Fanfic: Der Brief

Chapter: Der Brief


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NIHAO an alle lieben Leser, die an diesem schönen tag vorhaben diese Geschichte zu lesen. Ich weiß, eigentlich sollte ich meine andere Geschichte weiterschreiben, aber irgendwie hatte ich da so einen Idee, ich hoffe sie gefällt euch …
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Der Brief
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Mit zitternder Hand sitze ich hier nun und schreibe diesen Brief an dich. Aber kann man es denn überhaupt einen Brief nennen? Vielleicht auch eher einen Abschied oder auch einfach nur meine Gedanken und Gefühle.
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Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Einerseits fühle ich mich leer, so unendlich leer wie noch nie in meinem Leben und doch kreisen meine Gedanken nur um dich herum. Weißt du, ich sitze hier gerade in deinem Zimmer, an deinem Schreibtisch und schreibe diesen Brief. Immer wieder habe ich das Gefühl, dass du gleich hereinkommen würdest, doch du kommst nicht. Du wirst mich nicht anschreien und hinauswerfen, nie wieder, nein, nie wieder wirst du das machen können.
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Ich fühle mich leer, so leer wie das Zimmer hier und das ganze Haus, alles ist leer ohne dich … und ich bin einsam.
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Noch nie habe ich wirklich offen über meine Gefühle dir gegenüber geredet, ja ich war ja noch nicht einmal mehr mir selbst gegenüber ehrlich und dir gegenüber schon gar nicht. Und ich bereue es, ich bereue es wirklich sehr und vom ganzen Herzen. War es mein Stolz der mich daran gehindert hat? Oder war es einfach die Angst wieder allein gelassen zu werden?
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Wenn ich jetzt schon wieder an den Stolz denke, an meinen Stolz, dann komm ich nicht daran vorbei auch an deinen Stolz zu denken. Du warst immer so sturköpfig, doch du warst stolz. Mein kleines Macho-Weib warst du, ja wirklich ein Macho-Weib. Wie oft hast du mich geschlagen oder angeschrieen? Wie oft habe ich mich schon darüber aufgeregt, doch insgeheim und ganz tief in meinem Inneren wusste ich, dass ich dich gerade deswegen mag. Du warst nicht so wie die anderen, du warst einen Kämpferin, so wie ich ein Kämpfer.
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Doch kann ich mich eigentlich so nennen? Habe ich jemals darum gekämpft dich an meiner Seite zu haben? Habe ich wirklich jemals um deine Liebe gekämpft?
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Immer und immer wieder habe ich mir gesagt, dass das zwischen uns sowieso nichts werden kann, wir sind einfach zu unterschiedlich … doch eigentlich wusste ich, dass es sich genau um das Gegenteil handelte. Wir passten so gut zusammen, dass es schon wieder merkwürdig war, doch ich wollte es nicht wahrhaben. Ich habe mich dagegen gesträubt zu dir zu passen und doch habe ich in manchen Situationen auch manchmal mit dem Herzen gehandelt. Mein Herz hat mir immer gesagt, dass du mir wichtig bist, dass du zu mir und allein mir gehörst. Doch immer wieder habe ich diese Gefühle verdrängt und habe so ungewollt mir und besonders dir wehgetan.
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Ich wollte dir nie wehtun, du warst mir so wichtig wie kein anderer Mensch in meinem Leben, doch das habe ich erst zu spät gemerkt. Erst jetzt merke ich wie wichtig du mir bist, doch jetzt bist du weg und mit dir ein Teil meines Herzens und meines Lebens.
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Wäre ich doch bloß nicht so sturköpfig gewesen. Ich wünschte, dass ich alles rückgängig machen könnte, dass das alles nicht geschehen wäre, doch so sehr ich es mir auch wünsche … alles bleibt so wie es ist … und wirst nie wieder kommen.
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Alles begann seinen Lauf zu nehmen, an diesem einen kalten Winterabend, ehrlich gesagt war es sogar Heiligabend. Ich habe dich mal wieder beleidigt, so wie ich es immer getan habe ohne, dass ich wirklich das meinte was ich sagte. Immer wenn ich dir sagte, wie fett und blöd du angeblich wärst, habe ich immer diesen kleinen traurigen Schimmer in deinen Augen gesehen. Im Nachhinein frage ich mich warum ich nie darauf geachtete habe, warum ich immer weiter gestichelt habe ohne auf deinen Gefühle zu achten. Bin ich wirklich immer davon ausgegangen, dass dich das nicht so sehr stört? Bin ich wirklich so naiv gewesen?
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An diesem Abend habe ich dich beleidigt, weil ich dachte, dass du kein Geschenk für mich hattest. Ich hatte mir wirklich Mühe gegeben eines für dich zu finden. Vielleicht war das sogar einer der Momente gewesen in denen mein Herz mich geleitete hat. Doch als mir an dem Abend immer mehr und mehr bewusst wurde, dass du nichts für mich hattest, da kam ich mir irgendwie minderwertig vor. Ich konnte einfach nicht begreifen, dass ich die so wenig bedeuten sollte, dass du gar nichts für mich empfindest … es tat so weh in meinem Herzen und ich verstand gar nicht so genau warum.
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Wie gesagt habe ich dich daraufhin beleidigt und habe dich durch meinen Worte verjagt und als ich dann in mein Zimmer kam und das kleinen Päckchen fand, ist mir fast das Herz stehen geblieben. So klein und hübsch verpackt lag es einsam und allein auf meinem Kopfkissen. Langsam setzte ich mich auf mein Bett und packte es mit zitternden Händen aus. Zum Vorschein kam eine goldene feine Kette mit einem kleinen Medaillon. Mir blieb das Herz fast stehen und als ich es vorsichtig öffnete und die kleinen Gravur mit den Worten „In Liebe Akane“ erblickte, hätte ich mich am liebsten selbst geschlagen.
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Ich lief hinaus in die Nacht und fand dich allein und zitternd auf dem Dach sitzen. Ohne auch nur ein Wort zu sagen, hielt ich dir das Medaillon hin und du standest zitternd auf. Viele kleine Tränen liefen an deinem zarten Gesicht herunter und ich konnte einfach nicht anders als dich zu umarmen. Ich drückte dich fest an mich, wollte mich so sehr bei dir entschuldigen und dir sagen wie Leid mir das alles tat, doch ich drücke dich einfach nur an mich. Ich wollte dich nie wieder gehen lassen, wollte dich nie wieder traurig machen und wollte dir meine ganze Liebe schenken, die tief in meinem Herzen verborgen war. Mir klopfte das Herz bis zum Hals als ich langsam mit zwei Fingern dien Kinn hochhob und mich deinem Gesicht näherte. Doch ich sprang über meinen Schatten und küsste dich. Noch nie in meinem Leben hatte ich so was gefühlt und ich wünschte es würde nie wieder aufhören. Endlich hatte ich dich gefunden, du warst meine große Liebe und ich wusste, dass ich dich nie wieder missen wollte.
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Als du dich wieder von mir löstest und mit tief in die Augen sahst, versank ich in deinem Blick. Ich liebte deinen großen rehbraunen Augen und ich hätte in ihnen ertrinken können, hättest du mich nicht an die Hand genommen und in dein Zimmer geführt.
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Ich wusste nicht genau was du vorhattest, doch das sollte sich bald herausstellen. Du wolltest mir in dieser Nacht deine ganze Liebe schenken. Du hast dich mir hingegeben, hast mir voll und ganz vertraut, und mir alles geschenkt was du mir hättest geben können.
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In dieser Nacht habe ich das erste Mal erfahren was wirkliche Liebe bedeutet und ich habe gespürt wie sich die beiden Feuer unserer Liebe miteinander vereinigt haben. Noch nie habe ich mich dir so nahe gefühlt, doch es war wunderbar und doch … doch bekam ich am nächsten Morgen Angst.
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Meinen Gedanken haben verrückt gespielt und ich wusste nicht mehr was richtig und was falsch war. Schließlich habe ich mir eingeredet, dass ich dich einfach nicht lieben könnte, ich sei eben ein Kämpfer und die brauchen keinen Liebe. Warum ich das getan habe? Ich weiß es auch nicht, ich weiß nur, dass das der größte Fehler meines Lebens gewesen ist. Ich fühlte mich schlecht, schon bevor ich es dir gesagt hatte, aber anstatt das Zeichen wahrzunehmen, habe ich es dir trotzdem gesagt. Mein Herz klopfte laut und es drohte vor Schmerz zu zerspringen, als ich dir sagte, dass ich dich nicht liebe.
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Ich weiß noch genau wie geschockt du mich angesehen hast. So voller Trauer und Schmerz hatte ich deinen Augen zuvor noch nicht gesehen und es war, als ich würde ich dasselbe fühlen wie du.
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Ohne auch nur ein weiters Wort zu sagen bis du von mir gegangen, bist weggelaufen und solltest nie mehr wiederkommen. Ein Auto hat dich erfasst und du bist blutüberströmt in meinen Armen gestorben.
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Immer wieder wache ich in der Nacht schreiend auf, möchte dich warnen, möchte dich aufhalten, doch immer ist es zu spät … du stirbst in meinen Armen und die letzten Worte, die du zu mir gesagt hast waren: „Ich liebe dich!“
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Ich weiß nun, dass du für immer weg bist, du wirst nie mehr in meinem Leben auftauchen, nie wieder der Sonnenschein in meinem Herzen sein. Nie wieder wird mein Leben so sein wie früher, nie wieder werde ich eine so tiefe Liebe wie für dich empfinden. Doch das möchte ich auch gar nicht. Zu spät erst wurde mir bewusst wie sehr ich dich geliebt habe. Ich liebe dich immer noch, habe dich immer geliebt und werde dich auch mein ganzes Leben lang lieben.
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Mit diesen Worten schloss Ranma seinen Brief an Akane ab. Heute war der tag ihrer Beerdigung und Ranma wusste, dass auch ein Teil seines Lebens für immer gestorben war.
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Mit Tränen in den Augen stand Ranma vor Akanes Grab, warf den Brief hinein und flüsterte mit leisen Worten: „ich liebe dich Akane.“
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Ende
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Ja, also das war meine Idee, ich weiß es ist traurig und passt auch gar nicht zu dem heutigen Tag, aber ich hoffe sie hat euch trotzdem gefallen.
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Vor allen dingen wünsche ich euch noch ein super duper tolles Weihnachtsfest und alles alles liebe. Leider muss ich jetzt gleich nach unten, dreimal dürft ihr raten warum *g*
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Hab euch alle lieb,
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euer Bulmablümchen
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