Es macht dich traurig

Es macht dich traurig

Ein Morgen wie jeder andere. Ich wurde durch ein Geschrei wach.
"TOBI!" Hörte ich jemanden brüllen. Klang etwas nach Deidara.
Ich rappelte mich auf. Wie konnten die nur schon so früh am Morgen
so laut sein? Aber wer weiß schon was Tobi schon wieder angestellt
hatte. Deidara war nach dem Tod von Sasori sowieso immer so gereizt.
Ich zog mich schnell an und wollte dann auch gleich zu Frühstück gehen.
Aber als ich vor die Tür trat, kam wir Tobi auch schon entgegen und
verkroch sich hinter mir.
„Tobi is a good boy“, flüsterte er. „Komm her, du kleine Ratte!“,
brüllte Deidara. Er blickte mich wütend dann, als sich Tobi an meinen
Umhang klammerte. „Tobi hat gar nichts.“ Er sagte es kaum hörbar.
„Und wie du es hast! Also rück raus.“
Ich gab Tobi einen Stoß, damit er in Richtung Deidara flog und
ging gelangweilt an ihnen vorbei. „Itachi-sama!“, hörte ich Tob noch
hinter wir rufen. Als das Gebäude auch schon von einer kleinen Explosion
erschüttert wurde.
„Hat Deidara wieder was in die Luft gejagt?“, fragte Hidan mich, als ich
in den Essraum kam. „Kann schon sein“, erwiderte mich und ließ mich auf
den Platz neben Kisame nieder. Ich ließ die Arme hängen und legte den
Kopf in den Nacken. Da kamen Deidara und Tobi in den Raum.
Der Blonde wirbelte mit irgendeinem Stück Stoff herum. Der andere
sah etwas verbrannt aus. „Tobi is a good boy“, murmelte er.
Es interessierte mich eigentlich nicht, was Deidara da hatte. Aber Kisame
nahm es ihm einfach ab.
„Was hast du denn da für einen Fetzen?“, fragte er und betrachtete das
rote Stück Stoff genauer. „Gib her!“, kreischte Deidara und wollte es ihm
abnehmen. „Deidara, I love you!“, lass Kisame laut vor und
begann auch gleich zu lachen. „Das hab ich von Sasori bekommen, gib
wieder her!“ „Der lebt doch nicht mehr, der Loser, also was willst du
damit? Kisame ließ das Tuch auf den Boden fallen. „Na und, zumindest
hab ich noch was von ihm!“ Gelangweilt sah ich den beiden bei ihrem
kleine Streit zu und biss dabei in mein gerade gemachtes Brötchen.
„Lass ihn doch in Ruhe!“, meinte ich mit vollem Mund. Vorzeitig hörte
Kisame auf.

Doch schon am Nachmittag ging es weiter. „Sasori hat Deidara geliebt!“,
rief Tobi.
Wieder eine Explosion.
Immer noch etwas rauchend kam mir der Dunkelhaarige entgegen.
Ich lag draußen unter einem Baum im Schatten. Ich hatte keine Mission
für heute, also konnte ich mal entspannen.
„Deidara-sama ist auf Tobi sauer, Itachi-sama“, meinte er zu mir.
„Dann lass ihn doch in Ruhe, dann ist er nicht mehr so wütend auf dich!“
Wie konnte dieser Kerl nur so doof sein.
„Das ist eine gute Idee von Itachi-sama. Itachi-sama is a good boy!“
Immer dieses ‚is a good boy’, wie mich das nervte.
Ich kniff die Augen etwas zusammen.
„Was hat Itachi-sama?“, fragte er mich doch jetzt wirklich.
„Lass mich zufrieden“, knurrte ich, „und nerv jemand anderen.“
„Aber nicht Deidara-sama hat Itachi-sama gesagt.“ Er kicherte etwas und
lief fröhlich weg.
So ein Idiot. Er wird ihn doch sowieso wieder irgendwie auf die Nerven
gehen. Und an wird er ihm wieder wehtun. Tss, was er doch für ein
Dummkopf war.

Wie ich es mir gedacht hatte.
Abends jagte Deidara ihn wieder in die Luft.
Doch plötzlich hörte ich den Blonden kreischen.
„NEIN, TOBI, DU IDIOT!“
Jetzt wollte ich aber schon mal wissen, was Tobi jetzt wieder gemacht hatte.
Ich kam an den Ort des Geschehens.
Deidara hockte auf den Boden und heulte.
Tobi saß verwundet vor ihm.
„Wieso hast du es noch mal genommen? Wieso?“, jaulte Deidara.
„Es hat Deidara-sama wehgetan!“
Deidara blickte auf.
Schluchzte noch einmal.
„Was hast du gesagt?“
„Das Tuch hat Deidara-sama traurig gemacht, das konnte Tobi nicht mehr sehen,
deswegen hat er es immer wieder geklaut: Deidara-sama sollte lieber wütend sein,
als traurig. Da schaut er immer so komisch aus.“
War das wirklich Tobi.
Konnte er wirklich wissen, was den anderen traurig machte.
Da viel Deidara Tobi um den Hals.
„Danke“, murmelte der Blonde.