Fanfic: Auf der Suche nach der Wahrheit (6)

Chapter: Auf der Suche nach der Wahrheit (6)

Nihao!
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Es tut mir sehr leid, dass ich gestern wieder nicht geschrieben hab, doch ich hatte echt keine Zeit. Ab jetzt versuche ich wieder jeden Teg zu schreiben, okay?
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Also jetzt erst einmal viel Spaß beim lesen!!!
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Ranma lag draußen auf dem Dach des Hauses und sah mit hinter dem Kopf verschränkten Armen in den Himmel. Es war ihm nicht ganz bewusst, doch seltsamerweise fühlte er sich wohl hier oben, auf dem Dach. Als hätte er das auch früher schon gemacht.
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Er ließ sich die Szene vom Morgen noch einmal durch den Kopf gehen. Es war ihm eingefallen, dass er zur Hälfte ein Mädchen war, aber noch kam er nicht ganz damit klar. Es war einfach eine Art Instinkt gewesen, die ihn dazu gebracht hatte in das Wasser zu fassen, wie eine Stimme aus seinem Unterbewusstsein. Er hatte Naokos und Arinas geschockten Gesichtsausdruck gesehen und hatte sich daraufhin hierhin zurückgezogen, zu seinem vertrauten Zufluchtsort. Er wusste, dass er schon oft auf dem Dach eines Hauses gelegen und nachgedacht hatte, doch war es garantiert nicht dieses Haus hier gewesen. Ranma war erleichtert, dass seine Erinnerung langsam zurückkam, wenn auch nur bruchstückweise...
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Noch fehlte da so vieles, von dem er keine Ahnung hatte, so kannte er auch nicht den Grund, warum er teilweise ein Mädchen war.
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Seufzend schloss er die Augen und genoss es einfach nur sich den Wind ins Gesicht wehen zu lassen. Warum musste das auch unbedingt ihm passieren? Ja, er erinnerte sich zwar immer ein Stückchen mehr, aber das ging ihm alles viel zu langsam.
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Irgendetwas störte ihn an dieser Sache. Er hatte so ein Gefühl, dass es jemanden gab, der auf ihn wartete und zu der er auch wollte. Doch soweit war sein Gedächtnis noch nicht wieder hergestellt, leider noch nicht...
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Ranmas Magen fing an zu knurren. Er hatte ja auch heute noch gar nichts gegessen. Doch wenn er jetzt zurück ins Haus ging, zurück zu Arina und Naoko, wie würden sie reagieren? Nach dem Ereignis im Bad waren sie sicherlich ziemlich verwirrt. Doch Ranma hatte so einen Bärenhunger, dass es ihm egal war. Er würde da jetzt reingehen und die Sache durchstehen, hoffentlich verstanden sie es...
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Akane war nach dem Frühstück in ihr Zimmer gegangen und hatte sich dort eingeschlossen. Sie saß zusammengekauert auf ihrem Bett und gab keinen Ton von sich. Stumme Tränen rollten über ihre Wangen, über ihr Kinn, bis sie auf den Boden tropften. Völlig in Gedanken versunken merkte sie gar nicht, dass sie schon über eine Stunde so dasaß und sich nicht rührte. Doch sie wusste auch nicht, was sie mit sich anfangen sollte. Zu nichts hatte sie Lust, selbst als ihre Freundin vorhin angerufen hatte, hatte sie sie abgewiesen. Diese Ungewissheit, wo Ranma war und vor allem ob es ihm gut ging, zerriss ihr das Herz. Früher war es ihr nicht aufgefallen, doch jetzt, wo sie von ihm getrennt war, bemerkte sie erst, dass er ihr wirklich wichtig war, dass er ihr fehlte...
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Doch am schlimmsten war das Gefühl der Angst. Ja sie hatte Angst um ihn, das sah sie ein, auch wenn sie es nie zugeben würde.
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Leise klopfte es an ihrer Tür, doch sie realisierte dies gar nicht, erst als es ein zweites Mal und um einiges lauter klopfte.
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„Akane? Es gibt Essen. Komm runter.“
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Es war Nabiki.
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„Nein Danke, ich hab keinen Hunger...“
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Und so war es auch. Sie hatte absolut keinen Appetit und auch keine Lust sich vor ihrer Familie mit einem Gesicht voller Tränen zu zeigen.
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„Aber Akane...“
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„Ich hab doch gesagt ich will nichts essen!“
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„Na gut, wenn du meinst...“
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Nabiki blieb noch kurz vor der verschlossenen Tür stehen und lauschte. Auch ihr war jetzt bewusst, dass Akane sehr unter der Trennung von Ranma litt, doch so schlimm hatte sie es sich nun wirklich nicht vorgestellt. Doch sie hatte noch soviel Anstand daraus nicht gleich wieder eine Story zu machen und zu verkaufen. Ihre kleine Schwester tat ihr leid, so unendlich leid, sie wollte ihr nicht noch mehr wehtun.
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Mit langsamen Schritten ging Nabiki die Treppe runter und wurde unten von Kasumis sorgevollen Blick empfangen. Doch sie schüttelte nur traurig den Kopf und setzte sich dann auf ihren Platz. Alle schwiegen, nur das Klappern des Geschirrs war zu hören. Doch dann unterbrach Kasumi die unangenehme Stille, die schon seit Ranmas Verschwinden in ihrem Haus herrschte.
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„So kann es doch nicht weitergehen! Akane vergräbt sich ur noch irgendwo und trauert still vor sich hin.“
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„Ja aber, was sollen wir denn schon machen?“
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„Es gibt eine Möglichkeit sie aufzumuntern. Wir müssen Ranma finden...“
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Leicht knarrend öffnete sich die Küchentür und Ranma spähte vorsichtig herein. Er atmete erleichtert auf, als er sah, dass sich niemand im Raum befand und trat ein. Aufmerksam ließ er seine Blicke durchs Zimmer schweifen und blieb dann beim Küchentisch hängen. Es stand eine komplette Portion vom Mittag bereit, Arina musste es für ihn stehen gelassen haben. Er trat näher und bemerkte dann, dass daneben noch ein kleiner Zettel lag. Er nahm in ihn die Hand, faltete ihn auseinander und begann zu lesen.
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[Lieber Kenji,
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das Essen ist für dich, ich hoffe es schmeckt dir.
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Großmutter und ich sind auf den Markt einkaufen gegangen und kommen etwa um 4 zurück.
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Bitte mach es dir im Haus gemütlich, bis wir wieder da sind.
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Arina]
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Ranma legte den Brief beiseite und griff gierig nach seinem Mittagessen. Er war wirklich sehr hungrig und aß alles bis auf den letzten Krümel auf. Dann stand er auf und ging ein bisschen herum.
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Etwas trieb ihn ins Zimmer von Arina und obwohl er ein etwas ungutes Gefühl dabei hatte, öffnete er die Tür und ging hinein.
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Es war ein sehr hübsches Zimmer, mit seidenen Vorhängen und einem Himmelbett. Alles war perfekt aufgeräumt, es war schon beinahe peinlich sauber.
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Ranmas sah auf den Schreibtisch, der unter dem Fenster stand. Das Sonnenlicht fiel direkt auf ihn und lenkte seine Blicke auf das kleine Buch, das darauf lag. Ihm war ein wenig mulmig zumute, als er es aufhob und näher betrachtete. Als er feststellte, dass es sich um ihr Tagebuch handelte, legte er es blitzschnell zurück und wollte sofort wieder aus dem Zimmer gehen, doch seine Neugier hielt ihn zurück. Er wusste ganz genau, dass es sich einfach nicht gehörte, doch er konnte nicht anders und griff wieder nach dem Buch. Mit einem ziemlich unguten Gefühl öffnete er es und blätterte ein wenig darin herum. Arina hatte eine sehr ordentliche Schrift und jede Seite war mit einem kleinen Bildchen verziert. Als sich Ranmas Gewissen meldete, wollte er es gerade wieder zurücklegen, als ihm eine Seite auffiel, auf der lauter kleine Herzchen gemalt waren. Eine leise Vorahnung beschlich ihn und er konnte nicht mehr anders, als es sich genauer durchzulesen. Dabei stockte ihm der Atem und sein Herzschlag setzte kurzzeitig aus. Ungläubig ging er die Zeilen noch einmal durch.
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[Liebes Tagebuch,
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ich weiß es klingt verrückt, weil ich ihn erst einen Tag kenne, aber ich habe mich wohl verliebt. Gestern Abend ist ein Junge, etwa in meinem Alter bei uns aufgetaucht, der sich an rein gar nichts mehr erinnern kann! Wir haben ihm den Namen Kenji gegeben, doch ich habe in seinen Augen gesehen, dass er ihm nicht besonders gefallen hat. Jedenfalls muss ich zugeben, dass er wirklich süß ist, es war sofort um mich geschehen. Er ist unheimlich muskulös, vielleicht macht er ja Kampfsport? Und er hat diese unglaublich wunderschönen, blauen Augen. Ach, ich könnte in ihnen versinken...
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Es ist untypisch für mich, dass ich mich so schnell in jemanden verliebe, aber dieser Junge ist irgendwie besonders. Ich fühle mich so von ihm angezogen, es ist als würde ich ihn schon ewig kennen.
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Doch nun gehe ich lieber schlafen.
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Gute Nacht! Deine Arina]
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Ranma blieb wie angewurzelt stehen und starrte auf das, was er eben gelesen hatte. ...Sie? ...Sie hatte sich verliebt? ...In ihn?
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Das... das war so falsch!
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Schlagartig klappte er das Buch zu und legte es zurück auf den Tisch, darauf bedacht, dass es genauso wie vorhin dalag.
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Dann verließ er das Zimmer und schloss die Tür. Er atmete tief durch und ließ sich langsam an ihr heruntergleiten.
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Er musste mit Arina reden! Sie... sie war ganz nett, aber ... mehr auch nicht...
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Er musste das unbedingt mit ihr klären, sie sollte sich keine Hoffnungen machen. Er wollte ihr zwar nicht weh tun, aber...
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Er spürte, dass da ein anderes Mädchen war, ein besonderes Mädchen, dass für ihn sehr wichtig war.
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Es war für ihn unerträglich, dass er sich nicht mehr an sie erinnern konnte.
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Doch sicherlich bald...
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Puh, soweit erst einmal für heute. Seid doch wieder so lieb und schreibt ganz viele Commis, ja? (Ich liebe Commis!)
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Bis dann!
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*kisskiss*
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eure Lovely