachte Ranma immer nur darüber nach was gestern passiert war.
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Er nahm all seinen Mut zusammen und schnappte sich Akanes Hand. Er zog sie an den Straßenrand unter einen Baum und blickte ihr tief in die Augen. Dann nahm er auch noch ihre zweite Hand und blickte ihr ins Gesicht: „Akane, ich… ich wollte mich entschuldigen wegen gestern.“ Vorsichtig schaute er in Akanes Augen und sah ihren nachdenklichen Blick. „Weißt du Ranma“, fing Akane an, „irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich dir schon vergeben habe.“ Sie errötete und blickte auf den Boden. *Hoffentlich lacht er mich jetzt nicht aus.* Doch Ranma hob nur vorsichtig ihren Kopf an und schaute sie mit strahlenden Augen an. Sie sah wie sich das Glück in ihnen widerspiegelte.
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Und so gingen Ranma und Akane zusammen nach Hause und beide fühlten sich glücklich. Es war fast so wie früher.
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Es dämmerte langsam, doch Ranma trainierte immer noch im Dojo. Da kam Akane auf einmal herein um ihn zum Abendessen zu rufen. Fasziniert blieb sie einen Moment im Türrahmen stehen und beobachtete Ranma. Er trainierte sehr hart und sie konnte sehen, wie er jeden einzelnen Muskel seines Körpers anspannte. Kleine Schweißtropfen perlten an seinem Körper hinunter. *Wow, der sieht ja wirklich unheimlich gut aus…*, dachte sich Akane. Doch Ranma bemerkte sie schon nach einer kurzen Zeit. „Hey Akane, was machst du denn hier?“ Akane blickte schnell nach unten und wurde rot, als wenn er ihre Gedanken hätte lesen können, und sagte schnell: „Ähm… Abendessen…Du sollst zum Abendessen kommen.“ Sie lief hinaus und schnappte erst einmal ein wenig frische Luft. *Wie kann man sich nur so blöd anstellen?* Kopfschüttelnd ging sie ins Haus hinein und setzte sich wortlos an ihren Platz.
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Später am Abend saß Akane auf dem Dach und schaute in die Nacht hinein. Es war etwas kühl dort oben und so zog Akane ihre Knie ganz dicht an ihren Körper heran und beobachtete die Sterne. Tausende von ihnen waren an der Himmelsdecke zu sehen und während Akane sie anstarrte, musste sie immer mehr an Ranma denken.
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Plötzlich bemerkte sie, wie jemand eine Decke über ihre Schultern legte und sich neben sie setzte. „Ich dachte mir, dass dir hier oben kalt werden könnte“, sagte Ranma während auch er in die Sterne schaute. Dankbar zog Akane die Decke ein wenig fester um ihren Körper. Als sie die Decke anschaute, fiel ihr auf, dass es sogar Ranma eigene Decke war und als sie daran roch, stieg ihr der schöne männliche Geruch von Ranma in die Nase. „Danke“, sagte sie mit einer leisen Stimme.
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Und so saßen die zwei eine kleine Weile auf dem Dach und schauten sich zu zweit die Sterne an. Lange sagte keiner von beiden ein Wort, dennoch genossen beide diesen fast einmaligen Moment.
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Da ertönte auf einmal eine Stimme aus dem Garten. „Nabiki, du musst weiter hier her kommen, sonst kannst du die beiden doch gar nicht aufnehmen“, sagte Soun aufgeregt. Kurze zeit später erblickte Ranma und Akane dann auch Nabiki mit einer Kamera in der hand. „Und ihr beiden, habt ihr euch nun schon geküsst? Bitte noch mal für die Kamera“, rief sie aufs Dach hinauf.
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Ranma errötete sofort und sprang auf. Er ballte seine Faust zusammen und rief in den Garten herab: „Küssen??? Ich??? So ein Macho-Weib??? Ihr tickt ja nicht mehr ganz richtig!!!“
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Murrend verzog sich die Familie wieder und als Ranma sich wider setzten wollte, erblickte er nur noch seine Decke. Akane war weg. Traurig schaute er auf den leeren Platz. *Warum habe ich das nur gesagt? Ich hätte sie doch vielleicht wirklich gern geküsst. Jetzt ist sie bestimmt sauer.*
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Ruckartig wachte Akane auf. Sie schaute aus dem Fenster, es regnete. Sie legte sich wieder hin und streckte sich ein bisschen. *Ich muss los*, dachte sie verschlafen und zog sich taumelnd an. Danach schlich sie sich aus dem Haus, in die Nacht hinein und lief bis zur Lichtung im Park. Sie sah Ranma nicht wie immer in der Mitte stehen, sie wusste aber, dass er hier war. Langsam drehte sie sich im Kreis und erblickte Ranma unter einem Baum stehen um nicht nass zu werden. Ein Lächeln erschien auf Akanes Gesicht und wie in Trance lief sie auf ihren Verlobten zu. Ranma schloss die vor Nässe und Kälte zitternde Akane in seine Arme. Eine kleine Ewigkeit standen die zwei unter diesem Baum. Die Nacht war dunkel und ringsum