Fanfic: Veränderungen im Leben- Teil 7
sage, wann „Spaß“ an der Reihe ist.“ Der attraktive 17 jährige spukte das Wort Spaß verächtlich aus. „Oh man Kai!“, mischte sich der knuffige Blondschopf ein. „Dann lasst uns jetzt üben! Aber ich möchte auch später an den See! Es ist so schön warm! Nun zieh doch einmal mit und blocke nicht alles ab!“ Max schaute aus großen Augen seinen herrschgewaltigen Freund an. Der guckte nur verbissen, verschränkte die Arme und schloss die Augen. „Ok, Jungs, der große Zampalo möchte das nicht!“ sagte ich betont seufzend. „Dann.....“ Weiter kam ich nicht. <br />
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Ein sehr zorniger Kai stand hastig auf und rief nur noch, dass wir machen sollten, was wir wollten und stampfte hinaus. Ich guckte ihm Kopfschüttelnd nach. „Ist der heute wieder mürrisch drauf.“, seufzte Tyson. „Ja. Aber er hat auch wieder schlecht geschlafen. Er murmelte etwas in der Nacht und wälzte sich oft im Bett.“, sagte der hübsche Ray neben mir. „Ist das öfter so, das er nicht schläft?“, wollte ich wissen. Ray erzählte, dass Kai Alpträume hätte und diese ihn oft keuchend aufwachen ließen. Warum, das beantwortete er mir nicht, da sollte ich Kai selber fragen, sagte er. Als ob ich den noch fragen würde! Der kann mir mal so langsam gestohlen bleiben, dachte ich, noch wütend von dem Streitgespräch grade. „Dann geht jetzt lieber mit Kai trainieren, sonst frisst der euch noch auf. Ich bewege Lola eine Runde. Mal sehen, vielleicht schaffen wir es ja doch noch an den See!“, versuchte ich sie aufzumuntern. Kai war echt hart! Hatte der den nur Training im Kopf? Der kann doch deswegen den anderen nicht alles verbieten! Grummelnd ging ich in den Stall. Es war schon wieder 11.30 Uhr. Ich ritt eine Stunde nur Dressur mit Lola. Sie senkte den Kopf, kaute an ihrem Gebiss, bis es schäumte und arbeitete fleißig. Sie schwang sogar im Rücken mit! Das hieß, dass sie Butterweich wurde und deshalb so eifrig kaute. Das war so ziemlich das erste, was junge Pferde lernen sollten, denn nur so ließen sie sich gut an den Hilfen stehend reiten. Ich war sehr zufrieden mit ihr und klopfte den bemuskelten Hals. Nach dieser Traumstunde ließ ich sie auf die Weide, wo sie sich erst mal ausgiebig wälzte. Gut gelaunt ging ich ins Haus und sprang als erstes unter die Dusche und zog mir wieder meinen Lieblingsrock an. Er saß lässig auf Hüfte und hing anschmiegsam bis zu den Fußknöcheln nieder. Ich war total ausgehungert, wie ich merkte. Ich brauchte nachher unbedingt eine gutes Mittagessen. <br />
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Ich hörte, wie ein Auto auf den Hof vorfuhr und ging nach draußen, Richtung Stallungen.Es war tatsächlich schon der Schmied, Herr Beyer. Er kannte uns und unsere Pferde gut, den er beschlug die Hufe der Pferde auf dem Hof nun schon seit 12 Jahren. Wir begrüßten uns herzlich und ich hielt seinem festen Händedruck stand. „Lyn, dann hole doch schon mal den Gaul und ich heize den Ofen.“, sagte der große, dickliche Mann zu mir. Gaul, dachte ich verschmitzt, dass sagt er immer, dabei liebte er die Viecher genau wie ich. Ich glaube, sobald Khon den Wagen sah, das Feuer roch und ich ihn in dessen Nähe brachte, wusste er, was auf ihn zukam. Er verdrehte die Augen und schnaubte. Aus dem Garten kamen die fünf Burschen herangeschlendert. Kai hielt Abstand, tat desinteressiert, aber ich merkte, dass auch er sehen wollte, was nun mit dem Huf passierte. Leger lehnte er sich an die Mauer, winkelte ein Bein an und verschränkte die Arme vor der Brust. Ich kannte das Prozedere des Beschlagens ja nun schon und ging an den Kopf des Pferdes, um ihn zu streicheln und zu beruhigen. <br />
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Als er das heiße Eisen im kalten Wasser zischen hörte, war es für ihn vorbei. Er riss den Kopf hoch, ging rückwärts, zerrte am Strick. Ich hatte Angst, dass das Halfter reißen würde und er durch den Hof läuft, auf die Straße zu. Ich schrie Max zu, er solle die Hoffahrt verschließen. Der blonde Latzhosenträger tat, wie ihm geheißen und flitzte zum Tor. Die anderen standen angespannt da und guckten uns zu. Als der Schmied das Eisen auf den Huf setzte, der zwischen seinen Schenkeln klemmte und es zischte und nach verbrannten Horn roch, schlug Khon mit dem anderen Bein aus. Der Schmid ließ los und sprang beiseite. Ich seufzte. „Musste das auch jetzt sein?“, schimpfte ich. „Sonst hilft uns ja meine Mutter noch mit und ich kann ebenfalls das Bein mit festhalten, aber jetzt? Jetzt wird’s echt problematisch!“ „Na, nun mache dir mal nicht so viele Gedanken!“, befahl Herr Beyer mir in ruhigem Ton. „Das kriegen wir schon hin Mädchen. Komm du doch mal hier her und halte sein Bein auch fest. Oder stemme dich gegen sein Hinterteil, dann wird’s für ihn schwerer, zu buckeln oder zu keilen.“ Ich stellte mich dahinter, ganz dicht hinter dem Hengst und hielt ebenfalls den Huf hoch. Tatsächlich schafften wir es so, das Eisen aufzulegen. Der Schmied nagelte das Eisen schon an den Huf fest und ich glaubte die Situation sicher und ging einen Schritt weg, damit ich nicht mehr direkt hinter dem Schweif des Pferdes hang. Er wirkte nun nicht mehr so nervös, wie beim Anblick des glühenden Eisens. <br />
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Das dies ein Irrtum war, bekam ich am eigenen Leib zu spüren. <br />
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Was könnte mit Lyn passieren? Warum wehrt sich Kai so gegen etwas Freizeitgestaltung?<br />
Dies erfahrt ihr im nächsten Teil!^^<br />
Bis dann!