Fanfic: Animus viam monstrat 12 (Bey Blade)

hast? Und dieses Licht hat mit dir gesprochen? Frage ich ihn und sehe ihn verunsichert an. Ich muss es jetzt wissen. Diese Frage brennt mir schon seit vorhin auf der Zunge. Ich muss es endlich wissen. Ich zweifle ja schon jetzt an meinem Verstand. Ich zweifle ja jetzt schon an mir!<br />
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Seine Augen weiten sich und er sieht mich erschrocken an.<br />
Na, ja weißt du, ich war nicht ganz ehrlich zu dir...damals...als ich da umgekippt bin...na ja...da ist mir dieses Licht begegnet...es hat mit mir gesprochen und irgendetwas von wegen, Hilfe und Vertrauen und so einen Scheiß gequatscht. Ich habe dieses Licht berührt und bin dann ohnmächtig geworden. Ich bin dem Kopf gegen einen Stein geknallt und dann bewusstlos geworden. Ich wollte zuerst niemandem etwas sagen. Ich hatte Angst ihr würdet mich alle für verrückt halten. Aber ich habe dieses Licht schon zweimal gesehen. Einmal, in der ersten Nacht im Lager. Da habe ich Jenny aufgeweckt und dann ist dieses Licht wieder verschwunden. Jenny und ich dachten es wäre einfach ein Traum gewesen. Aber....aber da du dieses Licht anscheinend auch gesehen hast....war es kein Traum....weißt du...ich...ich habe Angst....ich weiß nicht...weiß nicht was ich hier soll...warum ich hier bin...weshalb....und wofür....ich bin plötzlich hier gewesen...und die Tatsache dass ich mich so hilflos fühle macht meine Situation auch nicht besser.....eher noch schlimmer....ich hasse das alles so....ich hasse diese Welt....ich hasse dieses Licht und ich hasse mich selbst dafür....ich will wieder nach Hause. Ich will wieder zu meinen Eltern...ich will hier weg...ich habe so furchtbare Angst vor allem....ich fühle mich so hilflos....so ohnmächtig....ich kann nichts tun....ich merke wie ich mich verändere und kann es nicht aufhalten...ich merke wie ich mich selbst kennen lerne und mich selbst finde. Aber das will ich nicht. In meinem Inneren ist soviel vergraben das ich nicht wieder ausgraben will. Und doch mache ich es...und ich kann mich nicht dagegen wehren. Verdammt noch mal!<br />
Mir rinnen heiße Tränen über die Wangen und beginnen langsam zu gefrieren. Ich sehe starr zu Boden. Ich will Kai nicht ansehen. Bestimmt lacht er über meine Dummheit. Aber ich bin bei einem Punkt angelangt an dem ich einfach nicht mehr weiter weiß. Ich bin völlig am Ende. Mit meiner Kraft und auch mit meinem Denken. Ich finde keinen Ausweg. Ich bin völlig fertig. Ich ziehe meine Beine an, schlinge meine Arme darum und vergrabe schluchzend meinen Kopf in meinen Armen. Ich kann einfach nicht mehr. Ich will nicht mehr. Wenn ich jetzt sterben würde, würde es mir nichts ausmachen. Plötzlich spüre ich wie Kai seinen Arm um mich legt. Doch das gibt mir nicht viel Trost. Ich weiß zwar das ich nicht alleine bin, aber auch Kai kann mir in dieser Situation nicht helfen. Ich bin hier, in dieser Gottverdammten Welt. Mit drei fremden Menschen, mit einem Haufen Problemen, mit zu vielen Fragen, einer Wunde am Kopf, mit einem Menschen den ich nicht mag und ich bin mitten in einem Schneesturm. Mir ist kalt, ich friere, spüre meine Beine und Finger nicht mehr und bin knapp davor aufzugeben. Und das schlimmste ist, dass ich keine einzige Antwort auf irgendetwas bekomme. Auf nichts. Und ich habe es endgültig satt. Ich will nicht mehr kämpfen. Will mich nicht mehr abstrampeln. Ich habe keinen Bock mehr auf irgendwas. Ich will nicht mehr streiten, nicht mehr sprechen, nicht mehr weinen, nicht mehr denken. Durch diese ewigen Gedankengänge verschlimmert sich meine Situation immer mehr und mehr. Ich fühle mich wie der Fuchs in der Sackgasse. Nur das mich nicht die Hunde jagen, sondern die Fragen. <br />
Doch plötzlich verwandelt sich meine Verzweiflung in grenzenlose Wut. <br />
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Verdammt noch mal!!!!! Ich will das nicht mehr!!!!! Ich hasse das!!!!! Schreie ich, stehe mit meinen letzten Kräften auf und laufe vor das Minniiglu. <br />
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So und nun hört ihr mir mal zu! Sage ich und schaue nach oben. <br />
Ihr schwafelt da irgendeinen Scheiß, von wegen Hilfe und Warnungen. Wisst ihr wie satt ich das alles habe? Mir steht diese ganze verfluchte Welt bis hier oben hin! Schreie ich und zeige auf meine Stirn. <br />
Ich habe es satt!!!!! Mir ist verdammt kalt, ich spüre meine Beine nicht mehr, geschweige denn meine Finger. Und alles was ihr sagen könnt ist: Ich habe nicht viel Zeit!!!!! Verdammt noch mal!!!!! Langsam aber sicher könnt ihr mich mal kreuzweiße. Ich weiß das ich von zu Hause weg wollte, aber nicht so!!! Und wer gibt euch eigentlich das Recht, mich gegen meinen Willen hier her zu verschleppen???!!!!! Ich habe es satt!!!! Und nur damit ihr es wisst, was ihr auch immer seid, ihr könnt euch meine Hilfe auf ein Blatt Papier aufzeichnen. Ich werde euch sicherlich NICHT helfen. Sucht euch doch einen anderen Vollidiot. Ich bin es nicht mehr!!!!! Und seht ihr das? Ich zeige auf meine Wunde am Kopf. Wisst ihr warum ich diese Wunde habe? Wegen euch!!! Ich könnte euch so was von würgen. Und wehe ihr wagt es, mich noch einmal anzusprechen, dann könnt ihr euch auf was gefasst machen. Und mir ist scheißegal was ihr für Dinger seid. <br />
Ihr habt jetzt zwei Möglichkeiten: Die erste: Ihr sagt mir jetzt endlich was ich hier soll, weshalb ich hier bin und was diese Scheiße eigentlich soll. Oder Möglichkeit Zwei: Ihr lasst mich in Ruhe, kommt nicht mehr zu mir und könnt mich mal kreuzweiße! Aber wenn ihr die zweite Möglichkeit in betracht zieht, dann warne ich euch: Dann werde nämlich ich euch finden und dann werde ich euch so eine Ohrfeige verpassen das sich eure Köpfe zwei mal um die eigene Achse drehen. Das schwöre ich euch. Und jetzt will endlich eine Antwort haben. Ich habe es so satt. Jetzt meldet euch endlich. Das ist kein Spiel mehr, das ist mein Ernst. Überlegt euch was ihr tut. Ich warne euch. Spielt euch nicht mit mir. Ich stehe vor dem Iglu, mein Brustkorb hebt und senkt sich und ich könnte noch viel weiter schreien. Doch ich lasse es als ich Kais Hand auf meiner Schulter spüre. Ich könnte ihn ja anbrüllen, aber das lasse ich dann doch besser sein. <br />
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Habt ihr gehört was sie gesagt hat? Schreit Kai in den Schneesturm. <br />
Ich bin der selben Meinung wie sie. Und jetzt wollen wir endlich eine Antwort haben. Schreit Kai. Gespannt warten wir beide auf irgend was. Eine Antwort, ein Zeichen. Irgendetwas. <br />
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(Talas Sicht)<br />
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Der Schneesturm wird besser. Der Wind ist nicht mehr so hart und auch die Flocken fallen nicht mehr so dicht vom Himmel. Neben mir sitzt Jenny und sieht mich an. Also hat sie dieses Licht auch gesehen. Ich bin mir jetzt ganz sicher das dies hier kein test ist. Selbst Boris würde uns nicht so einer Gefahr aussetzen. Abgesehen davon schafft Boris es nicht so eine Computerwelt zu erschaffen. <br />
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Lass uns weiter in den Wald hineingehen. Vielleicht finden wir dort etwas zu essen. Und wir sind besser geschützt. Sage ich zu Jenny und stehe auf. <br />
Ja okay. Sagt Jenny und hebt sich mühsam in die Höhe. Ich lege schützend meinen Arm um sie und gemeinsam gehen wir tiefer in den Wald hinein.<br />
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Meine Gedanken kreisen um Nini und Kai. Hoffentlich geht es ihnen gut. Was wenn Nini, Kai nicht gefunden hat? Was wenn sie schon aufgegeben hat und irgendwo liegt? Was wenn sie schon längst tot ist? Und Kai? Was ist wenn er sich verirrt hat und seine gesamten Kräfte schon verbraucht hat? Ich weiß das Kai hart im nehmen ist, aber so einen Sturm übersteht er auch nicht unbeschadet. Und er hat ja nur sein Shirt an. Nini hat zwar seinen Mantel, aber eine kurze Hose an. Verdammt! Hätte ich Nini nur aufgehalten. Hätte ich sie an der Hand genommen, dann wären wir jetzt alle zusammen. Was wenn beide nicht mehr am Leben sind? Was dann? Das darf nicht wahr sein. Ich schüttle leicht den Kopf um diese grausigen Gedanken zu vertreiben, doch sie bleiben. Immer größer und größer wird meine Sorge um die beiden. Immer mehr und mehr wird mein herz von diesem Schmerz erfasst. <br />
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Ich kenne Kai schon so lange, und nie habe ich den Mut gefunden, ihm zu sagen wie gern ich ihn habe. Nie habe ich mich getraut ihm zu sagen, dass er mein bester Freund ist. Das er mein Bruder ist. Das er meine Familie ist. Und nun, bereue ich es. Hätte ich es ihm doch nur gesagt. Hätte ich ihm doch gesagt das ich ihn so gerne habe. Das ich Freundschaft für ihn empfinde. Was ist denn so schwer daran, wenn ich ihm gesagt hätte: ich hab dich lieb? Du bist mein bester Freund? Was wäre so schlimm daran gewesen? Warum habe ich es denn nicht getan? Ich könnte vor lauter Wut schreien. Ich könnte weinen. Ich bin so dumm. Wenn Kai und Nini etwas passiert dann bin ich daran Schuld. Hätte ich die beiden doch bloß zurück gehalten. Aber dann wäre Jenny etwas passiert. Verdammt. Ich hasse solche Situationen.<br />
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Und wie geht es Nini? Ist sie noch am Leben? Geht es ihr gut? Verdammt, ich mache mir solche Sorgen um sie. Ich würde es mir nie verzeihen wenn ihr etwas zustößt. Ich bin daran Schuld. Und nur ich alleine. Verdammt. Ich mag Nini sehr gerne. Aber ich weiß nicht was das für ein Gefühl ist. Ist es Liebe? Aber ich dachte immer, bei Liebe hätte man Schmetterlinge im Bauch. Man wäre froh, nur den Menschen ansehen zu dürfen. Aber bei Nini habe ich keine Schmetterlinge im Bauch. Irgendwie liebe ich sie schon. Aber eben nicht so wie man sich liebt. Ich liebe Nini eher so wie Kai. Wie eine Schwester. Ja, Nini ist für mich wie meine kleine Schwester. Wir beide sind uns so ähnlich. Und wenn sie nicht mehr am leben ist? Was dann? Was mache ich dann? Und was ist mit Kai? Ich hasse diese Ungewissheit. Ich halte das nicht aus. Wenn den beiden etwas passiert ist, dann brauche ich auch nicht mehr leben. Ohne die beiden ist mein leben nichts Wert. Mein Leben wäre ohne Kai sinnlos. Und ohne Nini trostlos. Kai ist mein freund und mein engster Vertrauter. Ohne ihn, hätte ich die zeit in