Fanfic: Eine kleine Geschichte - IV
Chapter: Eine kleine Geschichte - IV
Eine kleine Geschichte – chapter three<br />
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Peinlich berührt sah Akane zu Boden, versuchte ihre Unsicherheit zu verbergen, als sie das Lachen der anderen Schüler hörte, da trat Ranma auf einmal nach vorne. „Ich weiß wirklich nicht, wie ich mit so einem Trampel wie Akane auch nur irgendetwas gewinnen könnte.“ Mit einem hochroten Kopf sah Ranma sich um, versuchte cool zu bleiben bei dem Anblick der lachenden Schüler und erhaschte plötzlich einen Blick auf Akane, die sich langsam umdrehte und mit zittrigen Schritten wieder in Richtung Tür ging. <br />
Stockend sah Ranma ihr hinterher, bemerkte, wie sein eigenes Herz immer schwerer wurde, wie seine Hände leicht anfingen zu zittern … <br />
Mit schnellen Schritten holte er Akane ein, umfasste ihre Hüfte und zog sie zu sich heran. Unsicher blickte er in ihre traurigen Augen, die ihn verwirrt ansahen, als er auch schon den Bewegungen folgte, die Kazuo der Klasse vormachte. Vorsichtig führte er Akanes eine Hand auf seine Schulter und umfasste mit dann sanft ihre andere, während er sie zaghaft näher zu sich heranzog. Tief durchatmend begann er sich zu bewegen, führte Akane langsam durch den Raum und begann nach und nach sich in der Musik zu lösen. <br />
Ein Kribbeln stieg in Akanes Bauch auf, als sie Ranmas Hand an ihrer Hüfte spürte und als sie die ungewohnte Nähe genoss … Die Unsicherheit war für diesem Moment aus ihrem Herzen gewichen, musste Platz machen für ein anderes Gefühl, das Akane in diesem Moment noch nicht zuordnen konnte …<br />
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Mit einem leisen Flüstern beugte Ranma sich zu Akane hinunter … „Du wirst meine Königin sein …“<br />
Mit großen Augen und stark geröteten Wangen starrte Akane auf Ranmas Brust, wagte es nicht ihm in die Augen zu sehen, als sie auf einmal von hinten angetickt wurde. Verwundert drehte sie sich um, löste sich von Ranma und blickte Kazuo an, der mit einem Lächeln vor ihr stand. „Bei euch beiden sieht das schon wirklich gut aus, allerdings machst du noch einige Fehler, Akane.“ Mit diesen Worten nahm er Akane an der Hand, führte sie ein wenig von Ranma weg und begann mit ihr zu tanzen.<br />
Mürrisch rümpfte Ranma die Nase und verschränkte die Arme vor der Brust. Eifersüchtig oder gelangweilt? Verliebt …? Völlig vertieft verfolgte er die Bewegungen von Akane und Kazuo, als Ukyo plötzlich vor ihm stand. Mit einem schüchternen Glitzern in den Augen sah sie ihn an und fragte ob er mit ihr tanzen wolle. Ohne lange zu zögern, stimmte Ranma ihr zu und begann sogleich mit ihr auf der Tanzfläche herumzuwirbeln. Ihm entging dabei nicht der leere Schein in Akanes Augen, als sie die beiden beobachtete … vielleicht Schmerz … Trauer … oder Wut …? Aber war es nicht eigentlich genau das, was Ranma hervorrufen wollte?<br />
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Mit einem stummen Seufzer wendete Akane sich wieder zu Kazuo, als der auch schon wieder ihre Hand losließ und ihr glücklich erzählte, dass sie die Schritte jetzt schon fast perfekt beherrschte. Stumm nickte Akane ihm zu und sah ihm hinterher, als er sich wieder den anderen Paaren zudrehte. <br />
Völlig allein gelassen stand Akane nun auf der Tanzfläche und sah sich suchend nach Ranma um. Dieser war allerdings viel zu sehr damit beschäftigt Ukyo anzulächeln und sie zum Lachen zu bringen. Sauer verengte Akane die Augen und zog einen kleinen Schmollmund. Ein kleiner Schmerz baute sich in ihrer Brust auf, ein Schmerz den sie nicht verdrängen konnte, nur überspielen … durch Wut vielleicht …?<br />
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Schon eine ganze Weile sah Kazuo nun schon zu, wie Akane allein in einer Ecke der Halle stand und missmutig zu Boden sah. Ranma hingegen schien das in keinem Fall zu stören, da er, während er mit Ukyo tanzte, sehr vergnügt aussah. Schnell fasste Kazuo einen Entschluss und ging zu Akane hinüber. „Möchtest du mit mir tanzen?“ Erschrocken blickte Akane auf und ein kleines Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. Ohne ein Wort zu sagen, reichte sie ihm seine Hand und ließ sich auf die Tanzfläche führen. „Du bist einfach zu schön um einfach sitzengelassen zu werden!“ Leise flüsterte Kazuo ihr diese Worte ins Ohr, wobei er es nicht lassen konnte einen triumphierenden Blick zu Ranma zuwerfen.<br />
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Wütend hörte Ranma in diesem Moment auf zu tanzen. Leicht begannen seine Hände zu zittern, als Ukyo ihn sanft an den Händen zur Tür zog. „Komm schon Ranma, ich denke Akane ist beschäftigt.“ Widerwillig ließ Ranma sich von Ukyo nach draußen ziehen, warf noch einen letzten Blick auf Akanes glückliches Lächeln und schloss dann die Tür hinter sich. <br />
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„Willst du nicht noch einen Okonomiyaki essen?“ Strahlend schaute Ukyo Ranma an, bemerkte aber recht schnell, dass dieser mit seinen Gedanken noch bei Akane war. „Hey Ranma, möchtest du mich denn vielleicht nach Hause begleiten?“ „Geh alleine, ich denke ich bleibe noch ein wenig hier!“ Tief durchatmend setzte Ranma sich auf eine Bank und senkte den Blick zu Boden. Er versuchte sich zu beruhigen, versuchte sich zu erklären, dass es keinen Grund gab sich aufzuregen, immerhin handelte es sich nur um Akane … nur um Akane … „Bist du etwa eifersüchtig Ranma?“ Mit traurigen Augen setzte Ukyo sich neben Ranma und verkrampfte die Hände in ihrem Rock. Ranma blickte sie nicht an, dachte über ihre Worte nach, fasste aber keinen Entschluss … „Nein, ich bin nicht eifersüchtig … doch nicht wegen so einem Machoweib … ich bleibe einfach nur hier und … und passe auf, dass Akane rechtzeitig nach Hause kommt!“ Stumm nickend richtete Ukyo sich auf und entfernte sich ein paar Schritte. „Es ist okay Ranma … es ist okay, wenn man eifersüchtig ist …“ <br />
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Lange schaute Ranma seiner Jugendfreundin hinterher. Die Worte hallten in seinem Kopf wieder und wieder … Eifersucht, Schmerz und Liebe … Gefühle für Akane …? Kopfschüttelnd lehnte Ranma sich nach hinten und beobachtete wie die Schüler aus der Sporthalle strömten. Suchend sah er sich um, setzte ein kleines Lächeln auf, freute sich darauf Akane wieder zu sehen, doch sie kam nicht. Unruhig stand Ranma auf, strich sich durch die Haare, spielte mit einem kleinen Stein auf dem Boden, doch Akane erschien nicht. <br />
Warum war er so unruhig? Machte sich jetzt schon Sorgen? Spürte Unsicherheit in sich aufsteigen? … War das Liebe? <br />
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Währendessen saß Akane auf einer Bank am Ende der Sporthalle und starrte auf den Boden. Auch wenn sie es nicht wollte, so kreisten ihre Gedanken doch nur um Ranma, der mit Ukyo zusammen davongegangen war. Seufzend strich sie sich über die Hände und versuchte ihr stark klopfendes Herz zu beruhigen, aber nichts konnte sie ablenken. In ihrem Inneren stellte sie sich vor, wie Ukyo Ranma mit Okonomiyaki fütterte, wie sie lachen … und wie sie sich küssen würden … Schluckend legte Akane ihren Kopf in den Nacken, versuchte die aufsteigenden Tränen zu verdängen und über ihre lächerlichen Gedanken zu lachen … <br />
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„Hey Akane, ist alles in Ordnung mit dir?“ Mit einem besorgten Gesichtausdruck setzte Kazuo sich neben Akane und legte fürsorglich eine Hand auf ihre Schulter. Erschrocken zuckte Akane zusammen, schüttelte dann aber schnell den Kopf. „Nein, es ist nichts, ich habe nichts.“ „Es ist wegen Ranma oder nicht?“ Mit großen Augen blickte Akane ihr Gegenüber an und fing an kaum merklich zu nicken. „Ihr solltet es euch wirklich nicht so schwer machen, schließlich merkte man doch, dass ihr euch mögt … Hast du es ihm schon einmal gesagt oder es ihm gezeigt?“ Fragend sah Kazuo Akane an, doch diese brachte nur ein murmelndes: „Ich schlage ihn immer“ hervor. Kopfschüttelnd und doch lächelnd ergriff Kazuo Akanes Hand. „Liebe ist etwas sehr wertvolles, vergeude sie nicht …“<br />
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Gerade in diesem Moment hörte man das leise Quietschen der Tür. Als sie Ranma erblickte, löste Akane schnell ihre Hand aus Kazuos Handgriff und stand auf. Entschuldigend schaute sie Kazuo noch einmal an, ging dann auf Ranma zu und zog ihn hinter sich nach draußen. <br />
„Es ist wirklich nicht so wie du denkst Ranma. Wir haben nur geredet!“ Mit zusammengezogenen Augenbrauen baute Akane sich vor Ranma auf und sah ihm stur in die Augen. „Als wenn mich das interessieren würde!“ Wütend blieb Ranma stehen, schaute Akane aber nicht an. „Warum solltest du denn sonst gewartet haben?“ entgegnete Akane schnippisch und verschränkte die Arme vor der Brust. „Warum bist du nicht mit Ukyo gegangen?“ „Gute Idee Akane, dann gehe ich jetzt eben zu Ukyo. Sie ist sowieso viel netter und hübscher und sie kann viel besser tanzen als du!“ Regungslos schaute Akane Ranma an, während ihre Augen sich langsam mit Tränen füllten. „Tut mir wirklich Leid, dass ich nicht so perfekt bin. Geh doch mit Ukyo zu diesem blöden Ball. Ich wollte da ja sowieso nie mit dir hingehen!“. Ohne eine Antwort abzuwarten, drehte Akane sich um und lief davon. Mit leeren Augen blickte Ranma ihr hinterher, bis er sich wieder fasste und versuchte sie einzuholen. „Akane … es tut mir Leid … ich möchte mit dir zu diesem Ball gehen … ich verspreche es …“<br />
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Mit einem Glitzern in den Augen, sah das kleine rothaarige Mädchen auf zu ihren Großeltern, die inzwischen händchenhaltend nebeneinander saßen. „Ein Versprechen darf man nicht brechen, oder Opa? Du hast es doch nicht gebrochen, oder?“ Schweigend blickte Ranma auf den Boden, verneinte die Frage nicht … „Ich habe dieses Versprechen nie bereut …“<br />
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To be continued<br />
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Also irgendwie mag ich diese Geschichte nicht so besonders, aber was ich angefangen habe, das mach ich auch zu Ende und vielleicht gefällt sie ja wenigstens euch ein kleines bisschen <br />
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*knuddel* <br />
Euer