Fanfic: Auf der Suche nach der Wahrheit (10)
Chapter: Auf der Suche nach der Wahrheit (10)
Konichi Wa!
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Es tut mir unheimlich leid, dass ich jetzt zwei Tage hintereinander nichts geschrieben hab, aber ich bin im Moment voll im Stress! Ihr wisst schon Schule und all das, und dann hab ich mich auch noch erkältet! *Hust*
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Und das große Gerenne um Wehnachtsgeschenke kommt auch noch dazu!
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Aber ich wird mir Mühe geben und versuchen, mir auch noch mehr Zeit für meine FF zu lassen. Also dann genug von meinerseits ich wünsch euch nur noch viel Spaß beim Lesen!!!
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Auf der Suche nach der Wahrheit (10)
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Wie hatte sie sie vermisst! Diese Augen, es waren eindeutig die von ihrem Ranma. Nun gab es keinen Zweifel mehr. Unfähig sich zu bewegen stand Akane einfach nur vor ihm und sah ihm in die Augen. Doch dann wurde sie schlagartig aus dieser Trance gerissen, von Ranmas Worten, die sie bis tief ins Mark erschütterten.
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„Wer bist du?“
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Akane konnte darauf nichts antworten. Hatte... hatte er sie tatsächlich gerade gefragt, wer sie war? Aber warum? Er musste sie doch kennen, schließlich waren sie verlobt.
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Aber vielleicht... machte er sich ja nur einen Spaß draus und wollte einfach nur sehen, wie sie reagierte. Ja so musste es sein! Zumindest redete Akane es sich ein. Sie wollte nichts anderes glauben, es musste einfach ein Scherz gewesen sein, sie wünschte, dass es einer war...
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Auch alle anderen hielten nach Ranmas Worten gebannt den Atem an. Das hatte nun wirklich niemand erwartet. Zögernd ergriff Ranmas Vater das Wort.
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„Aber Ranma, mein Sohn, was... was sagst du denn da? Bitte mach jetzt keine dummen Witze. Das ist Akane, deine... deine Verlobte, das weißt du doch!“
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Ranma drehte seinen Kopf langsam in die Richtung seines Vaters und sah ihm in die Augen. Mit einem Blick, der nicht hätte lügen können, sprach er leise.
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„Es tut mir leid Vater, aber...“
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Dann schaute er wieder Akane an.
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„Ich habe sie noch nie gesehen...“
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Akanes Augen weiteten sich ungläubig. Er machte keinen Spaß, er... erkannte sie nicht!
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Er hatte sie vergessen,... einfach vergessen....
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Ihre Augen füllten sich mit Tränen, während sie weiterhin direkt in die Ranmas sah. Sie suchte verzweifelt, doch sie fand es nicht... sie fand keine Spur von Erkennen, keine Vertrautheit, keine Sanftheit ihr gegenüber, die sie früher so oft festgestellt hatte...
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Es war zwar Ranma, doch schien es ihr, als wäre er nicht echt, als wäre es ein vollkommen neuer Ranma, der genauso aussah und genauso sprach, wie der echte, es aber trotzdem nicht war...
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Auch Ranma sah Akane lange an. Er konnte seinen Blick einfach nicht von ihr lösen. Da war etwas...
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Er fühlte sich von ihr angezogen und seltsamerweise hatte er das Gefühl, dass sie mehr war als einfach nur irgendjemand. Wahrscheinlich hatte er sie schon einmal gesehen, aber...
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Er stockte in seinen Gedanken. Er wusste genau, dass er sie kannte, nein mehr spürte er es, als dass er es wusste, aber trotzdem fehlte ihm jeglicher Anhaltspunkt, wer es war, der da vor ihm stand. Nein! Es konnte nicht sein! Er hatte sein Gedächtnis doch wieder, er glaubte nicht daran, dass noch ein Stück fehlte. Er wollte es nicht glauben. Doch...
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Wenn er diesem Mädchen so in die Augen sah, die ihn verzweifelt anblickten, die ihn förmlich anflehten, sich zu erinnern, dann musste er leider sagen, dass er es nicht konnte.
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Die Zeit schien still zu stehen. Niemand im Haus war im Stande sich zu bewegen, oder etwas zu sagen.
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Für Akane war dieser Moment endlos, indem sie und Ranma sich gegenüberstanden.
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Sie fühlte sich als würde ihr Herz zerbrechen, sie wollte es einfach nicht wahr haben.
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„Entschuldigt mich bitte.“ Sagte Ranma. Er drehte sich um und wollte gehen, doch auf halben Wege blickte er noch einmal über die Schulter zurück.
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Er sprach sehr leise, seine Stimme war fast nur noch ein Flüstern, doch Akane verstand die Worte ganz genau.
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„Es tut mir leid.“
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Ohne noch einen weiteren Blick zurück, setzte er sich in Bewegung und ging zur Tür hinaus. Schweigend kletterte er aufs Dach und streckte sich dort aus. Er schloss die Augen und versuchte sich zu entspannen. Doch es ging ihm nicht aus dem Kopf, dieses Gefühl, als sie ihn angesehen hatte...
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Eine seltsame Vertrautheit war über ihn gekommen, er hatte ein Kribbeln in der Magengegend gespürt, es war als... würde er in diesen wunderschönen braunen Augen versinken und...
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Aber er hatte doch sein Gedächtnis wieder! War es denn wirklich so, dass noch etwas fehlte? Er wollte es einfach nicht einsehen. Jetzt hatte er sich endlich wieder an seine Familie und alles andere erinnert und dann...
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... es war wie ein Puzzle, das fast fertig war, bei dem aber ein Teil verloren gegangen war. Man wusste genau, dass es noch fehlte, aber man fand es nicht. Es war ganz genau so...
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Akane stand immer noch starr an der selben Stelle wie vor ein paar Minuten. Er hatte sie tatsächlich gefragt, wer sie war. Sie konnte es nicht verkraften. Es war sein voller Ernst gewesen, das hatte sie in seinen Augen gesehen, doch es wollte ihr einfach nicht in den Kopf. Ihre Augen füllten sich mit Tränen, die sanft ihre Wange herunterliefen und schließlich zu Boden stürzten. Es wurde immer schlimmer. Bäche von Tränen stürzten aus ihren Augen, so dass sie die Welt um sich herum nur noch verschleiert wahrnehmen konnte. Sie ließ sich auf die Knie sinken und gab ihnen freien Lauf. Es war ihr egal, dass ihre Familie sie dabei sah, es war ihr vollkommen gleich, ob man es merkte, dass er ihr etwas bedeutete, sie konnte nicht anders. Dieser Schmerz saß zu tief, als dass sie ihn länger unterdrücken konnte. Hemmungslos weinte sie, bis sich eine Hand sanft auf ihre Schulter legte. Es war Kasumi, die sie mit einem aufmunterndem Lächeln ansah. Langsam zog sie sie in die Höhe und nahm sie schließlich in die Arme. Akane klammerte sich an sie wie ein kleines Kind.
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Als sie sich ein wenig beruhigt hatte, führte sie Kasumi langsam zum Tisch und bedeutete ihr sich zu setzen, was sie auch tat, genauso wie alle anderen.
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Akane starrte den Boden an. Sie schaffte es nicht jetzt zu den anderen aufzusehen, sie wollte ihnen ihre Schwäche nicht zeigen. Auch wenn es eigentlich Blödsinn war, da sie alle ihre Tränen bemerkt hatten.
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„Ich denke wir sollten dir erzählen, was ihm passiert ist.“ Begann Soun und wiederholte das, was ihnen Ranma bei seiner Ankunft erzählt hatte. Akane hörte aufmerksam zu.
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Als ihr Vater geendet hatte, blieb sie weiterhin stumm. So war es also gewesen. Jetzt kannte sie zumindest den Grund, warum er sich zwei Wochen nicht blicken ließ. Doch warum...
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Warum nur konnte er sich nicht mehr an sie erinnern. An seinen Vater an Akanes komplette Familie, wahrscheinlich auch an seine anderen Verlobten, nur nicht an sie...
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Das war so ungerecht!
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Jetzt hatte sie so lange auf ihn warten müssen und dann konnte sie seine Rückkehr noch nicht einmal genießen. Ihr Herz schmerzte, wenn sie an den Ausdruck in seinen Augen zurückdachte. Er hatte sie angesehen als währe sie eine Fremde gewesen, wie jemanden, den er auf der Straße getroffen hatte. Wie konnte er sie bloß vergessen? Sie hatte ihn niemals vergessen können, niemals...
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Ranma lag auf dem Dach und versuchte einfach an nichts zu denken. Denn immer wenn er sich dieses Mädchen ins Gedächtnis rief, hatte er ein Gefühl, dass er nicht zuordnen konnte und es bereitete ihm Kopfschmerzen. Darum lag er regungslos da, einfach nur so, bis er eine Fahrradklingel hörte. Er hob seinen Kopf um zu sehen, von wo das Geräusch kam, da hatte er auch schon ein Fahrrad mitten im Gesicht.
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„Oh, Airen! Wie schön, du wieder da sein!“
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Die Amazone sprang ab und warf sich Ranma in die Arme.
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„Wo du nur gewesen sein? Ich dich vermisst.“
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Sie kuschelte sich an Ranmas Brust, bis sie merkte, dass er sich gar nicht dagegen wehrte. Verwirrt so sie ihm in die Augen und bemerkte einen keinen einzigen Schimmer von Hass oder Verachtung, eher im Gegenteil...
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„Hallo Shampoo, ich finds auch schön dich wieder zu sehen.“
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Er grinste das blauhaarige Mädchen an, das diesen Blick freudestrahlend erwiderte.
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„Oh, Airen, du endlich hast kapiert.“
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Sie drückte sich nur noch fester an ihn und Ranma legte sanft seinen Arm um sie, auch wenn ihm dabei nicht ganz wohl war...
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Akane hatte von Kasumi den Rat bekommen, noch einmal mit Ranma zu sprechen, vielleicht schaffte sie es ja ihn erinnern zu lassen. So ging sie also seufzend nach draußen und schickte sich an aufs Dach zu klettern.
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*Und wenn er sich nicht erinnert?*
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Dieser Gedanke spukte ihr die ganze Zeit im Kopf herum, während sie schon beinahe oben war. Letztlich hatte sie die Oberseite des Dachs erreicht und blickte sich um. Dann sah sie Ranma...
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Zusammen mit Shampoo, die in seinen Armen lag!
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Akane konnte es nicht fassen. Ein tiefes Gefühl von Eifersucht kam in ihr auf, so stark, dass sie dachte sie würde gleich den Verstand verlieren. Doch dann wurde sie wütend. Wütend auf Ranma, der nach so langer Zeit endlich zurückkam und nichts besseres zu tun hatte als auf ihrem Dach mit Shampoo zu flirten!
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Wutschnaubend drehte sie sich um und stieg wieder herunter.
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*Ranma, du bist so ein Idiot!!!*
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Dann fing sie an zu rennen, wohin, dass wusste sie nicht. Und es war ihr auch total egal. Sie wollte nur eins:
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Weg! Weg von hier und vor allem weg von Ranma, der sie so hinterging. Kleine Tränen glitzerten in ihren Augen, während sie in die Nacht hinein rannte...
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So, hier ist wieder Schluss für heute! Seid nicht zu sparsam mit den Commis!!!
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*kisskiss*
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eure Lovely
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