Fanfic: Auf der Suche nach der Wahrheit (13)

Chapter: Auf der Suche nach der Wahrheit (13)

Nihao! Ganz großes Sorry, dass gestern kein Teil mehr kam.
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Ich glaube die FF neigt sich langsam dem Ende zu, aber noch nicht in diesem Teil!
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Jetzt aber erst einmal: Viel Spaß beim Lesen!
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Am nächsten Morgen war alles anders als sonst. Zwar war mit Ranmas Wiederkehr ein Stückchen Normalität in das Tendo-Haus zurückgekehrt, doch herrschte eine ungewohnte Spannung. Einerseits waren natürlich alle froh und erleichtert, doch die Sache zwischen ihm und Akane machte ihnen Bedenken.
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Im Moment saß die gesamte Familie am Frühstückstisch, Akane eingewickelt in warme Klamotten und einen dicken Schal, da sie sich letzte Nacht extrem erkältet hatte. Was bei den Minustemperaturen des Winters auch kein Wunder war. Von heftigen Schüttelfrostanfällen gequält schlürfte sie einen heißen Tee und wurde von Kasumi dazu verdonnert Zwieback zu essen ((Anmerkung: ich muss das auch immer essen, wenn ich krank bin, das Zeug ist so ätzend!))
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Widerwillig kaute sie auf ihrem Essen herum und hörte nur halbherzig auf die Ermahnungen ihrer ältesten Schwester. Aus trüben Augen blickte sie auf ihre Familienmitglieder und hatte ein vom Fieber gerötetes Gesicht. In diesem Zustand würde sie niemand auf die Strasse gehen lassen, auch wenn in zwei Tagen die Schule wieder begann. Akane war die meiste Zeit des Tage müde und hatte Kopfschmerzen, weshalb sie auch von allen in Ruhe in ihrem Bett liegen gelassen wurde. Doch den ganzen lieben Tag absolut nichts zu tun rief in ihr eine schreckliche Langeweile aus, sie wusste nichts mit sich anzufangen. Gerade jetzt war wieder so ein Moment. Akane lag teilnahmslos in ihrem Zimmer und sah zum Fenster heraus, vor dem sich kleine, weiße Schneeflöckchen tummelten. Einige schlugen an die Glasscheibe und gefroren zu Eissternen in den schönsten Formen, andere schwebten sanft schaukelnd zur Erde nieder. Wie sehr wünschte sie sich jetzt dort draußen zu sein, in das zarte weiß des Winters zu treten. Sie liebte diese Jahreszeit in der alles vor Glück und Harmonie geradezu zu strahlen schien, doch seufzend ließ sie ihren Kopf auf ihr Kissen nieder, als sie sich wieder daran erinnerte, dass sie hier drinnen gefangen war.
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Sie schloss die Augen und verbannte die sehnsüchtigen Gedanken.
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Dann hörte sie ein leises Klopfen an ihrer Zimmertür. Erschöpft murmelte sie ein „Herein“ und beobachtete die Tür, wie sie sich langsam öffnete. Herein trat Ranma mit einem Tablett auf dem ein Glas Wasser und eine Packung mit Medikamenten lag. Schweigend kam er auf Akanes Bett zu und stellte das Tablett ab. Er wollte sich gerade wieder zum gehen wenden, als Akane ihre Hand an seinen Hemd festkrallte. Verwirrt blickte Ranma auf sie herab.
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„Bitte bleib kurz noch da. Ich muss mit dir reden.“
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Ranma nickte stumm und kniete sich vor ihr Bett. Er war nervös und ein rötlicher Schleier legte sich um seine Nase, als er an seinen ‚Kuss’ zurückdachte. Peinlich berührt musste er zur Seite sehen.
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„Was... was willst du denn?“
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„Ich wollte mich bei dir bedanken... weil, nun ja für gestern.“
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„Kein Problem, das... hätte jeder getan.“
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„Ja... vielleicht...“
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Schweigen trat ein, ein scheinbar endloser Moment in dem die beiden nur jeder auf einen anderen Ort des Zimmers starrte. Dieses peinliche Schweigen war beinahe unerträglich. Nervös räusperte sich Ranma.
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„Also, dann kann ich ja gehen.“ Er wollte schon aufstehen, doch Akane hielt ihn zurück.
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„Warte, ich... du kannst dich wirklich nicht mehr an mich erinnern oder?“
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Akane sah ihn mit diesem gequälten Blick an, der Ranmas Herz zum Zerreißen brachte. Was sollte er denn sagen? Dass er in ihrer Nähe so ein komisches Gefühl hatte, dass er... wahrscheinlich in sie verliebt war? Unwillkürlich lief er rot an und stotterte irgendetwas unverständliches vor sich hin. Doch dann zwang er sich dazu tief durchzuatmen und sah Akane fest in die Augen.
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„Hör zu, es ist so... Ich weiß nicht ganz, wer du bist, aber du kommst mir... sehr bekannt vor. Ich habe immer ein vertautes Gefühl, aber ich kann es nicht ganz zuordnen.“
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Das war eigentlich eine Lüge, da es ihm schon bewusst war, dass es sich bei diesem Gefühl um Liebe handelte, doch das konnte er ihr ja schlecht einfach ins Gesicht sagen.
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Ranmas Gesicht leuchtete wie eine reife Tomate, die Situation wurde ihm ziemlich unangenehm. Beschämt wandte er seinen Blick weg und hoffte, dass Akane seine Röte nicht aufgefallen war. Doch diese hatte gar keine Zeit sich darum zu kümmern, da sie in dem Moment von einem starken Hustenanfall geschüttelt wurde.
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Ohne groß zu überlegen stürzte Ranma zu ihr und klopfte ihr auf den Rücken. Langsam besserte es sich und Akane nahm einen großen Schluck aus ihrem Wasserglas. Keuchend sank sie in ihr Kissen.
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Ranma schluckte, als er bemerkte, wie nah er Akane jetzt war, da er sie immer noch an den Schultern festhielt und leicht über sie gebeugt war. Akane konnte ihren Blick nicht von ihm wenden, ihre Gesichter wahren sich nun so nahe, dass sie seinen angenehm warmen Atem auf ihrer Haut spüren konnte. Akanes Herz klopfte ihr bis zum Hals, so stark, dass sie glaubte Ranma müsste es eigentlich hören musste, doch dieser war zu sehr mit damit beschäftigt seinen eigenen Herzschlag unter Kontrolle zu halten. Man konnte die knisternde Spannung dieser Szene deutlich spüren, beide wahren nicht mehr in der Lage den Blick vom jeweils anderen loszureißen. Unfähig sich zu rühren starrten sie sich für einen schier endlos scheinenden Moment an. Eine leichte Röte legte sich um beider Nasenspitzen, es war ihnen sichtlich unvertraut. Wenn man auch nicht davon sprechen konnte, dass es ihnen unangenehm war...
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Ranma sah Akane immer noch tief in die rehbraunen Augen, in denen er versinken könnte.
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*Was tue ich hier eigentlich? Ich starre sie die ganze Zeit an. Aber sie scheint sich ja auch nicht darüber aufzuregen... Das ist ein so angenehmes Gefühl einfach nur in ihrer Nähe zu sein...*
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Auch Akane wurde das Gefühl nicht los, in den endlosen Tiefen von Ranmas meeresblauen Augen einzutauchen.
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*Oh, mein Gott, was ist nur mit mir los? Mir wird auf einmal so warm ums Herz. Das liegt bestimmt am Fieber, obwohl... früher ging es mir doch genauso in seiner Gegenwart...*
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Es entstand ein gespanntes Schweigen, ein Hauch von Romantik lag in der Luft.
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Ranma war nervös, sein Atem ging schneller als gewöhnlich, aber da erging es Akane nicht anders. Auch sie spürte diese Magie, den Zauber der Anziehung zwischen ihnen, der mit jeder Sekunde des Schweigens zuzunehmen schien. Akane musste sich eingestehen, dass ihre Zuneigung zu Ranma extrem gewachsen war, seit er wieder da war und ihr im Park das Leben gerettet hatte. Ihr Verlangen nach ihm erschreckte sie sehr. Es war so groß geworden, dass sie Angst hatte die Kontrolle darüber zu verlieren. Die harmonische Stille wurde plötzlich von einem lauten Schluchzen unterbrochen. Erschrocken drehten Akane und Ranma gleichzeitig ihre Köpfe in Richtung Tür, aus der das Geräusch kam. Dort stand Genma als Panda und heulte hemmungslos.
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[Ach nein ist das schön! Sie lieben sich also doch!]
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Ranma und Akane liefen auf der Stelle knallrot an und Ranma trat schlagartig einen Schritt zurück.
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„Das ist nicht so, wie du denkst...“ begann Akane, doch Genma-Panda ließ sich nicht so schnell überzeugen.
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[Ihr braucht es gar nicht erst zu leugnen]
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„Aber,... aber...“
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[So romantisch! Diese Blicke! Hach...]
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Wieder brach er in Tränen des Glücks aus, Akane versuchte die Lage zu klären.
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„Nein, er hat nur... mir geholfen, als ich husten musste, mehr nicht!“
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Natürlich wahr das die Wahrheit, aber nichts und niemand brachte Genma dazu, auch nur auf ihre Ausreden zu hören. Schluchzend hielt er ein weiteres Schild hoch.
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[Sie lieben sich, sie lieben sich!]
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„Aber jetzt hör doch endlich einmal zu! Es ist gar nichts passiert!“ schrie Ranma ihn an.
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„Und außerdem würde ich nie etwas anfangen mit so einem..., so einem Machoweib!“
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Akanes Augen weiteten sich.
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„Was, was hast du da gerade gesagt?“
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Ranma sah sie über die Schulter hinweg an, ein fragender Ausdruck stand in seinem Gesicht geschrieben.
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Akane stotterte ziellos vor sich hin.
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„Du... hast mich Machoweib genannt!“
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So, dann mach ich erst einmal Schluss für heute. Ich hoffe ihr seid wieder so lieb und schreibt gaaaaanz viele Commis!
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*kisskiss*
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eure Lovely