Fanfic: Auf der Suche nach der Wahrheit (11)

Chapter: Auf der Suche nach der Wahrheit (11)

Nihao! Sorry, wenn ihr immer solange auf meine Fortsetzungen warten müsst, aber ich poste meistens abends, da hab ich mehr Zeit. Und Danke noch einmal an alle, die mir immer so eifrig Commis schreiben!
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*euchganzfestdrück*
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So doch jetzt genug der Worte, viel Spaß noch mit Teil 11!!!!
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Ranma hatte kein Wort mehr gesagt. Etwas an dieser Szene störte ihn, doch er verstand nicht was. Shampoo war doch seine Verlobte, warum fühlte er sich dann so unwohl, als sie sich an ihn kuschelte? Ein mulmiges Gefühl überkam ihn, als wäre es absolut nicht okay, was er hier machte. Tief in seinem Inneren spürte er, dass er das Ganze gar nicht wollte. Nein, es war so falsch!
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Mit einem Mal schubste er Shampoo von sich weg, wenn auch so sanft wie möglich. Die Amazone sah verwundert zu ihm auf. Doch Ranma konnte ihr nicht in die Augen sehen und sagte bloß:
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„Es wird spät, vielleicht solltest du besser gehen.“
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Shampoo war die Enttäuschung förmlich ins Gesicht geschrieben, doch widerwillig ging sie seinem Wunsch nach. Sie drückte ihm ein zartes Küsschen auf die Wange und machte sich dann lächelnd auf den Weg. Ranmas plötzliche Veränderung war ihr gar nicht aufgefallen.
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Ranma blieb noch sitzen und rieb sich seine Wange. Dieser Kuss war für ihn irgendwie...
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...fremd gewesen, als wäre es das falsche Mädchen gewesen, das ihn ihm gegeben hatte.
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Sein Verstand sagte ihm, dass sie als seine Verlobte es ja ruhig tun dürfte, doch sein Gefühl meinte genau das Gegenteil. Er hatte nichts empfunden, als sie in seiner Nähe gewesen war, im Gegensatz zu dem Mädchen vorhin im Haus...
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Akane hatte nicht darauf geachtet, wohin sie ging, dazu war sie viel zu aufgewühlt. Sie konnte die Tränen nicht mehr unterdrücken, sodass sie wie durch einen Schleier den Weg vor ihr nur schemenhaft erkennen konnte. Es war ihr egal, wohin er führte, Hauptsache weit genug weg von Ranma und Shampoo. Als sie daran zurückdachte, was sie auf dem Dach beobachtet hatte, was ihrem Herzen einen schmerzhaften Stich verpasste. Warum? Warum hatte er Shampoo ihr vorgezogen? Warum konnte er sich kein bisschen mehr an sie erinnern? Und vor allem: Warum tat es so weh, ihn mit anderen Mädchen zu sehen?
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Sollte er doch mit Shampoo glücklich werden, es war ihr egal!
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Abrupt blieb Akane stehen. War es ihr wirklich so egal? Und wenn es so war, warum war sie so eifersüchtig auf Shampoo?
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Akane kannte die Antworten auf ihre letzten Fragen nur allzu gut.
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Verzweifelt musste sie es sich doch eingestehen. Ja, sie liebte ihn...
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...und die Trennung von Ranma hatte dieses Gefühl nur noch um einiges verstärkt.
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Sie sah sich um und stellte fest, dass sie im Park gelandet war. In den zwei Wochen, in denen er verschwunden gewesen war, war sie sehr oft hier her gekommen und hatte auf den See geblickt, in der Hoffnung ihn bald wiederzusehen und jetzt?
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Jetzt hatte sie ihn wieder und nichts hatte sich geändert. Es war genauso von einem geliebten Menschen ignoriert zu werden, wie ihn verloren zu haben, wenn nicht sogar schlimmer...
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Akane setzte sich auf die Parkbank am See. Sie wollte nicht nach Hause, nicht jetzt. Sie könnte es nicht ertragen, Ranma zu sehen, wenn er sie mit seinem nicht erkennenden Blick ansah. Seine Augen waren früher anders gewesen. Erst jetzt fiel es ihr auf, aber sie hatten immer diesen sanften Ausdruck gehabt, wenn er sie ansah. Ja, natürlich gab es auch diese Moment in denen sie sich stritten, aber manchmal...
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Doch was redete sie sich ein? Ranma liebte sie nicht, er liebte Shampoo.
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Still schweigend starrte Akane auf die schwarze Oberfläche des Sees, in dem sich das goldene Licht des Vollmonds spiegelte und stumme Tränen rangen ihre Wangen herab.
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„Ranma..., warum tust du mir das an?“
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Ihr Blick schweifte zu dem Nachthimmel, der einfach zu schön war. Jeder einzelne Stern schickte sein strahlendes Licht und für Akane erschien es, als wollten sie sie damit trösten. Und es funktionierte auch. Je länger sie sie ansah, desto mehr ließ sie sich ablenken. Es tat gut, nicht ständig von diesen schmerzenden Gefühlen geplagt zu werden und der Blick in den Sternenhimmel beruhigte sie, wenn es auch nicht für immer anhalten konnte.
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Es gab noch jemanden, der zur selben Zeit den Himmel bewunderte, wenn auch nicht aus dem selben Grund: Ranma
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Er wurde die dumpfe Vermutung nicht los, dass er das Falsche getan hatte. Warum hatte er sich nur so bedrängt gefühlt? Warum hatte er in dem Moment an das Mädchen aus dem Haus denken müssen? Was hatte sein Vater doch gleich gesagt?
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Angeblich sollte sie seine Verlobte sein...
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Aber dann würde er sie doch erkennen, oder? Es sei denn...
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Ranma wollte sich nicht länger den Kopf darüber zerbrechen, zuckte nur kurz mit den Schultern und beschloss dann, wieder rein zu gehen, da es in dieser Jahreszeit relativ früh kalt wurde. Also schwang er sich elegant vom Dach und schritt mit hinter dem Kopf verschränkten Armen zur Wohnzimmertür. Er nahm war, dass sich bei seinem Eintreten alle nach ihm umdrehten und ihn förmlich anstarrten.
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Er blieb stehen und sah sie fragend an.
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„Was ist denn los? Warum schaut ihr denn so?“
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Soun war der erste, der auf seine Frage antwortete.
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„Wir dachten bloß, dass... nun ja..., Akane wollte doch noch einmal mit dir reden. Wo hast du sie denn gelassen?“
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„Akane? Achso, die von vorhin. Tja, ich hab sie nicht gesehen.“
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„Was? Aber... wo kann sie denn dann abgeblieben sein?“
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Dann meldete sich Genma zu Wort.
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„Sohn, es ist deine Pflicht als ihr Verlobter sie zu suchen.“
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„Ja, es wird kühl draußen, sie wird sich noch erkälten.“ Gab ihm Kasumi besorgt recht.
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Ranma sah von einem Gesicht ins andere. In allen konnte er das selbe lesen. Sie alle machten sich Sorgen. Aber warum sollte gerade er sie suchen gehen? Er kannte sie doch gar nicht..., oder? Und wieso behauptete sein Vater ständig, dass es seine Verlobte wäre?
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„Bitte...“ sagte Kasumi leise und sah ihn mit einem Ausdruck in ihren Augen an, den er nicht zu deuten wusste. Es war eine Art Schmerz, aber auch Trauer und dann doch wieder auch etwas enttäuschtes...
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„Na gut, wenn’s denn sein muss.“
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Ohne noch weiter etwas zu sagen, machte er auf dem Absatz kehrt und ging zurück nach draußen. Als er dann auf der Straße vorm Haus stand, fragte er sich, wo er denn eigentlich anfangen sollte zu suchen. Er konnte doch schlecht ahnen, wo sie war, warum hatte er sich nur breitschlagen lassen? Seufzend machte er sich auf den Weg und bog bei jeder Kreuzung einfach wahllos ab, was sollte er denn sonst auch machen?
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Auf einmal lenkte etwas seine Aufmerksamkeit auf den nahegelegenen Park, an dem er beinahe vorbeigelaufen wäre. Der helle Vollmond spiegelte sich malerisch auf der Wasseroberfläche des Sees, der sich in ihm befand, und erzeugte ein wunderschönes Bild. Davon angezogen steuerte er auf diesen See zu und blieb an dessen Rand stehen. Es war eine romantische Nacht, abgesehen davon, dass es bitterkalt war, was auch daran deutlich wurde, dass das Wasser des Sees mit einer dünnen Eisschicht überzogen war. Langsam aber doch merklich wurde es Winter. Ein leises Geräusch drang an Ranmas Ohr, es klang wie ein leises Schluchzen. Er wollte diesem Geräusch nachgehen und folgte ihm.
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Akane hatte sich nicht von der Stelle bewegt. Obwohl es schon eisig kalt war und sie stark fror, wollte sie nicht nach Hause gehen, noch nicht. Sie wischte sich die immer wieder hochkommenden Tränen weg und stand auf. Sie wollte sich ein wenig die Beine vertreten, um warm zu werden. So folgte sie gedankenverloren dem Ufer des kristallklaren Sees und rieb sich notdürftig mit den Händen die Arme warm, auch wenn es recht wenig brachte. Seufzend ließ sie sich am Ufer nieder und streckte die Hand nach der Eisschicht des Sees aus. Als sie sie berührte schreckte sie kurz zurück, da es beinahe noch kälter war, als der Rest der Umgebung. Sie fragte sich, ob das Eis schon dick genug war um sie zu tragen und setzte es auf einen Versuch an. Vorsichtig stellte sie einen Fuß nach dem anderen darauf und stellte fest, dass es nicht brach. Darum wagte sie sich noch ein Stückchen weiter vor und ging langsam schreitend näher zur Mitte des Sees. Ihr Gewissen sagte ihr, dass es unvernünftig war, so wagemutig zu sein, doch im Moment hörte sie nicht auf ihren Verstand. So überhörte sie auch das leise Knirschen der Eisdecke und ging einfach weiter geradeaus. Die Geräusche wurden lauter und kleine Risse bildeten sich im Eis, die sich immer weiter verzweigten. Jeder halbwegs vernünftige Mensch wäre sofort umgedreht, doch inzwischen war es schon zu spät...
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Mit einem lauten &lt;Krach&gt; brach das Eis unter Akanes Füßen und sie fiel in das eisige Wasser. Ein Schrei entlud sich ihrer Kehle, doch es war niemand in der Nähe, der ihn hätte hören können. Verzweifelt um sich schlagend versuchte sie sich über Wasser zu halten und krallte sich schließlich an der restlichen Eisdecke fest, doch auch diese zerbrach unter dem Gewicht und Akane ruderte wild mit den Armen. Immer wieder tauchte ihr Kopf kurzzeitig unter Wasser, doch es gelang ihr mehr schlecht als recht den Kopf prustend oben zu halten. Doch für wie lange würde sie es noch aushalten?
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Das war’s wieder einmal von meiner Seite. Jetzt seid ihr dran! Schreibt mir ganz viele Commis, ja? Bis dann!
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*kisskiss*
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eure Lovely
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