Fanfic: Wenn Engel... ][ Abschied!!!

Hallen der Reinlichkeit und legte sich auf ihr Bett. Ihren Schlafanzug hatte sie sich vorsorglich schon im Bad angezogen, sodass sie gleich ins Reich der Träume sinken konnte. Mit einem letzten Blick aus dem Fenster und einem sehnsüchtigen Gedanken an Van sank sie schließlich zusammen und ein gleichmäßiges Atmen machte sich breit, immer mal wieder gestört von eine unterdrückten Schnarchen.<br />
Sie schlug die Augen auf. Keine Spur von ihrem Bett oder ihrem Zimmer überhaupt. 6 Monate war sie von Gaia fern. Sie blickte umher. Sie befand sich in einer großen Halle, in der gut und gerne 2 ganze Fußballfelder platz gehabt hätten. Die Wände waren kahl, ohne Fenster oder ähnliches, nur ein paar Kerzen waren in schlichten Ständern angebracht um das notwendigste an Licht zu erbringen. &quot;Bald...!&quot; Sie versuchte in die Richtung zu schauen aus der sie die Stimme vernahm. &quot;Nur noch wenige Zutaten...&quot; Aus einer anderen Richtung erklang das nächste Geflüster. Sie blickte in die Mitte des Raumes. 13 Männer, oder ähnliche Gestalten, standen vermummt in Mäntel mit hohen Kapuzen, ganz in schwarz gehalten um einen Altar herum. &quot;Er wird auferstehen...&quot; Begann einer der 13. &quot;Und dann wird es erneut beginnen...&quot; Fuhr ein anderer fort.<br />
&quot;Was wird beginnen? Wieso schon wieder?&quot; Hitomi hatte verängstigt die Fragen in den Raum geflüstert. Doch anstatt Antworten zu erhalten, wurde sie von den Füßen gerissen. Sie kannte dieses Gefühl. =Eine Vision, bitte, alles nur das nicht...=<br />
Schwärze. Sie erkannte nichts, nur die absolute Dunkelheit. Dann begannen Bilder aufzuflackern. Bilder von sterbenden Menschen, von sterbenden beflügelten Wesen, alles schien zu sterben und das Leben auszuhauchen. Ein greller Blitz durchzog ihre Wahrnehmung. Die Bilder veränderten sich. Wechselten von Toten zu einer Kinderkrippe. Ein Mann umarmte eine Frau mit Engelsschwingen. Diese Frau trug ein Kind mit sich auf dem Arm. Es quengelte um etwas, aber Hitomi konnte nicht sehen um was. Der Mann nahm die Hände zurück und strich sich nachdenklich über den Bart. Die andere Hand ruhte auf seinem Schwert. Das Schwert. Es hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit dem das Van geerbt hatte, war aber um einiges länger. Insgesamt bestimmt so lang wie der Mann groß war, also um die 2 Meter. Wie war es möglich solch einen Trumm von einem Schwert zu tragen oder gar zu führen? Hitomi konnte nur ein paar Wörter aufschnappen, bevor sie erneut losgerissen wurde. &quot;Wie nennen wir ihn, Schatz?&quot; &quot;Wie wäre es mit...&quot; Die Stimme verstummte. Wieso sollte sie den Namen desjenigen nicht erfahren? Alles erschien so parallel zu Vans Vergangenheit. Ein Mann in königlicher Kleidung, eine Frau vom Drachengott Volk, und ein Junge in ihren Armen. Alles erschien so wie sie es schon einmal in einer Vision über Van gesehen hatte. Sie wurde erneut mit einem Knall losgerissen. Schreie, nichts als Schreie waren zu hören, Schreie und ein unendlich heißes Feuer. Sie befand sich im Kinderzimmer, im selben Zimmer wie eben auch. Die Frau die zuvor ihr Kind wärmend in den Armen hielt saß zusammengekauert in einer der Ecken. Sie schrie kurz auf, als die Tür eingetreten wurde und ein Jugendlicher, nicht viel älter als 13 oder 14 eintrat. Er trug ein Schwert in seiner Hand, dasselbe Schwert das der Vater des Kindes trug. Die Frau zuckte beim Anblick des Jungen noch tiefer in sich zusammen. &quot;Warum?&quot; Fragte sie, doch erhielt keine Antwort. Der Junge starrte nur auf sie nieder und näherte sich Schritt für Schritt, das Schwert fest im Griff. Ein kleiner Junge der ein solches Schwert tragen konnte. &quot;Warum? Sag es mir...&quot; Der Kleine blieb vor ihr stehen, und setzte zum Schlag an. Hitomi spürte das sich die Vision gleich auflösen wurde, alles verschwamm. Das letzte was sie mitbekam war ein schmerzerfüllter Schrei der Mutter, die letzten Worte des Jungen und Schwingen, Engelsflügel, schwarz wie die Nacht.<br />
&quot;Weil es mein Schicksal ist...&quot; Endlos hallten diese letzten Worte in Hitomis Kopf wieder. Sie drehte sich im Schlaf immer wieder um, schwitzte am ganzen Körper. Sie schlug ihre Augen auf. &quot;Was war das?&quot; Sie musste erst einmal verschnaufen. Seit Gaia hatte sie keine solch starken Visionen mehr gehabt. &quot;Das kann ja nur bedeuten... War es die Vergangenheit die ich gesehen habe? Oder die Zukunft?&quot; Hitomi war nicht fähig einen klaren Kopf zu fassen. &quot;Gaia ist in Gefahr, es gibt keine andere Erklärung...&quot; Sie öffnete das Fenster. Die Luft im Raum war inzwischen stickig und verbraucht durch das heftige Atmen, und eine frische Brise war immer gut um den Kopf zu bereinigen. &quot;Van...&quot; In Gedanken an die schwarzen Schwingen fiel ihr auf Anhieb nur der letzte Überlebende dieses Volkes ein. Es gab so viele Parallelen zwischen ihm und der Person im Traum, wenn auch nur in der einen Sequenz. Sie fuhr sich durch die Haare. Etwas hatte sich in ihnen verfangen, nein, sogar 2 Dinge wie sehr schnell festgestellt wurde. Nach einiger Zeit des Haare Durchkämmens hielt Hitomi schließlich die beiden Störenfriede in der Hand, 2 Federn, eine schwarz, die andere weiß. &quot;Van... Aber, was soll die schwarze Feder? Moment, schwarze Federn, der Raabe, Zeichen des Todes... Ein Vorbote...&quot; Ihr wissen über die Taro-Karten kam ihr zugute, für irgendetwas war es eben doch zu gebrauchen, sogar wenn man lange damit aufgehört hatte.<br />
&quot;Van...&quot; Die Feder hatte Erinnerungen in ihr geweckt die sie eigentlich hinter sich gelassen hatte. Das kurzhaarige Mädchen begutachtete den Mond, stellte sich vor wie es war in Vans Nähe zu sein. Gaia schien in Gefahr, Van dann wahrscheinlich auch, aber was konnte sie tun? Sie würde gerne wieder hinüber gleiten und alle wieder sehen, aber es gab auch vieles was sie davon abhielt. Hatte sie nicht mit dieser Welt abgeschlossen?<br />
Eine winzige Träne der Hilflosigkeit bahnte sich ihren Weg die Wangen herunter und wurde sanft vom Wind fort getragen. Der Wind, ein ewiges Flüstern, doch irgendwie glaubte Hitomi Vans Stimme herauszuhören. &quot;Weine nicht... Du entscheidest was du tust, du hast dein Schicksal in der Hand, mit jeder Entscheidung...&quot; Es mochte vielleicht Einbildung gewesen sein, doch sah sie sein Bild deutlich vor sich, wie er mit seinen Flügeln vor ihrem Zimmer im matten Licht des Vollmonds schwebte und ihr die Hand reichte. Hitomi zwinkerte, und er war verschwunden, doch mit ihm alle Zweifel. Sie wusste was zu tun war, und was sie für Richtig hielt.<br />
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&quot;Gaia, ich komme!&quot;<br />
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Sie sprang geradezu vom Fensterbrett zurück in ihr heimisches Zimmer, spurtete zum Kleiderschrank, riss einen Rucksack heraus und stopfte ihn mit allerlei Zeugs voll, bis nichts mehr hineingehen wollte. Kleidung, Stifte, ein uraltes Tagebuch das sie eigentlich seit dem 7. Lebensjahr nicht mehr führte. Ein Datum das mit dem legen von Taro-Karten einherging. Es war schließlich derselbe Tag gewesen, als sie es aufgab alles hineinzuschreiben. Nun hatte sie wieder eine Verwendung dafür gefunden. Sie wollte alles was sie in Gaia erlebte festhalten, vielleicht auch ein paar ihrer Visionen. Eine alte Schachtel Kekse die schon ewig herumgammelte wanderte ebenso zum bunten Gemenge wie eine Schachtel Streichhölzer und ein Kompass, von welchem sie sich erhoffte auch auf Gaia zu funktionieren. Woher sollte sie wissen ob es dort auch Elektromagnetische Felder gab die die Nadel leiten konnten. &quot;So, dass müsste reichen...&quot; Stellte Hitomi schließlich mit sich selbst zufrieden fest, schnürte den Rucksack zu und warf ihn sich schwungvoll über den Rücken. Blieb nur noch ein entscheidender Faktor zu regeln.<br />
&quot;Wie soll ich überhaupt nach Gaia kommen? Van hat ja meinen, oh nein!&quot; Es war schon ein gutes Stück Beherrschung nötig um nicht die Eltern durch den Aufschrei zu wecken. Es gab sicherlich eine Lösung, wenn sie sich doch nur erinnern konnte. Augenblicklich kam ihr nur ein bestimmter Ort in die Sinne, ein Ort der sie schon einmal nach Gaia katapultiert hatte. Vorsichtig öffnete sie die Tür ihres Zimmers und löschte das Licht. Unauffällig machte sich ein Menschgroßer Schatten im Haus der Kanzakis zu schaffen, schlich durch den Flur nach unten in die Küche, wo er ein kleines Lichtchen anknipste, etwas auf einen Zettel schrieb und sich letztendlich zur Haustür hinaus verabschiedete. &quot;Lebt wohl...&quot; Konnte man es noch flüstern hören, bevor Hitomi loslief, mit einem bestimmten Ziel. &quot;Auf zum Sportplatz!&quot;<br />
Sie lief und lief, gut wissend das ja noch ein guter Teil an Kraft für die Reise nach Gaia selbst gebraucht wurde. Die Zeit in ihrem Zimmer war unter Einfluss der Vision schneller vergangen als es ihr lieb war, denn schon begannen sich die ersten Sonnenstrahlen am Horizont abzuzeichnen, welche dann mehr und mehr an Stärke und Intensität zunahmen um zart die Wipfel der Tau besetzten Bäume zu streichen und alles in ein wohliges Licht zu hüllen, dass einem Abschied und einem Aufbruch mehr als nur gerecht wurde. Der Tau tropfte leicht von den Blättern und wässerte die Blumen darunter, als sich das junge und gleichermaßen entschlossene Mädchen an der Startbahn in Stellung brachte, um sich noch ein Mal umzudrehen und Lebewohl zu sagen, zu allem was ihr auf diesem Planeten noch geblieben oder auch nur halbwegs liebgeworden war.<br />
Sie ging in die Hocke, holte Luft und sprintete los, die Sekundenzahlen immer im Hinterkopf aufzählend. &quot;1, 2, 3...&quot; Noch geschah nichts, bis auf die Tatsache das sie von einigen Vögeln aufgrund der Morgendlichen Ruhestörung empört angeschielt wurde. &quot;4... 5...&quot; Hitomi legte an Kraft in den Schritten und an Entschlossenheit zu, nicht mehr lange dann würde sie sich in Gaia befinden, hoffentlich, aber man