Fanfic: Träume bringen die Wahrheit ans Licht
Chapter: Träume bringen die Wahrheit ans Licht
Ran streckte sich genüsslich im Bett und lauschte dem schönen Gezwitscher
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der Vögel. Ihre Augen hatte sie zwar noch geschlossen, aber sie hörte jeden
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einzelnen Laut, der in das Zimmer drang.
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Das Zimmer, das sie und Shinichi nun schon seit bald 3 Jahren teilten.
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Bei dem Gedanken daran, wie er sie damals gefragt hatte, sie zu heiraten, lies sie erneut kichern.
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Er musste mehrmals ansetzen, bis er endlich den Antrag an einem Stück ausge-
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sprochen hatte.
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Ja, ihr Shinichi. Mit ihm hatte sie schon so vieles durchgemacht ...
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Er kannte all ihre Seiten, die guten, wie auch die schlechten.
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Und sie, sie kannte all seine Seite, mit einer Ausnahme.
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Seine langwierige Abwesenheit.
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Er hatte ihr nie wirklich erzählt, wo er damals war, und was er gemacht hatte.
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Sie hatte aber auch nicht gefragt, da sie einfach glücklich war, ihn endlich wieder
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zurück zu haben, ihren Shinichi.
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DAS WAR DAS STICHWORT!
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Ran war schnurstracks wach. Sein Rückkehr-Tag!
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Heute vor 3 Jahren war er zurück gekehrt.
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Diesen Tag hatte sie schon seit langer Zeit geplant.
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Mit Picknick und romantischem Abendessen und dann ... HIHI
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Jetzt musste sie nur noch Shinichi wecken.
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Shinichi? Er war gar nicht da. -_-
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Entweder war er im Bad, oder schon in der Küche, und machte Frühstück für sie.
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Ran msste wieder kichern.
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Shinichi in der Küche...
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Für ihn musste alles perfekt sein (wenn er es selber machte), und er konzentriete
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sich immer voll.
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Zwar wurde das Essen dann trotzdem nix (wenn man Salz mit Zucker verwechselt,
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und so...), aber Ran schmeckte es.
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Denn alles, was er sie für sie machte, war so voll von Liebe und Zuneigung, dass
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selbst der mieseste Geschmack hinweggeworfen wurde [kann man Geschmack
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überhaupt werfen?].
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Sie lauschte nochmal dem schönen Gezwitscher der Vögel und wollte dann runtergehen.
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Das Bett erschien ihr irgendwie viel höher als sonst zu sein. Und auch die
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Treppenstufen war irgendwie viel größer als sonst.
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Aber darum kümmerte Ran sich nihct allzu sehr.
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Eher ging sie dem Geruch von bratenden Eiern nach, der aus der Küche.
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Sie hörte auch ein wenig Herumgesinge (Shinichi kann leider nicht singen) ihres
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Ehemannes und schmunzelte. Sie wusste, dass Shinichi kein guter Sänger war,
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aber für sie war es, als ob Engelstrompeten ertönten (so in etwa).
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Sie kam der Küche immer näher, und öffnete langsam die Tür.
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Shinichi erschien ihr viel größer als sonst, aber so war es ja aus einem unerklärlichen Grund mit allen Gegenständen in der Villa.
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Shinichi drehte sich dann plötzlich um und bemerkte Ran.
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Er kniete sich zu ihr herunter (warum muss er sich runterknien) und fragte mit
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einem freundlichen Lächeln
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"Na Kleine, wie bist du denn hierher gekommen? Deine Eltern suchen dich
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bestimmt schon!"
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//Wie bitte?// fragte sich Ran. //Kleine?//
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Nun schien Shinichi sie auch noch an einem so wichtigen Tag ärgern zu wollen.
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"Shinichi, hör auf mit dem Geschwätz! Du weißt genau, dass ich es nicht mag,
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wenn du solche dummen Scherze machst! "
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Shinichi war erstaunt.
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"Obwohl du ein Kind bist, und ich dich nicht einmal kenne, redest du mich mit
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meinem Vornamen an?"
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Nachdem er das gesgt hatte rief dann die Treppe hinauf, "RAAN, FRÜHSTÜCK IST
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BALD FERTIG! AUFSTEHEN!"
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Jetzt wurde Ran richtig sauer.
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"SHINICHI! ERST BEHANDELST DU MICH WIE EIN KIND UND NUN VERHÖHNST DU
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MICH??? WAS FÄLLT DIR EIN?"
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Shinichi, schien Ran aber garnicht zu hören. Er blickte besorgt die Treppe hinauf,
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in Richtung Schlafzimmer.
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"Seltsam... sonst antwortet sie doch immer gleich..."
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Dann rannte er schnell die Treppe hinauf, direkt ins Schlafzimmer, wo eigentlich
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Ran im Bett liegen sollte.
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Ran rannte ihm natürlich hinterher, da sie sich underte, was plötzlich mit ihm los
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war. Aber sie hatte Mühe bei ihm mitzukommen, da irgendwie alles so viel
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größer, als sonst war.
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Nach einem kleinen Moment war er wieder aus dem Schlafzimmer draußen und
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stolperte zum Badezimmer, in dem auch keine Ran war.
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"Wo - keuch - kann sie denn nur stecken? "
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Er hatte sich lich Angst. Der kalte Schweiß trieb ihm auf die Stirn.Er war doch ein
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Meisterdetektiv, aber er hatte nichtmal den Funken einer Idee, wo Ran war.
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Völlig aus der Puste von dem vielen Gerenne, kam dann auch Ran im Bad an.
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Erst wollte sie Shinichi aufmuntern, (warum auch immer er so eine dumme Show
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vorspielte) doch dann sah sie etwas Schreckliches.
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Ihr Spiegelbild.
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Sie sah aus wie vor vielen Jahren.
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Sie hatte die Größe einer 6-jährigen.
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"Shinichi," begann sie zu stammeln, und er schaute auf. "Warum bin ich so klein,
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Shinichi? Was ist mit meinem Körper?"
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Als er Ran sah und sie das sagen hörte, da kam plötzlich eine schreckliche Idee in ihm auf.
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"Bist du etwa.." er wagte es kaum auszusprechen "... etwa Ran?"
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Sie nickte und dan brach sie, sie wusste selbst nicht, warum in Tränen aus und
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vergrub sich in Shinichis Armen, welche sie gleich umschlossen.
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"Warum ist mir das passiert, Shinichi? Was habe ich getan? Warum wurde mir das
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angetan? Wer hat mir das angetan?"
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Es tat ihm weh, Ran weinen zu sehen, und er bekam den Gedanken nicht los,
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dass er Schuld an ihrem Unglück war.
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"Ran?"
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Sie schaute mit einem tränenüberströmten Gesicht zu ihm hoch.
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Und wieder war es, als ob ein Stück von seinem Herzen abbrechen würde.
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Wo er sich doch vor langer Zeit geschworen hatte, alles zu tun, um Ran nie
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wieder weinen sehen zu müssen.
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Sie hatte wegen ihm schon viele Tränen vergossen, sie sollte lachen.
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Das war sein größter Wunsch.
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Er wollte Ran glücklich machen.
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"Da gibt es etwas, was ich dir schon vor langer Zeit hätte sagen sollen..."
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Und er erzählte. Er erzählte ihr die ganze Geschichte, dass er Conan war, und wie
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er auf der Suche nach den Männern in schwarz war.
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Plötzlich wachte sie auf.
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Als erstes griff sie ihren Oberkörper ab, und war erleichtert, dass sie eine erwachsene Faru war.
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//Also doch nur ein Traum.// dachte sie erleichtert.
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Ein kleines Kind zu sein lag ihr nämlich ganz und gar nicht mehr.
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Schließlich war sie ja schon 21.
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Durch einen kleinen Schlitz im Rolladen blinzelte die rote Morgensonne in ihr
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Gesicht. Und auch ihrem Ehemann, der noch schlafend dalag.
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Sie war zwar glücklich, dass sie doch groß war, aber diese Sache aus ihrem Traum
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erschien ihr sehr seltsam.
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Was Shinichi ihr erzählt hatte klang alles so plausibel, und gleichzeitig so unglaublich.
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Konnte es wirklich sein? Waren Conan und Shinichi ein und die selbe Person?
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Sie brauchte Gewissheit.
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Sie rüttelte ein wnig an ihrem Ehemann und flüsterte, "Conan-kun?"
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" Noch ein klein bisschen, Ran-neechan..." kam eine verschlafene Antwort.
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Also war es wahr. Die ganze Geschichte...
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Sie weckte ihn.
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"SHINICHI! Wach auf! Weißt du was heute für ein Tag ist?"
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Langsam öffnete er die Augen.
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"Hmm? Tag? Schon?"
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Ran kicherte. Das tat sie immer, wenn sie Shinichis verschlafenes Gesicht sah.
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"Und sag schon, Shinichi! Was für ein Tag ist heute?"
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Er versuchte sich unter der Decke zu verkriechen und linzte sie mit nur einem
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Auge an.
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"Wiedermal einer dieser wunderschönen Tage, an denen ich die wunderbarste Frau auf Erden bei mir haben kann."
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Er lächelte sie mit seinem ach so typischen Lächeln an, welches sie jeden Tag von
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neuem wie magisch in seinen Bann zog.
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"Ach, du! Hör auf zu scherzen. Heute ist es drei Jahre her, dass du zurück gekehrt
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bist.! Und weißt, dass ich diesen Tag schon lange plane!"
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Er lachte und nahm sie in den Arm.
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"Das weiß ich doch Liebling."
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Er küsste sie auf die Wange und musste immer wieder daran denken, wie schön
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sie doch war, seine Ran.
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"Wo du doch, " sie bekam einen traurigen Blick, "so lange weg gewesen bist..."
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Ja, er war lange weg gewesen. Shinichi.
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Aber Conan war da gewesen, der eigentlich auch Shinchi war, aber nicht richtig.
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"Ran?"
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"Ja, Shinchi?"
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Er atmete einmal ein und wieder aus.
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"Da gibt es etwas, das ich dir schon vor langer Zeit hätte erzählen sollen..."
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~ ENDE ~
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Ich habe lange an dieser FF gearbeitet, da das meine erste FF war, die ein Einteiler geworden ist.
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Ich finde es schön, wenn man das Ende offen lässt!
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Das verleiht dem ganzen dieses bestimmte etwas...
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SCHREIBT BITTEBITTEBITTE, was ihr davon haltet!
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Ich freue mich über Lob, aber auch sehr über konstruktive Kritik!
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Also nur keine Scheu! ^.^ Eure Babsi-san