Fanfic: Ich bin du! 14

Chapter: Ich bin du! 14

Ich bin du!
<br />
Teil 14
<br />
“Ranma”, sagte Akane leise und sah zu ihm auf: “Das brauchst du nicht tun. Wirklich nicht. Lass gut sein, wirklich.” Ranma betrachtete sie ungläubig, lies sich dann aber prompt auf die Bank zurückfallen und sagte nur: “Wenn du meinst.” “Na toll”, raunte Akane: “Was anderes hätte ich von dir ja eh nicht erwarten können!” Da stutzte Ranma auf, lehnte sich nach vorne und sah Akane direkt in die Augen: “Jetzt mach aber mal halb lang, Akane. Du meintest doch, ich sol es sein lassen. Bitte! Also macht es dir doch etwas aus, oder?” Akane errötete. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Oh Ranma... “Tut mir Leid”, sagte sie: “Du hast ja Recht. Aber es ist wirklich nicht so schlimm...” “Aha!”, grinste Ranma: “Du stehst also auf den alten Knacker, ja?!” Viel Zeit zum lchen hatte er allerdings nicht, denn wie auf Komando zog Akane ihm einen über. “Au!”, jammerte der nun am Boden liegende Ranma: “Pass mal ein bisschen auf, Akane. Du weißt doch, dass ich viel stärker bin als du...” Die Angesprochene sah ungläubig auf ihre Faust. Er hatte ja Recht; Solange sie in diesem Körper steckte, war sie unglaublich stark! Nur leider konnte sie diese Kraft nicht richtig einsetzen... Ranma, der sich zurück auf die Bank gezogen hatte, folgte ihrem Blick und meinte: “Jaja, Majestät braucht sich nicht zu entschuldigen.” “Oh!”, Akane sah wider auf: “Tut mir Leid, Ranma, aber ich...” Ihre Blicke trafen sich wieder. Akane verstummte. Jetzt war die Chance! Und zwar für beide... “Warum bist du eben einfach abgehauen?”, fragte die Tendo-Tochter zaghaft. “Na ja, ich habs halt nicht länger ausgehalten...”, antwortete Ranma. “Oh, dann hatte Shampoo also Recht und du wolltest ihr nur nicht vor uns allen sagen, was du für sie empfindest”, sagte Akane niedergeschlagen. “Nein, nein, Akane, das stimmt nicht!”, versuchte ranma sich schnell rauszureden. “Ach ja? Dann hast du bestimmt nur die richtigen Worte nicht gefunden...” “Jetzt sag mal, langsam grub ich, dir gefällt der Gedanke, dass ich Shampoo heirate und du mich endlich los bist!”, gab Ranma zurück. Akane sah ihn anund schüttelte langsam den Kopf, dann fragte sie: “Warum bist du denn nun gegangen?” Stille. Der Wind wehte langsam durch ihre Haare, einige Leute blieben stehen oder gingen einfach an ihnen vorbei, aber alle schüttelten den Kopf. Eine Frau zog sogar ihr Kind schnell beiseite; Das durfte doch einfach nicht war sein! Da saßen doch tatsächlich zwei Mädchen an einem schönen Tag im Park und sahen sich seit mehreren Minuten stumm in die Augen, die eine trug sogar ein Schild um den Hals, auf dem “Schwiegersohn” stand. Und selbst wenn wir in einer aufgeklärten Gesellschaft lebten, muss das denn sein?
<br />
Aber was die Frau befürchtete trat nicht ein. Denn gerade als beide sich entschlossen, die peinliche Pause zu unterbrechen, wurden sie wieder gestört - und zwar abermals von Happosai, der mit den Worten: “Oh hallo, Akane! Bist du auch gekommen, um mich zu begrüßen...” an Ranmas Brust springen wollte, aber es dieses Mal nicht schaffte, weil ranma schnell genug reagierte und ihm einen saftigen Schlag auf den Hinterkopf versetzte. “Akane, du bist doch sonst nicht so brutal, was soll das denn?”, heulte der alte Meister. “So war sie doch schon immer!”, beantwortete Akane selbst die rage und zwinkerte Ranma zu. “Was soll das denn nun schon wider heißen?”, brüllte dieser, dass Akanes Spiel direkt durchschaut hatte und sprang auf. “Ach, du weißt doch genau, was das heißen soll, Machoweib!” Happosai sah nur Stumm von einer zur anderen. Die beiden versuchten wirklich sich möglichst böse anzufunkeln, aber lange hielten sie das nicht aus und gingen heulend vor Lachen in die Knie und konnten gar nicht mehr aufhören: “Jetzt klasse, Akane!, prustete Ranma. Und Akane keuchte, sobald die wieder Luft holen konnte: “Du bist aber auch nicht schlecht!” Diesmal war nur das Erstaunen in Happosais Augen zu lesen. Dann sah er das Schild, dass um Ranmas, für ihn ursprünglich Akanes, Hals baumelte. “Ah... Jetzt wird mir einiges klar...”, harrte er hinterhältig, woraufhin beide sofort verstummten. “Ihr habt eure Körper getauscht, so so”, sprach der Alte weiter und brachte Ranma und Akane damit völlig aus der Fassung. Dann kam allerdings der alte Drecksack wieder hervor und lies sie vor Wut kochen: “Warum habt ihr nicht bescheit gesagt, Akane, ich will auch in deinen zierlichen Körper, bitte!” Als der Meister sie so einige Minuten mit einem Hundeblick angestarrt hatte, räusperte er sich und sagte verschlagen: “Na ja, da lässt sich doch bestimmt einiges drauß machen, oder Ranma?” Er sah ihn verschlagen an und Ranma erschrak: “Ich geh mal davon aus, dass Akane nicht den besten Ranma abgibt, also wollen wir doch mal sehen...” Und dreckig lachend hüpfte er fröhlich von dannen und lies eine verdatterte Akane und einen noch viel mehr verdatterten Ranma zurück. “Tut mir Leid”, sagte Aknae ohne ihn anzusehen. “Ist nicht deine Schuld”, entgegnete Ranma tonlos. Er hatte jetzt andere Probleme und die schwirrten ihm unaufhaltsam im Kopf umher: 1. Er musste allen möglichen Leuten seine tiefsten Gefühle unter die Nase reiben. 2. Er kannte ein paar Leute, die sich über einen wehrlosen Ranma oder einfach über seinen wehrlosen Körper freuen würden. Und das hieß 3. Dass auch Akane in Gefahr war. Und 4. Wollte er auf der Stelle laut losheulen. Akane sah ihn an: *Was geht wohl gerade in ihm vor? Ich würde ihm so gerne helfen... Könnte ich das, wenn ich ihm meine Gefühle einfach gestehe und wir in unsere Körper zurück könnten...?”
<br />
Kurz darauf schleppten sich beide nach hause. Auf dem Weg stand Kuno aber auf einmal vor ihnen, kam mit seinem Gesicht ganz nah an das von Akane und sagte: “Du warst es also wirklich, Mädchen mit dem Zopf!” Er richtete sich wieder auf und fuhr sich durchs Haare. “Ryoga?”, fragte Akane. Sie wusste natürlich, wer sich hinter Ryogas Visage verbarg, aber das wusste Kuno nicht und so lachte sie leise in sich hinein, als sie Kunos entsetztes Gesicht sah: “Du erkennst mich nicht? Wie solltest du auch, wo ich doch in diesem abstoßendem Körper gefangen bin...” Dann sah er Rnma an: “Akane, du erkennst mich doch, oder?” “Was hat Ryoga heute bloß?”, fragte Ranma Akane mit gespielter Besorgnis. “Ich weiss auch nicht.”, entgegnete “das Mädchen mit den Zopf” und sah wieder auf Kuno. “Wenn mein angebeteter Kuno doch hier wäre. Er wüsste sicher was zu tun ist”, sie ging langsam auf ihn zu und sprach etwas leiser und bewundernd weiter. “Er ist so klug, gebildet und unwiderstehlich...” Dann ging sie abrupt einen Stück zurück und meinte schroff: “Aber dir kann ich leider nicht helfen, komm mit Akane.” Sie ließen Kuno also einfach stehen und gingen weiter. Hinter der nächsten Ecke keifte Ranma: “Musste das sein? Du weißt doch ganz genau, dass ich Kuno bald sagen muss, wer ‘sein Mädchen mit dem Zopf’ ist!” Aber Akane lachte nur hoch und sah ihn nicht mal an. So lies Ranma es gut sein und teilte ihren Gedanken, dass Kunos Gesichtsausdruck es alle Male wert gewesen war!
<br />
Als sie das Tendo-Anwesen dann endlich erreichten, wartete Kasumi schon mit dem Essen und so setzten sie sich zu den anderen an den Esstisch. “Ich hab auch schon wider richtig Kohldampf!”, sagte Akane zufrieden und rieb sich den Bauch, als ihre Schwester den Tisch deckte. “Schon wieder?”, fragte Ranma ungläubig und musste dann feststellen, dass das ja ganz normal war; Immerhin hatte sie neuerdings seinen Magen! Aber gegen alle Erwartungen lies Nabiki keinen abfälligen Spruch darüber ab, dass Ranma sich wohl seiner Gefühle nicht bewusst sei und deswegen das Nekohanten schnellstmöglich verlassen hatte und Akane ihm gefolgt sei. *Soll man das nun als Zeichen verstehen*, überlegte Ranma: *Ist Nabiki doch nicht so leicht durchschaubar, wie ich gedacht hab?* Aber da er zu keinem Ergebnis kam, lies er es gut sein und machte sich wieder Gedanken um sein Problem mit Happosai. Und als ob sie Gedanken lesen könnte, fragte Akane im nächsten Moment: “War Happosai denn noch nicht hier?” und deutete auf einen leeren Platz. Die heftige Reaktion der beiden Senioren war die deutlichsten Antwort: “Der Meister?” - “Zurück?” - “Jetzt schon?” - “Er lebt?”
<br />
Rnma, der die ganze Heulerei nicht mehr ertragen konnte, knallte seine leere Schüssel schließlich auf den Tisch, packte Akane am Handgelenk und zog sie mit sich ins Dojo.
<br />
“Was soll das denn?”, maulte diese dort angekommen. “Ganz einfach”, erklärte Ranma und lies sich im Schneidersitz auf den Boden fallen: “Wenn Happosai einige Leutchen findet, die meinen, gerade eine Rechnung mit mir offen zu haben, kann es gut sein, dass sie auch dich angreifen. Man kann ja nie wissen, was sie gerade wollen.” “Zum Beispiel unser Direktor”, ergänzte Akane. “Joah, zum Beispiel der.”, sagte Rnma und fügte noch hinzu: “Mehr fallen mir ehrlich gesagt auch gar nicht ein, wenn ich so überlege.... Na, egal. Auf jeden Fall müssen wir trainieren.” “Von mir aus kann’s gleich losgehen.”, sagte Akane angriffslustig und ging in Position. “Gut”, sagte Ranma und stand auf: “Aber willst du als Mädchen kämpfen?” Akane verlies die Kampfstellung wieder, spielte mit ihren Fingern und fragte: “Ist das denn ein Problem?” Ranma sah sie an: *Sie ist richtig süß, wenn sie so guckt.....* “Nein, eigentlich nicht”, sagte er knapp und ging ein paar Schritt zurück: “Dann greif an!” “Wie du willst!” Gesagt, getan; Mit voller Wucht stürmte Akane auf Ranma zu, der ihren Schlag mit einer Hand abwehrte. Überrascht blieb sie vor ihm stehen. “Ich versteh das nicht”, sagte sie: “Ich müsste doch eigentlich viel stärker sein als du...”