Fanfic: Auf der Suche nach der Wahrheit (4)

Chapter: Auf der Suche nach der Wahrheit (4)

Hi!!!
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Also ich kann bloß noch eins sagen:
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Danke für die Commis und viel Spaß mit Teil 4!
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Akane huschte nervös von einem Zimmer ins andere. Ranma war noch nicht zurück, dabei war es jetzt schon 3 Uhr Nachmittag!
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Die ganze Sache bereitete ihr einige Sorgen. Na gut, sie hatten sich gestritten, aber das taten sie doch ständig und bis jetzt hatte er noch nie so extrem reagiert. Wie kam es, dass er so einfach davonlief, es passte einfach nicht zu ihm!
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Es sei denn...
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Bei dem Gedanken blieb Akane für kurze Zeit das Herz stehen. Aber es wäre doch möglich. Vielleicht war ihm etwas zugestoßen und...
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Doch sie verdrängte diese Idee schnell wieder, schließlich machte sie sich damit nur unnötig verrückt.
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... Oder?
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Ranma lag ausgestreckt auf dem Fußboden ‚seines’ Zimmers und starrte an die Decke. Er befand sich schon seit einiger Zeit in dieser Position, die Arme hinter seinem Kopf verschränkt und einfach nur vor sich hin träumend. Naoko hatte ihn noch eine ganze Weile ausgehorcht, aber er hatte ihr nichts weiteres erzählen können. Er war mächtig genervt gewesen immer wieder die gleichen Fragen mit den gleichen Antworten zu beantworten und Naoko schien dies auch gemerkt zu haben, daher hatte sie damit aufgehört.
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Ranma schloss die Augen und ging einfach nur seinen Gedanken nach.
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Er bemerkte Arina nicht, die ihm durch den Türspalt Blicke zuwarf und verstohlen musterte, wobei sie leicht rosa anlief.
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Bei den Tendos:
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Eine beklemmende Stille umfing das Haus, es fehlte einfach etwas, ... oder jemand.
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Erst jetzt wurde klar, dass es die Streitereien von Akane und Ranma waren, die die Familie auf Trab hielten. Ohne sie war es vollkommen ruhig, kein Chaos, kein Geschrei.
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Kasumi stand wie üblich in der Küche oder putzte irgendwo, Soun und Genma spielten Schach und Nabiki überlegte, wie sie am besten möglichst viel Geld verdienen konnte.
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Akane saß draußen auf dem Dach, ihrem Lieblingsplatz. Sie kam immer hier her, um nachzudenken oder einfach um sich zu entspannen. Doch heute war ihr nicht nach Entspannung zumute. Den ganzen Tag über hatten ihre Gedanken nur um eines gedreht...
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Inzwischen war es spät geworden. Der Sonnenuntergang erstrahlte in wunderschönen Rottönen, früher wäre Akane davon begeistert gewesen. Doch im Moment nahm sie es gar nicht wahr. Ihr Blick schweifte in die Ferne, ohne ein bestimmtes Ziel zu haben. Ihre Augen waren leer, ausdruckslos, und ihnen fehlte der natürliche Glanz.
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Die letzten Sonnenstrahlen verschwanden am Horizont und ein frischer Wind kam auf. Akane fröstelte es, doch sie beschloss trotzdem noch ein wenig dort zu bleiben, sie wusste selbst nicht genau warum. Vielleicht wollte sie auf ihn warten...
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Ein leises Klopfen riss Ranma aus seinen Tagträumen. Er drehte sich zur Tür um und sah dort Arina mit einem Stapel Sachen stehen.
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„Hallo Kenji...“
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Ranma rümpfte die Nase. Er war sich 100%ig sicher, dass er nicht so hieß, doch was sollte er machen? Arina kam auf ihn zu und setzte sich neben ihn auf den Boden.
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„Großmutter meinte, ich soll dir ein paar Klamotten zum Wechseln bringen. Schließlich kannst du ja nicht immer nur das selbe anziehen.“
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Ranma sah an sich herunter. Sie hatte Recht! Seine Sachen waren schmutzig und rochen nicht gerade umwerfend.
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„Sie haben mal meinem Vater gehört, aber du müsstest ungefähr seine Größe haben.“
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„Brauch er sie denn nicht mehr?“
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Ranma sah, wie sich der Ausdruck in Arinas Augen plötzlich veränderte. Sie sah traurig aus.
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„Nein... er... er ist tot...“
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Ranma erschrak. Er hatte genau das Falsche gesagt!
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„Oh, ich... es tut mir leid... ich wollte nicht...“
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Doch Arina sah im jetzt genau in die Augen und setzte ein Lächeln auf, auch wenn es reichlich gekünstelt wirkte.
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„Meine Eltern sind beide vor zwei Jahren gestorben, als sie mit dem Auto unterwegs waren. Es gab einen Unfall. Sie waren nicht mehr zu retten.“
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Ranma konnte diesen traurigen Gesichtsausdruck nicht ertragen, er wollte sie irgendwie trösten, doch in ihm war eine Art innerer Barriere, die ihn davon abhielt.
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Aber das brauchte er auch nicht. Arina lächelte und diesmal war es ein echtes, ein warmes Lächeln.
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„Lass uns einfach nicht darüber reden, ja?“
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In der Nacht schlief Akane sehr unruhig. Sie wälzte sich hin und her und hatte einen seltsamen Traum.
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Sie träumte davon, dass sie und Ranma auf einer Wiese waren und aufeinander zurannten. Doch als sie sich fast trafen, löste sich der Boden unter Ranma in Nichts auf und er stürzte in die Tiefe. Akane schrie im hinterher und rannte verzweifelt zu ihm, doch sie konnte nichts tun.
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Schweißgebadet wachte sie auf. Mit einem Ruck richtete sie sich auf und kämpfte damit ihren rasenden Puls zu beruhigen. Dieser Traum... er machte ihr Angst. Er war so real gewesen, als wäre es wirklich passiert. Doch das war Unsinn, sie machte sich etwas vor!
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Sie kuschelte sich wieder in ihr Bett und versuchte sich auf andere Gedanken zu bringen, doch sie wusste, dass sie nicht mehr viel Schlaf finden würde.
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Doch was sie nicht wusste war, dass es Ranma genauso ging.
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Er lag mit offenen Augen in seinem Bett und stierte die Decke an. Er fand einfach keinen Schlaf, obwohl er gerne wollte. Er dachte an das Gespräch mit Arina und an diesen Blick... diesen Blick voller Trauer, der ihm nicht entgangen war. Er fühlte ein ehrliches Mitleid mit ihr, doch mehr auch nicht. Jedes Mal wenn er überlegte, wie schön sie doch war, spürte er einen Stich im Herzen, als wollte das ihm irgendetwas sagen. Sagen, dass es falsch war so zu denken, dass ihm jemand anderes viel mehr bedeutete, aber er konnte sich noch so den Kopf zerbrechen, sein Gedächtnis kehrte nicht zurück.
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Schlagartig fiel ihm das Bild ein, dass er im Wohnzimmer gesehen hatte. Das Bild mit dem jungen Pärchen, wie Arina gesagt hatte ihre Eltern, das auf dem Kamin stand. Er rief es sich noch einmal in Gedanken und versuchte es sich haargenau vorzustellen. Es war ein sich ein ganz normales Foto gewesen, doch etwas hatte ihn daran gestört. Und das waren die braunen Augen der Frau gewesen, diese Augen, die ihm so bekannt vorkamen, so unheimlich vertraut, auch wenn er mit dem Rest der Person nichts anfangen konnte.
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Er war nun hellwach, da ihm diese Augen jetzt nicht mehr aus dem Kopf gingen, wunderschöne rehbraune Augen, die vor Lebenslust nur so funkelten und auf dem Bild vor Glück gestrahlt hatten.
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Er war sich sicher, dass er jemanden kennen musste, der dieser Person ziemlich ähnlich sein musste, und wenn auch nur von der Augenfarbe her...
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Puh, das wars für heute. Seid wieder so nett und schreibt Commis, ja?
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*kiss*
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Lovely