Fanfic: Auf der Suche nach der Wahrheit (komplett)
sinnlosen Aktionen. <br />
Doch als sie bemerkte, dass Nabiki ihren besorgten Gesichtsausdruck mitbekommen hatte, setzte sie eine gekünstelte Gleichgültigkeit auf, da sie nichts falsches denken sollte.<br />
„Ach was weiß ich? Wenn der Kerl sich beleidigt verzieht, ist das doch nicht mein Problem! Der soll doch bleiben wo der Pfeffer wächst!“<br />
Doch so egal, wie sie tat, war es ihr nicht. Aber nichts und niemand würde sie dazu bringen dies zuzugeben...<br />
<br />
<br />
Ranma schreckte aus seinem Schlaf hoch. Er war schweißgebadet und sein Puls raste, da er gerade einen Alptraum gehabt hatte. Tief durchatmend beruhigte er sich wieder und blickte sich mit verklärtem Blick um. <br />
Ach richtig! Er war ja von dieser merkwürdigen Frau gefunden und hier her gebracht worden. <br />
Als er sich langsam im Bett hinsetzte, musste er feststellen, dass sein Magen knurrte. Er sah zur Seite und entdeckte dort das, was er erwartet hatte: Das Tablett mit dem Essen stand noch da.<br />
Hungrig nahm er es auf seinen Schoß und aß gierig. Er hatte einen riesigen Appetit, also ließ er nicht das kleinste Krümelchen übrig. Dann griff er zu der Teetasse, doch da diese schon kalt geworden war, stellte er sie zurück. <br />
Es war ihm nicht mehr so schwindlig wie vorher, obwohl er immer noch sichtbar Fieber hatte, also beschloss er aufzustehen. Vorsichtig setzte er einen Fuß nach dem anderen auf den Boden, wobei er kurz zurückschreckte, da er eiskalt war. Da erblickte er zwei Pantoffeln, die wahrscheinlich für ihn bereit gestellt waren. Dankbar schlüpfte er hinein und richtete sich, wenn auch noch etwas wackelig, auf. Er ging zur Tür und öffnete sie. Neugierig streifte er im Haus umher und kam dann in einen gemütlichen Raum mit Polstermöbeln. Das musste das Wohnzimmer sein. Er inspizierte es interessiert und sah sich auch die Bilder an, die auf dem Kamin standen. Auf den meisten war ein kleines Mädchen zu sehen, das immer lächelte. Auf anderen war sie dann größer und jetzt erkannte Ranma auch, dass es das freundliche Mädchen von vorhin war. Doch ein Bild faszinierte ihn besonders. Auf ihm war ein junges Pärchen zu sehen, das Arm in Arm vor der Kamera posierte. Ein eindeutig glücklicher Ausdruck war auf den Gesichtern der beiden zu sehen. Ranma nahm das Foto in die Hand, irgendwie konnte er den Blick nicht von der jungen Frau wenden, die mit ihren rehbraunen einfach bezaubernd aussah. Es waren diese Augen... Sie erinnerten ihn an jemanden, doch er kam einfach nicht drauf!<br />
„Das sind meine Eltern.“<br />
Ranma erschrak. Er war so in das Bild vertieft gewesen, dass er das nette Mädchen, dass ihn in seinem Zimmer besucht hatte, gar nicht bemerkt hatte. <br />
Hastig stellte er das Foto zurück.<br />
„Oh... ich... entschuldige wenn ich hier so rumschnüffele...“<br />
„Ist schon gut. Ich war grad in deinem Zimmer, doch du warst schon weg, da hab ich dich gesucht.<br />
Großmutters Medizin scheint prächtig zu wirken, wenn du schon wieder auf den Beinen bist.<br />
Sie versteht wirklich etwas davon. Sie hat gesagt, dass sie mit dir reden möchte, wenn du wieder wach bist, kommst du?“<br />
Ranma nickte leicht und folgte ihr. Erst jetzt fiel ihm auf, dass sie sehr hübsch war. Sie war etwas kleiner als er und hatte lange goldfarbene Haare, die wunderschön glänzten. <br />
Sie führte ihn in ein kleines Zimmer, das voller antiker Möbel stand, in dem er auch schon die alte Dame in ihrem Schaukelstuhl sitzen sah.<br />
„Großmutter...“<br />
Diese drehte sich herum und ihr Blick fiel auf den sich neugierig umsehenden Ranma hinter ihrer Enkelin.<br />
„Oh, wie ich sehe geht es dir besser junger Mann, setz dich doch.“<br />
Sie deutete auf einen Stuhl in ihrer Nähe, der genauso alt aussah wie der Rest der Einrichtung.<br />
Nickend kam er näher und setzte sich hin. <br />
Auch das Mädchen griff sich einen Stuhl und nun ergriff die alte Frau das Wort.<br />
„Ich bin doch mächtig gespannt, was du mir erzählen wirst, Junge. Sag doch mal, was du gestern da draußen gesucht hast und wer bist du überhaupt?“<br />
Ranma sah verlegen zu Boden. Wo sollte er denn anfangen?<br />
Die beiden anderen blickten ihn erwartungsvoll an. Ranma atmete einmal tief durch und begann dann zu erzählen.<br />
„Also, ich... ich kann ihnen leider nicht sagen, wer ich bin, da ich mich an nichts erinnere, was länger als einen Tag zurückliegt. Ich bin in diesem Wald hier aufgewacht und hatte eine dicke Beule am Kopf, ich denke ich bin gestürzt, aber ich weiß es nicht...<br />
Es war schon dunkel und ich... habe nach jemanden gesucht, der mir helfen könnte, und dann... bin ich eben auf dieses Dorf hier gestoßen. Es tut mir leid, aber an mehr kann ich mich nicht erinnern...“<br />
Für einen Moment herrschte eine quälende Stille in dem Raum, die alte Frau sah ihn schweigend an und nickte dann nur.<br />
„Ich sehe, das ist wohl ein Problem. Aber keine Sorge, wir werden dir helfen, versprochen.<br />
Achso, falls du es gestern nicht ganz mitbekommen hast, ich bin Naoko Takamatsu und das neben mir ist meine Enkelin Arina.“<br />
Ranma sah beide dankbar an. Dann fing Arina an etwas zu sagen.<br />
„Also ich weiß, das ist jetzt vielleicht eine dumme Frage, aber... wie sollen wir dich denn nennen? Ich meine wir können ja schlecht immer nur ´Heh, du da!´ sagen, oder?“<br />
„Da hat sie allerdings Recht.“ Murmelte Naoko und dachte kurz nach. <br />
„Wie wär’s denn mit Kenji? Ich finde der Name passt zu dir.“<br />
Ranma spürte, dass es ganz bestimmt nicht sein Name war, doch er wollte nicht unhöflich sein.<br />
„Ja, das finde ich auch. Vielen Dank!“<br />
„Und du kannst dich wirklich an rein gar nichts mehr erinnern?“<br />
Ranma sah Arina an, die daraufhin leicht rot anlief.<br />
Eine tiefe Trauer spiegelt sich in seinem Gesicht wieder.<br />
„Nein, an nichts...“<br />
„Na ja, du bleibst erst mal bei uns, schließlich bist du noch nicht ganz fit, und dann sehen wir weiter!“<br />
mischte sich Naoko dazwischen. <br />
„Ja und ich werde auch da bleiben, schließlich habe ich ja Ferien.“<br />
„Das ist sehr nett von euch, danke...“<br />
<br />
<br />
<br />
Akane huschte nervös von einem Zimmer ins andere. Ranma war noch nicht zurück, dabei war es jetzt schon 3 Uhr Nachmittag!<br />
Die ganze Sache bereitete ihr einige Sorgen. Na gut, sie hatten sich gestritten, aber das taten sie doch ständig und bis jetzt hatte er noch nie so extrem reagiert. Wie kam es, dass er so einfach davonlief, es passte einfach nicht zu ihm!<br />
Es sei denn...<br />
Bei dem Gedanken blieb Akane für kurze Zeit das Herz stehen. Aber es wäre doch möglich. Vielleicht war ihm etwas zugestoßen und...<br />
Doch sie verdrängte diese Idee schnell wieder, schließlich machte sie sich damit nur unnötig verrückt.<br />
... Oder?<br />
<br />
<br />
Ranma lag ausgestreckt auf dem Fußboden ‚seines’ Zimmers und starrte an die Decke. Er befand sich schon seit einiger Zeit in dieser Position, die Arme hinter seinem Kopf verschränkt und einfach nur vor sich hin träumend. Naoko hatte ihn noch eine ganze Weile ausgehorcht, aber er hatte ihr nichts weiteres erzählen können. Er war mächtig genervt gewesen immer wieder die gleichen Fragen mit den gleichen Antworten zu beantworten und Naoko schien dies auch gemerkt zu haben, daher hatte sie damit aufgehört. <br />
Ranma schloss die Augen und ging einfach nur seinen Gedanken nach. <br />
Er bemerkte Arina nicht, die ihm durch den Türspalt Blicke zuwarf und verstohlen musterte, wobei sie leicht rosa anlief.<br />
<br />
Bei den Tendos:<br />
Eine beklemmende Stille umfing das Haus, es fehlte einfach etwas, ... oder jemand.<br />
Erst jetzt wurde klar, dass es die Streitereien von Akane und Ranma waren, die die Familie auf Trab hielten. Ohne sie war es vollkommen ruhig, kein Chaos, kein Geschrei.<br />
Kasumi stand wie üblich in der Küche oder putzte irgendwo, Soun und Genma spielten Schach und Nabiki überlegte, wie sie am besten möglichst viel Geld verdienen konnte.<br />
Akane saß draußen auf dem Dach, ihrem Lieblingsplatz. Sie kam immer hier her, um nachzudenken oder einfach um sich zu entspannen. Doch heute war ihr nicht nach Entspannung zumute. Den ganzen Tag über hatten ihre Gedanken nur um eines gedreht...<br />
Inzwischen war es spät geworden. Der Sonnenuntergang erstrahlte in wunderschönen Rottönen, früher wäre Akane davon begeistert gewesen. Doch im Moment nahm sie es gar nicht wahr. Ihr Blick schweifte in die Ferne, ohne ein bestimmtes Ziel zu haben. Ihre Augen waren leer, ausdruckslos, und ihnen fehlte der natürliche Glanz. <br />
Die letzten Sonnenstrahlen verschwanden am Horizont und ein frischer Wind kam auf. Akane fröstelte es, doch sie beschloss trotzdem noch ein wenig dort zu bleiben, sie wusste selbst nicht genau warum. Vielleicht wollte sie auf ihn warten...<br />
<br />
Ein leises Klopfen riss Ranma aus seinen Tagträumen. Er drehte sich zur Tür um und sah dort Arina mit einem Stapel Sachen stehen.<br />
„Hallo Kenji...“<br />
Ranma rümpfte die Nase. Er war sich 100%ig sicher, dass er nicht so hieß, doch was sollte er machen? Arina kam auf ihn zu und setzte sich neben ihn auf den Boden.<br />
„Großmutter meinte, ich soll dir ein paar Klamotten zum Wechseln bringen. Schließlich kannst du ja nicht immer nur das selbe anziehen.“<br />
Ranma sah an sich herunter. Sie hatte Recht! Seine Sachen waren schmutzig und rochen nicht gerade umwerfend.<br />
„Sie haben mal meinem Vater gehört, aber du müsstest ungefähr seine Größe haben.“<br />
„Brauch er sie denn nicht mehr?“<br />
Ranma sah, wie sich der Ausdruck in Arinas Augen plötzlich veränderte. Sie sah traurig aus.<br />
„Nein... er... er ist tot...“<br />
Ranma erschrak. Er hatte genau das Falsche gesagt! <br />
„Oh, ich... es