Fanfic: Auf der Suche nach der Wahrheit (komplett)

Chapter: Auf der Suche nach der Wahrheit (komplett)

Ich weiß ich war schon ewig nicht mehr hier, doch dann bin ich an meinem Computer auf meine unvollständige Fanfic gestoßen und habe sie zu Ende gebracht. Ich weiß nicht, ob das hier überhaupt noch einer liest, aber egal, ihr habt eine Geschichte mit Ende verdient ^^. Also noch viel Spaß beim lesen!<br />
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Ranma<br />
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Auf der Suche nach der Wahrheit<br />
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Die ersten roten und goldenen Blätter fielen von den Bäumen und wurden von einem Windhauch fortgetragen. Sie schwebten über die Landschaft des Stadtteils Nerima, bevor sie sich ihren Weg zum Erdboden suchten. Es war diese Zeit in der es draußen langsam kühl wurde und der Wind durch die Baumwipfel säuselte. Diese Jahreszeit schien wie geschaffen für junge Pärchen, die man öfters alleine spazieren gehen sehen konnte.<br />
Außer vielleicht eines...<br />
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„Was soll das heißen, mein Essen ist ungenießbar???“<br />
„Na, dass ich wahrscheinlich noch tot umfalle, bevor ich fertig bin mit dem Essen!!“<br />
„Du hast doch noch gar nicht probiert!!“<br />
„Das brauche ich auch nicht! Jeder weiß doch, dass du nicht kochen kannst!“<br />
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Die beiden Streithähne waren niemand anderes als Ranma und Akane, die sich, wie so oft, mal wieder in die Haare gekriegt hatten. Diesmal ging es um Akanes Kochkünste, die bekanntlich natürlich wirklich besonders grandios sind...<br />
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„Ich hasse dich Ranma! Wie wärs, wenn du erst mal kostest, bevor du mich hier so beschimpfst?“<br />
„Ich habe nun mal keine Lust hier abzukratzen! Warum musste Kasumi auch ausgerechnet krank werden? Nun muss ich diesen Fraß wohl noch eine ganze Weile ertragen! Wenn ich nicht vorher dran krepiere!“<br />
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Akane lief immer roter an. Es war deutlich zu sehen, dass sie sich nur noch mit Mühe beherrschen konnte und kurz vor einem Wutausbruch stand. Sie hatte sich doch wirklich Mühe gegeben! Kasumi hatte eine so schlimme Grippe bekommen, dass sie jetzt im Bett liegen musste, doch was konnte Akane denn dafür, dass sie nun mal die einzige war, die wenigstens ein bisschen etwas vom Kochen verstand??? Wenn sie auch zugeben musste, dass sie keine Meisterköchin war, so wie Kasumi...<br />
Doch so schlimm, wie Ranma es immer behauptete war ihr Essen doch nun wirklich nicht..., oder?<br />
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„Und außerdem: Eher faste ich, solange wie Kasumi nicht wieder auf den Beinen ist, bevor ich mich dazu durchringe dein missglücktes Futter zu essen!“<br />
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Das war zu viel für sie! Akane holte ihren Holzhammer heraus und verpasste Ranma einen ordentlichen Schlag. Dieser sah einen Moment lang nur Sternchen, kam aber nach kurzer Zeit wieder zu sich. <br />
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„Was sollte denn das, du Machoweib? Warum muss ich unbedingt das brutalste Mädchen der Stadt zur Verlobten haben?“<br />
Akane stiegen Tränen des Zorns in die Augen, die nun wutentbrannt aufblitzten.<br />
Ranma sah das und da er wusste, dass sie in diesem Zustand zu allem fähig war, zog er es vor sich lieber dünn zu machen.<br />
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„Äh, Akane, also ich...“<br />
„Wenn du mein Essen nicht haben willst, dann scher dich doch zum Teufel und sieh zu, woher du was bekommst!!!!“<br />
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Ranma ergriff schlagartig die Flucht, doch blieb er noch kurz in der Tür stehen. <br />
„Weißt du was? Ich...“<br />
Weiter kam er nicht, schon hatte er eine Bratpfanne im Gesicht. Akane hatte sie kurzerhand vom Herd genommen und nach im geworfen. <br />
Langsam rutschte sie von Ranmas Gesicht herunter und fiel mit einem lauten &lt;Klong&gt; auf den Boden.<br />
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Ranma sah, dass es wohl besser war jetzt nichts mehr zu sagen und machte auf der Stelle kehrt. Er verließ das Grundstück der Tendos und beschloss in ein naheliegendes Waldstück zu gehen. Er musste sich erst einmal abreagieren.<br />
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Akane stand währenddessen immer noch in ihrer Wurfposition da. Vor Wut atmete sie schnell und war knallrot im Gesicht. Doch langsam beruhigte sie sich wieder und machte sich daran, weiter zu kochen. Ihre Gedanken kreisten um Ranma. Warum musste er sie bloß jedes Mal beleidigen, wenn er sie sah? Dabei hatte sie sich diesmal wirklich angestrengt etwas leckeres zu zaubern.<br />
*Ranma, du verdammter Idiot!!!!* <br />
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Plötzlich wurden ihre Augen traurig und gedankenverloren stocherte sie in der Gemüsesuppe herum. <br />
Warum? Was hatte sie ihm denn getan, dass er sie so verletzen musste? Wusste er denn nicht, wie weh es ihr jedes Mal tat, wenn er sich mit ihr stritt? <br />
Akane tauchte ihren Kochlöffel in die Suppe um zu kosten. Kurz darauf fiel sie fast in Ohnmacht und ihr Gesicht verzehrte sich. <br />
*Verdammt noch mal! Ranma hatte Recht. Es ist wirklich ungenießbar!*<br />
Angewidert ließ sie den Löffel zurück in den Topf sinken und seufzte laut. Sie hatte es schon wieder vermasselt! Warum schaffte sie es nicht ein einziges Mal, etwas richtig zu machen.<br />
Akane kämpfte mit den Tränen, doch dann fasste sie sich wieder. Sie durfte nicht aufgeben! Dann würde sie sich eben einen Rat von Kasumi holen, wenn diese schon nicht kochen konnte. Irgendwann musste es doch gelingen! Wenigstens einmal!<br />
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Währenddessen bei Ranma:<br />
„Verdammt noch mal! Wieso habe ich schon wieder so übertreiben müssen? Ich wollte sie doch nicht so verletzen!“<br />
Er schlug hart auf einen Baum ein, der schon eine sichtbare Delle hatte. Er kannte keine andere Art sich abzureagieren als so. <br />
Er war wütend, wütend auf sich selbst. Immer musste er Akane beschimpfen. Das wollte er doch gar nicht, es passierte einfach so! <br />
„Warum...bin...ich...nur...so...ein...Idiot!??“<br />
Bei jedem Wort verpasste er dem Baum eine heftigen Schlag, sodass der schon ziemlich mitgenommen aussah.<br />
„Verdammt!“<br />
Jetzt hatte er so kräftig zugeschlagen, dass der Baum langsam nachgab und zur Seite umkippte. <br />
Ranma stellte sich aufrecht hin und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Diese Übung hatte ihn mächtig geschlaucht, doch er war noch nicht bereit jetzt zurück zu gehen. Statt dessen streifte er durch den Wald und suchte nach einem neuen Platz zum trainieren. Er kletterte auf einen Baum und ließ sich den Wind ins Gesicht wehen. Es tat gut diese Frische zu spüren. Ranma schloss die Augen und genoss es dort oben zu sitzen und auf die Geräusche des Waldes zu lauschen. <br />
Unwillkürlich kam ihm wieder die Szene von vorhin in den Sinn. Akane hatte schon Recht gehabt...<br />
Vielleicht war er wirklich ein wenig voreilig mit seinem Urteil gewesen. Obwohl...<br />
Eigentlich hatte sie es noch nie hingekriegt etwas zu kochen, das wenigstens einigermaßen nach etwas schmeckte. <br />
Ranma musste bei diesem Gedanken grinsen. Er konnte es sich absolut nicht vorstellen, dass Akane etwas gemacht hatte, dass man essen konnte.<br />
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Ein kalter Windhauch ließ Ranma frösteln. Es wurde schon dunkel, früher oder später würde er sowieso nach Hause gehen müssen. Seufzend machte er sich schon einmal auf ein Donnerwetter gefasst, als er sich akrobatisch von dem Ast schwang, doch...<br />
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...dabei griff er einen ziemlich dünnen Zweig, der unter seinem Gewicht zerbrach. Ranma versuchte sich schnell an einem anderen Ast festzuhalten, doch so schnell konnte er keinen mehr erreichen. Verzweifelt kämpfte er um sein Gleichgewicht und ruderte wild mit dem Arm. Doch vergeblich.<br />
Ranma verlor seinen Halt und stürzte von dem Baum, der eine beachtliche Höhe hatte. Unsanft landete er auf dem moosigen Waldboden, wobei er sich seinen Kopf an einem harten, spitzen Stein stieß.<br />
Er sah noch, wie sich die Welt um ihn drehte, bevor es ihm schwarz vor Augen wurde.<br />
Einige Blätter fielen auf ihn herab, als wollten sie ihn sanft zudecken, im nächsten Moment war er schon bewusstlos.<br />
Der Himmel wurde zusehends düsterer...<br />
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Akane stand oben am Fenster ihres Zimmers und war tief in Gedanken versunken. Da es schon fast Nacht war, hatte sie ihren Pyjama an und ihre plüschigen Pantoffeln. <br />
Nachdem Ranma vorhin verschwunden war, hatte sie noch ein paar Kochversuche gemacht, bevor sich die ganze Familie etwas über Telefon bestellt hatte...<br />
Akane war zwar immer noch sauer auf ihn, aber irgendwie machte sie sich doch Sorgen darüber, dass er nicht zurückgekommen war. So eingeschnappt konnte er doch gar nicht gewesen sein!<br />
Kurz noch überlegte sie, ob Ranma nicht etwas passiert sein könnte...<br />
Doch dann überkam Akane ein grimmiger Gesichtsausdruck. Ihr war wieder eingefallen, was er alles gemeines zu ihr gesagt hatte. Eigentlich konnte es ihr doch vollkommen egal sein, wo sich dieser Trottel rumtrieb! Wahrscheinlich war er bloß wieder bei seiner Ukyo und ließ sich von ihr mit ihrem Okonomiyaki füttern.<br />
„Ranma, du bist so ein Idiot...“ flüsterte sie. <br />
Seufzend drehte sie sich vom Fenster weg und stieg in ihr Bett. Sie zog sich die Decke bis zum Hals hoch und genoss die angenehme Wärme. So eingekuschelt schloss sie die Augen und schlief ein, doch nicht so beruhigt, wie sie es gerne gehabt hätte. Auch wenn sie es nicht zugab, Ranmas Verschwinden war ihr doch nicht ganz so gleichgültig...<br />
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Ranma befand sich immer noch am Fuße des Baumes, von dem er gestürzt war, halb überschüttet von den goldgelben Blättern des Waldes. Die Sterne schienen auf ihn herab und der Mond war heute besonders rund. Regungslos lag Ranma da. <br />
Doch langsam rührte er sich und stützte sich auf die Ellenbogen. Vorsichtig öffnete er die Augen und rieb sich mit einer Hand die schmerzende Beule an seinem Hinterkopf, die er sich bei seinem Absturz zugezogen hatte. <br />
Als er wieder einigermaßen zu sich gekommen war, blickte er sich genauer in seiner Umgebung um und...<br />
...musste entsetzt feststellen, dass er keine Ahnung hatte wo er war!<br