Fanfic: B/V - Gestörtes Liebesglück

alles und jedes<br />
zu zerstören? Lang halt` ich das nicht aus!&quot;<br />
Vegeta winkte ab und meinte dann: &quot;Das ist alles nur Übungssache. Du musst doch<br />
selbst gut genug wissen, wie lange ich brauchte, meine Kräfte dosiert<br />
einzusetzen. Außerdem bist du nicht der Einzige, der sich mit einer neuen,<br />
ungewohnten Situation konfrontiert sieht. Als ich vorher das Verbandzeug geholt<br />
habe, hätte ich doch um ein Haar den verflixten Schrank nicht aufbekommen! Ich<br />
war es ja immer gewohnt nur einen winzigen Bruchteil Kraft in Aktionen innerhalb<br />
des Hauses zu stecken. Dieser Magnetverschluss ist für seine geringe Größe<br />
erstaunlich stark, sag` ich dir!&quot;<br />
Bulma kicherte und auch Vegeta ließ sich zu einem Schmunzeln hinreißen.<br />
+++++<br />
Bulma verbrachte den gesamten Nachmittag und Abend im GR und verbesserte ihre<br />
Kondition. Sit-ups, Liegestütze (Joggen war in einem geschlossenen Raum<br />
langweilig), Kniebeugen, kurzum alles, woran sie sich aus den Turnstunden der<br />
Schulzeit noch erinnern konnte. Es ging immer besser und kurz nachdem Vegeta ihr<br />
wie versprochen das Mittagessen (das viel reichlicher ausfiel als sein eigenes -<br />
dabei erwähnte er noch schnell, dass er ihr das Abendessen um 10 bringen würde<br />
und sie unter keinen Umständen aus dem GR kommen solle) gebracht hatte, wagte<br />
Bulma es, den Gravitationsregler auf 10 zu stellen. Da sie keinen nennenswerten<br />
Unterschied spürte, schraubte sie die Einstellung gleich mal auf 20 G hinauf.<br />
Die Stunden verstrichen und gegen 22 Uhr (das Training war wirklich keineswegs<br />
fad oder so und sie brauchte nicht mal eine Pause) stand doch tatsächlich 100 G<br />
auf dem Display.<br />
Vegeta kniff überrascht die Augen zu und sah noch einmal hin: Tatsächlich, da<br />
stand eine Eins und zwei Nullen.<br />
Durch ein Sichtfenster der Tür erhaschte er einen Blick auf Bulma, die so ins<br />
Training vertieft war, als ob sie nie etwas anderes gemacht hätte. *Im Grunde<br />
sollte ich der Hexe für diesen Fluch vielleicht sogar etwas dankbar sein*,<br />
dachte er bei sich und fuhr von draußen den Regler auf 1 G herunter.<br />
Nicht gerade begeistert unterbrach Bulma ihre Übungen, doch als sie das<br />
Abendessen, welches Vegeta mitgebracht hatte, sah, hob sich ihre Stimmung<br />
schlagartig an.<br />
&quot;Du trainierst? Bei 100 G?&quot; Respekt und auch so etwas wie Stolz schwangen in<br />
Vegetas Stimme mit.<br />
&quot;Siehst du doch! Was ist das? Ich bin schon am Verhungern!&quot;, sagte Bulma und<br />
deutete auf das Tablett mit abgedeckten Tellern und Schüsseln.<br />
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Kurz nach Mitternacht lagen Bulma und Vegeta im Bett.<br />
&quot;Und? Wie war dein Tag im GR?&quot;, wollte Vegeta neugierig wissen.<br />
Bulma, die sich völlig verausgabt hatte beim Training und kaum noch die Augen<br />
geöffnet halten konnte, meinte nur, dass sie sich schon auf den Muskelkater am<br />
nächsten Tag freute.<br />
Vegeta schüttelte tadelnd den Kopf: &quot;Hast du etwa keine Übungen zur Prophylaxe<br />
gemacht? Sehr unvoraussichtig!&quot;<br />
&quot;Ha ha! Ich hab` ein heißes Bad genommen, um meine Muskeln wenigstens ein wenig<br />
zu entspannen. Aber, sag` mal: Wenn ich den halben Tag deinen GR besetzt hatte,<br />
wo warst du eigentlich? Und was hast du gemacht?&quot;<br />
&quot;Was ich gemacht habe?&quot;, wiederholte Vegeta und erinnerte sich daran, dass er<br />
weder die nötige Konzentration (von der Kraft ganz zu schweigen) noch die Lust<br />
gehabt hatte, irgendwo außerhalb zu trainieren. Stattdessen hatte er sich in<br />
Bulmas Werkstatt zurückgezogen und sich den Kopf darüber zerbrochen, wie man den<br />
Analyseteil des MAS am sinnvollsten konzipierte. (Die unfertigen Pläne hatten<br />
seine Vermutung bestätigt, dass Bulma da noch nicht weiter gekommen war.) Er war<br />
zu dem Schluss gekommen, dass eine Art taschenlampengroßer Scanner, der mithilfe<br />
von Infrarotstrahlen die Informationen an den Kern des MAS sendete, die<br />
effizienteste Raumnutzung darstellte und zudem auch noch handlich sei. Nach ein<br />
paar Anläufen hatte er sich qualifiziert genug gefühlt eine technische Zeichnung<br />
auf Millimeterpapier anzufertigen. Ganz in die Arbeit vertieft war ihm nicht<br />
aufgefallen, wie die Zeit verstrichen war.<br />
Erst beim Abendessen bestätigte sich dann sein zweiter Verdacht, dass Mr. und<br />
Mrs. Briefs auch betroffen waren. Der Professor trug ein immerwährendes Lächeln<br />
zur Schau, das entfernt an einen Clown erinnern könnte und Bulmas Mutter sah in<br />
jeder Gemüsekombination eine mathematische Herausforderung und das<br />
Buchstabensuppeessen mutierte zu einem Jepardy - Quiz. Wie auch bei allen<br />
anderen Flüchen war Trunks verschont geblieben. Er hatte sich lediglich darüber<br />
gewundert, dass sein Vater abwesend vor sich hin starrte, dann und wann die<br />
Stäbchen zum Mund führte, nur um sie gleich wieder unverrichteter Dinge sinken<br />
zu lassen und sich auf die Serviette hieroglyphenartige Notizen machte.<br />
Vegeta lächelte unschuldig. &quot;Nichts Besonderes.&quot;<br />
JIKAN - ZEIT<br />
Wer hatte es gewagt? Wer besaß die Frechheit an ihren Plänen herumzupfuschen?<br />
Bulma geriet regelrecht in Rage, als sie die, zugegebenermaßen gut durchdachten,<br />
leicht umsetzbaren und perfekt gezeichneten, Entwürfe, die eindeutig nicht von<br />
ihr stammten, erblickte. Aus schmalen Augen studierte sie die eingefügten<br />
Kommentare und die technischen Kürzel.<br />
Irrte sie sich oder war das tatsächlich Vegetas Handschrift?<br />
Ach ja, gestern waren sie ja sozusagen in die Haut des anderen geschlüpft. Sie<br />
selbst hatte seine Trainingseinheiten durchgezogen und Vegeta hatte sich im<br />
Grunde in Schweigen gehüllt, was er den ganzen Tag über noch gemacht hatte.<br />
Bulma schaute sich die Pläne noch einmal genauer an. Ja, die waren mehr als nur<br />
brauchbar. Vegeta hatte ihr eine Menge Arbeit erspart. Nun, ihr würde schon das<br />
eine oder andere einfallen um sich erkenntlich zu zeigen.<br />
Schelmisch grinsend fasste sie den Türgriff um die Werkstatt zu verlassen und<br />
Teenachschub zu besorgen. Mindestens drei Stunden hatte sie bereits am<br />
Syntheseteil des MAS (Vom Äußeren her vergleichbar mit einer Mikrowelle, wobei<br />
am oberen Teil eine Öffnung zum Einfüllen der benötigten Materie für den Aufbau<br />
von Materie ist.) die Feinheiten eingestellt und gewissenhaft jede Schaltung und<br />
jede noch so kleine Leitung gecheckt. Erst danach wollte sie sich genauer mit<br />
dem Analysepart beschäftigen, als sie auf die fertigen Entwürfe gestoßen war.<br />
Während der Tee aufbrühte, richtete sich Bulma noch ein paar Sandwiches. So<br />
würde sie keine lange Pause zu Mittag machen müssen und konnte im Werkraum einen<br />
Happen zu sich nehmen. Als sie wie zufällig einen Blick auf die Küchenuhr warf,<br />
traf sie beinahe der Schlag. &quot;18 Uhr? Wie kann das sein?&quot; Mehrfaches Augenreiben<br />
änderte nichts an der Anzeige. Es war und blieb 6 Uhr abends. Ein Blick aus dem<br />
Fenster zeigte ihr, dass die Sonne schon tiefer stand, tief genug für 6 Uhr<br />
abends ...<br />
Bulma zuckte zusammen, als sich die Küchentür öffnete.<br />
Vegeta stand im Türbogen. Nachdenklich ließ er seine Blicke über den ungedeckten<br />
Tisch als auch über den ebenso leeren Herd schweifen. &quot;Wie spät haben wir es<br />
denn?&quot;, fragte Vegeta sichtlich verwirrt. Gab es heute Luft zum Mittagessen und<br />
weshalb guckte Bulma so merkwürdig?<br />
Stumm deutete sie auf die Küchenuhr. Vegeta folgte ihrem Finger und zog eine<br />
Braue hoch. &quot;6 Uhr? Das kann doch gar nicht sein.&quot; Er schaute aus dem Fenster.<br />
Tatsächlich, die Sonne war schon am Sinken. Konnte es sein, dass ...<br />
Trunks unterbrach nicht nur Vegetas Gedankengang, sondern auch das Ticken der<br />
Uhr, als er durch die Tür schritt. Für einen Wimpernschlag war es<br />
mucksmäuschenstill und dann setzte die Uhr ihre Rundfahrt fort. Irritiert blieb<br />
Trunks stehen und sah von Bulma zu Vegeta und wieder zurück.<br />
&quot;Ist was passiert?&quot;, fragte er, weil seine Eltern keine Anstalten machten, etwas<br />
von sich aus zu sagen.<br />
Bulma riss ihre Aufmerksamkeit mit nicht wenig Mühe vom Ziffernblatt und<br />
bedachte ihren Sohn mit einem entschuldigenden Lächeln. &quot;Nein, es ist nichts<br />
passiert. Kein Grund zur Sorge.&quot;<br />
Trunks legte den Kopf schräg, runzelte die Stirn und fragte dann: &quot;Was gibt es<br />
zu Mittag? Wenn ich mich nicht schwer täusche, ist es&quot;, er schaute zur Uhr<br />
hinauf, &quot;ja, es ist 12 vorbei.&quot;<br />
&quot;12 Uhr vorbei&quot;, wiederholte Vegeta, noch immer etwas neben sich.<br />
&quot;Wie wär`s mit Pizza, hm? Ich werd` sie gleich bestellen. Spezialwünsche?&quot;,<br />
versuchte Bulma die Situation bzw. das Mittagessen zu retten.<br />
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&quot;Putt putt putt ... Fresschen, ja, komm&quot;, lockte Mrs. Briefs einen Flamingo<br />
während ihr Mann sich um die Giraffen kümmerte. Die Enten im Biotop bekamen ihre<br />
morgendliche Portion Brotkrümel. Hungriges Hundegebell und Katzenjammer ging<br />
bald in Fress- und Schmatzlaute über.<br />
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Nach dem Pizzaessen (Bulmas Eltern waren nicht zum Essen erschienen. So hatte<br />
man ihnen ihre Pizzen selbstredend aufgehoben.) traf sich Trunks mit Goten,<br />
Kuririn und Oolong.<br />
Bulma seufzte leicht genervt auf, als sie die Küche verließ und bemerkte mit<br />
einem leisen Lächeln in Vegetas Richtung: &quot;Zeitmanipulationen. Mal was Neues.&quot;<br />
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&quot;Verdammt!&quot;, rief Bulma und hatte nicht übel Lust