Fanfic: BLUME II
Chapter: BLUME II
BLUME II
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Konnichi Wa,
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ich hätte ja wirklich nicht gedacht, dass euch diese Ff so sehr gefällt, könnt wirklich vor Freude hier umherhüpfen (ich verrat euch natürlich nicht, dass ich das in Wirklichkeit auch mache ^^) Auf jeden Fall ein ganz liebes Danke, oder wie sagt man auch: arrigato an alle die ein Kommi geschrieben haben. Extra für euch schreibe ich heute auch weiter, obwohl da ja noch so was ist, was sich Hausaufgaben nennt …
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Fröstelnd zog Akane ihre Jacke näher um sich und dachte nach. Sie wusste einfach nicht, was sie nun fühlen sollte. Irgendwie fühlte sie sich traurig, tief in ihrem Inneren spürte sie, wie ihr Herz schmerzte, doch diese Gefühle wollte sie nicht zulassen. Vielleicht sollte sie auch sauer sein, sauer auf Ranma, doch irgendwie konnte sie nicht.
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Lächelnd stellte sich Akane vor wie sie eine Blume wär. Wunderschön und stolz würde sie zur Sonne lachen und jedermann Herzen erfreuen, doch dann fielen ihre Gedanken auf ein Gestrüpp, welches mit einem fiesen Grinsen immer wieder die Menschen ärgerte.
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Lachend über sich selber setzte sich Akane auf die Lehne der Bank und beugte sich weit zur Seite um eine kleine weiße Blüte von einem Busch zu pflücken. *Auch ein Gestrüpp kann Blumen tragen* dachte sie lächelnd und stieg dann von ihrer Bank hinunter. Mit etwas Hoffnung im Herzen machte sie sich wieder auf den Weg zum Dojo.
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Mit einem leisen Quietschen öffnete Ranma die Tür zu Akanes Schlafzimmer. Er hatte einfach nicht einschlafen können, weil er immerzu an Akane denken musste. Vorsichtig steckte Ranma seinen Kopf durch den kleinen Spalt und linste hinüber zu Akanes Bett. Erleichtert atmete er auf … Akane lag sicher zwischen ihren Decken.
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Schon wollte Ranma sich wieder auf den Weg zu seinem Zimmer machen, als er sich wieder umdrehte und zu Akanes Bett schlich. Mit klopfendem Herzen beugte Ranma sich über Akane und betrachtete ihr friedliches Gesicht im fahlen Mondschein. In diesem Moment war es für Ranma wirklich unverständlich wie er Akane immer hässlich nennen konnte. Sie sah doch so furchtbar süß aus, verletzlich und doch Kraft ausstrahlend … „Du bist meine kleine Blume“ flüsterte Ranma leise in Akanes Ohr und sah sie liebevoll an.
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Zögernd nahm Ranma den einen Zipfel von Akanes Bettdecke und zog die Decke bis dicht unter ihr Kinn. Sie sollte schließlich nicht frieren … Erschreckt zog Ranma die Augenbrauen hoch, als Akane sich plötzlich murmelnd auf die Seite drehte. Verzweifelt versuchte Ranma nun seine Hand unter Akane hervorzuziehen, doch Akane verlagerte ihr Gewicht nur noch mehr auf seine Handfläche. Ängstlich kniete Ranma sich auf Akanes Bett und versuchte unter größter Vorsicht sein Gewicht auf seine eine Hand zu verlagern um die andere herausziehen zu können.
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Geschockt hielt Ranma den Atem an, als Akane sich ein weiters Mal drehte und nun wieder auf dem Rücken lag. Erleichtert stellte Ranma fest, dass er nun seine Hand wieder hoch nehmen konnte und vom Bett heruntersteigen konnte. Mit langsamen Bewegungen befreite Ranma sich aus seiner misslichen Lage und stand Sekunden später wieder auf dem sicheren Teppich vor Akanes Bett. Ein Lächeln huschte über seine Lippen … was wohl passiert wäre, wenn Akane aufgewacht wäre. Mit einem letzten Blick auf Akane, verließ Ranma auf Zehenspitzen den Raum und machte sich auf den Weg in sein eigenes Zimmer.
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Nachdem Ranma Akanes Tür leise hinter sich geschlossen hatte, drehte sich Akane ein weiteres Mal auf die Seite und starrte nun die Tür an. Etwas unruhig schaute sie sich um. War etwa gerade jemand in ihrem Zimmer gewesen oder hatte sie sich das nur eingebildet? Kopfschüttelnd schloss Akane ein weiters Mal die Augen und versuchte einzuschlafen.
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Gähnend streckte sich Akane und wagte vorsichtig unter der Decke hervorzuschauen. Zu ihrer Verwunderung musste sie feststellen, dass die Sonne noch gar nicht aufgegangen war. Lediglich ein roter Schimmer war am Horizont sichtbar, sogar die Vögel saßen noch schlafend auf ihren Ästen und genossen die Ruhe.
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Schulterzuckend stand Akane auf und lief hinüber zum Fenster. Nachdem sie es schwungvoll geöffnet hatte, hielt sie genüsslich ihre Nase in den frischen Morgenwind und genoss den ruhigen Sonnenaufgang. Schon die ersten Strahlen ließen die kleinen Blumen im Garten ihre Köpfe recken und sich den kühlen Tau von den Kelchen schütteln. Schon bald würden sie sich wieder öffnen und ihre ganze Farbenpracht zur Schaue stellen.
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Lächelnd ging Akane hinüber zu ihrem Schrank und kramte sich eine weißes ärmelloses Hemd hervor. Ranma hatte sie ihr einmal gegeben und leider hatte sie es bis jetzt vergessen es zurückzugeben. Nachdem Akane sich ein paar Mal unsicher umgeschaute hatte, vergrub sie für ein paar Sekunden ihr Gesicht in dem Hemd und versuchte den Geruch in sich aufzunehmen. Schwärmerisch schloss sie die Augen und versank in ihren Gedanken.
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Doch schon nach kurzer zeit hatte sich Akane wieder gefasst. Mit einem hochnäsigen Blick auf der Nase, der vielleicht sogar ihr selbst galt, zog sie sich eine schwarze Jogginghose und dazu das weiße Hemd an. Das es ein bisschen zu weit war, knotete sie es am Bauch zusammen und betrachtete sich dann zufrieden in ihrem Zimmerspiegel.
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Freudig lief Akane die Treppen hinunter und stürmte zum Dojo. Endlich konnte sie einmal allein trainieren ohne, dass sie von irgendjemandem gestört wurde. Glücklich schlitterte sie in die Halle hinein, verbeugte sich kurz vor dem Familienaltar und begann dann mit den Dehnungsübungen. Voller Eleganz begann sie sich zum Boden zu strecken, auf die linke und auf die rechte Seite und manchmal auch in die Mitte.
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Wie schon so manches mal begann Akane zu überlegen, warum ihr der Kampfsport soviel Spaß bereitete. Wäre es nicht vielleicht viel schöner Volleyball zu spielen oder in einem Gymnastikkurs mitzumachen? Entschlossen stellte sich Akane in Kampfstellung. Sie war sich sicher: Karate war ein Teil ihres Lebens, ein Teil den sie nicht missen wollte. Er machte sie stark …
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Mit lauten Schreien begann Akane ihre Beine in der Luft umherzuwirbeln, ein paar Luftschläge folgten. Als sie sich plötzlich blitzschnell umdrehte, sich mit den Händen auf dem Boden abstütze und mit ihrem Bein im Kreis umher schwang, hörte sie ein erschrockenes „Ohh“ und vor ihren Füßen fiel Ranma zu Boden. Lachend stand Akane auf und wischte sich ein paar kleine Schweißperlen von der Stirn. „Du hättest wohl nicht gedacht, dass ich dich bemerkt habe“ sagte sie grinsend und reichte Ranma ihre Hand.
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Dieser schaute sie immer noch völlig perplex an und nahm dann lächelnd ihre Hand. Mit einem Ruck hatte er Akane zu Boden gerissen und saß nun auf ihrem Rücken. „Wer ist hier nun unvorsichtig, Machoweib?“ sagte er lachend.
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Grummelnd tippte Akane mit ihren Fingerspitzen auf dem Boden herum. „ich bin kein Machoweib!!“ schrie sie aufgebracht und versuchte sich frei zustrampeln. Doch Ranma ließ sich dadurch nicht beeindrucken. Mit einer kleinen Handbewegung hatte er Akane auf den Rücken gedreht und saß nun auf ihrem Bauch. Schadenfroh streckte er ihr die Zunge entgegen. Akane brachte das ganze aber nur noch mehr zum Kochen. Schreiend, fluchend und strampelnd versuchte sie Ranma von sich herunterzukriegen, doch dieser rührte sich keinen Millimeter. Erschöpft ab sie es irgendwann auf sich zu wehren und streckte Ranma beleidigt ihre Zunge entgegen. „Möchtest du etwa, dass ich von dir herunterkomme? Dann musst du mich nur lieb bitten!!“ Herausfordernd sah Ranma in Akanes fassungsloses Gesicht und lachte sich innerlich fasst kringelig.
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Mit zusammengepresstem Mund starrte Akane Ranma an. Sollte sie wirklich ihren Stolz vergessen und Ranma bitten von ihr herunter zu kommen? Andererseits könnte Ranma bestimmt auch Stunden auf ihr sitzen bleiben. Unruhig drehte Akane ihren Kopf zur Seite und blickte an die kahle Holzwand. Was war eigentlich so schwer daran Ranma etwas zu bitten? Zögernd drehte Akane ihr Gesicht wieder zu Ranma und sah ihn liebevoll an. Mit süßlicher Stimme sagte sie : „Liebster Ranma, würdest du bitte so freundlich sein und von mir herunterkommen?“ Fassungslos ließ Ranma den Mund offen hängen und blickte seine Verlobte regungslos an. Sie hatte ihn wirklich gerade um etwas gebeten, sie … Akane …
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In diesem Moment nutze Akane ihre Chance, stieß Ranma von sich herunter und sah ihn dann wütend an. „Du bist ein Trottel Ranma, was fällt dir eigentlich ein?“ Lachend erhob sich Ranma vom Boden. „Du bist und bleibst ein verdammter Wildfang, Akane!“ Erbost über diese Worte sprang Akane auf Ranma zu und erkannte erst zu spät, dass dieser schnell zur Seite gesprungen war. Ohne, dass sie etwas dagegen tun konnte, kam ihr die Wand immer näher, bis sie schließlich mit einem lauten Knall dagegen rumpste.
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Schmerzen zogen sich durch Akanes Kopf und sie taumelte mit kleinen Schritten zurück. Das ganze Dojo um sie herum begann sich schwarz zu färben, als ob es schnell anfangen würde zu dämmern … Akane fiel zu Boden. Hilflos sah sie sich im Dunkeln um und glaubte ein paar strahlende blaue Augen zu erkennen, doch Sekunden später spürte sie gar nichts mehr.
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Wie ein tiefen Summen drangen die ersten Worte in Akanes Ohren. Langsam begann sie die Augen zu öffnen. Alles um sie herum war verschwommen, doch sie konnte die ungenauen Umrisse einer Person erkennen, die neben ihr kniete. Anscheinend versuchte sie mit ihr zu reden, denn der Mund ging immer wieder auf und zu. Angestrengt versuchte Akane zu verstehen was zu ihr gesagt wurde, doch immer wieder nahm sie nur ein merkwürdiges Rauschen wahr.
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Abwesend nah Akane war, wie die Person sie vorsichtig auf die Arme nahm