Fanfic: Der Einsteiger 02 - Teil 3

welcher wie in Trance
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immer wieder über sein Haupt fühlte. Statt dessen wandte er sich an Ranma, der
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sich inzwischen etwas beruhigt hatte.
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Wirt: &quot;Ihr müßt wissen, beim kochen der Suppe habe ich eine spezielle Zutat
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verwendet: den Bart des Drachen. Einem kahlen Mann wie deinem
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Vater läßt sie das Haar wieder sprießen. Hat man jedoch noch Haare,
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widerfährt einem ein schreckliches Schicksal.&quot;
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Ranma konnte nur zustimmend nicken, er erinnerte sich noch sehr gut an sein
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eigenes Schicksal.
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Inzwischen hatte Genma in die Realität zurückgefunden. Er begann wie wild
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durch den Raum zu springen und nahm schließlich den Wirt in die Arme und
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wirbelte ihn herum.
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Genma: &quot;Hurra, ich habe Haar! Hurra, ich habe Haar!&quot;
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Ranma: &quot;Pop, beruhig dich. Es sind doch nur Haare. Und laß den armen Kerl los,
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du bringst ihn ja um.&quot;
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Genma sah den Wirt an, welcher schon ganz grün im Gesicht geworden war. Er
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setzte ihn zu Boden und wandte sich Ranma zu.
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Genma: &quot;Nur Haare? NUR Haare? Junge, weißt du was das für ein Gefühl ist,
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Haare auf dem Kopf zu haben?&quot;
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Ranma: &quot;Ja, ich hab jeden Tag welche auf meinem.&quot;
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Genma: (ignoriert Ranma)&quot;Ich werde nie wieder kahl sein. Nie wieder! Ich bin
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gespannt, was Nodo ... ähm, was mein guter Freund Tendo sagen wird.&quot;
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Wirt: &quot;Es tut mir leid ihre Freude trüben zu müssen, aber der Ausdruck nie
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ist nicht ganz zutreffend.&quot;
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Im Bruchteil einer Sekunde war Genma beim Wirt, so nah das sich ihre
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Nasenspitzen fast berührten, und packte ihn am Kragen.
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Genma: &quot;Was! heißt! das?!&quot;
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Wirt: &quot; ~röchel, röchel~ &quot;
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Genma: &quot;Ich hab gefragt was sie damit sagen wollen.&quot;
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Ranma: &quot;Pop, ohne Luft kann er nicht reden.&quot;
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Genma ließ den Wirt los. Dieser zog sein Hemd wieder zurecht und ging
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vorsichtshalber einen Schritt zurück.
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Wirt: &quot;Die Wirkung des Drachenbartes ist leider nicht dauerhaft. Er läßt zwar
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ihr Haar sprießen, und falls es abgeschnitten wird auch sofort wieder
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nachwachsen, aber nach ca. acht Monaten ist die Wirkung vorbei.&quot;
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(Anm.d.Autors: Ihr erinnert euch? Als Ranma seinen Drachenbart verloren hatte
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hörte sein Haar auch plötzlich zu wachsen auf. Weil die Wirkung vorbei war.)
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Genma: &quot;Gibt es irgendeinen Weg, irgendeinen, um mein Haar dauerhaft zu
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behalten?&quot;
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Wirt: &quot;Die einige Möglichkeit, die ihr habt, wäre nach acht Monaten wieder
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einen Teller Drachenbartsuppe zu essen.&quot;
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Genma wurde mit einem Mal nachdenklich. Dann hellte sich seine Miene wieder
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auf. Er schlug dem Wirt kameradschaftlich auf den Rücken.
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Genma: &quot;Nun, guter Mann, es macht euch dann sicher nichts aus, wenn ich euch
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in acht Monaten noch einmal besuchen komme, um einen Teller eurer
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köstlichen Suppe zu essen?&quot;
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Wirt: &quot;Nein, beehrt mich ruhig wieder.&quot; ^Nur nicht so bald.^
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Genma: &quot;Also dann, wir haben noch einen weiten Weg vor uns.&quot;
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Sprachs, nahm seinen Rucksack, und war aus der Tür.
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Der Wirt und Ranma sahen sich überrascht an. Der Wirt warf ihm einen
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fragenden Blick zu, den Ranma mit einem Achselzucken beantwortete. Dann
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beeilte er sich, Genma einzuholen.
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Nachdem sie ein Stück Weg zurückgelegt hatten, sprach Ranma seinen Vater
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darauf an.
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Ranma: &quot;Was hast du es denn eben so eilig gehabt?&quot;
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Genma grinste und zog den Drachenbart aus seinem Gi. &quot;Ich wollte nicht
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erwischt werden. Die berühmte Saotome Schulterklopf-und-Klau Technik.&quot;
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Ranma: &quot;Pops, du bist unmöglich.&quot;
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Genma steckte den Bart wieder ein und holte sein Kopftuch hervor, welches er
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sich auf den Kopf band.
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Ranma: &quot;Ich fass es nicht. Zuerst macht du so ein Tam-Tam um deine neuen
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Haare, und jetzt setzt du dein Tuch wieder auf. Was soll denn das?&quot;
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Genma: (beiläufig)&quot;Nur weil ich Haare habe muß ich doch nicht meine
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Gewohnheiten ändern.&quot;
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Ranma schlug fassungslos die Hand vor die Stirn und schüttelte mit dem Kopf.
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Jeremy-chan´s Training wurde intensiver. Durch Parfüms Anweisungen lernte
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sie, mit Hilfe von Akkupressur die Energie ihrer Körpermeridiane besser
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fließen zu lassen. Bald war sie in der Lage, auch ohne Shiatsu ihr Ki zu
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bündeln. Sichtbare Effekte gab es zwar keine, aber durch ihre neue Fähigkeit
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hatte Jeremy-chan große Fortschritte bei ihrem Training mit Parfüm gemacht.
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Wenn sie ihr Ki einsetzte waren ihre Reaktionen etwas schneller, sie war
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fast so stark wie sie es als Junge gewohnt war, und sie konnte erheblich
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mehr Schläge einstecken. Comb war sehr zufrieden mit den Fortschritten von
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ihr (und Parfüm als Sensei), und Jeremy-chan hatte das Gefühl, in der Oma
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eine Freundin gefunden zu haben.
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Schließlich hatte sie auch in ihrem anderen Training, dem Sub-space, einen
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Durchbruch. Und noch etwas mehr.
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~Twipp~
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Nacheinander holte Jeremy-chan einen Säbel ...
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~Twipp~
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... ein Stück Holz ...
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~Twipp~
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... und einen Besen hervor. Mousse klatschte Beifall.
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Mousse: *Hervorragend. Das ist schon das sechste Mal das du es ohne Fehler
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schaffst, gratuliere.*
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Jeremy-chan: (etwas verlegen)*Danke. Wenn du es sagst ...*
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Mousse: *Das sage ich. Und ich sage außerdem, das ich glaube das du es
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geschafft hast. Alles was du noch brauchst ist etwas Übung. Der Rest
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kommt von ganz allein.*
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Jeremy-chan: *Du meinst ... das wars? Ich habs gelernt? (Mousse nickt) Ich bin
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mir nicht sicher. Manchmal hab ich das Gefühl, das da noch irgend
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etwas im Sub-space ist, obwohl ich alles wieder rausgenommen habe.*
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Mousse machte einen nachdenklichen Gesichtsausdruck. Dann nahm er seine
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Brille ab und begann sie zu putzen. *Hast du schon Mal versucht, das Andere
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herauszuholen?*
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Jeremy-chan: *Nein. Ich lasse normalerweise nichts im Sub-space, also egal was
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da ist, es kann nicht meins sein. Und bevor ich was gefährliches
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anstelle wollte ich erst dich fragen.*
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Mousse: (setzt seine Brille wieder auf)*Versuch es.*
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Jeremy-chan: *Jetzt?*
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Mousse: *Wann sonst?*
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Jeremy-chan runzelte etwas die Stirn, konzentrierte sich dann aber auf ihr
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Sub-space. Sie versuchte, das zu spüren, was eigentlich nicht da sein
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konnte. Sie hatte den Eindruck, als würde sie weiter als sonst in die
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Dimensionsfalte hineingreifen.
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~Twipp~
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Jeremy-chan: *Was ... was ist DAS?*
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Sie starrte entgeistert auf den Nachttopf in ihren Händen. Ein Porzellan-
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nachttopf, noch dazu in Entenform. Mousse zeigte sich ebenfalls ziemlich
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überrascht. Dann begann erschallend zu lachen.
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Jeremy-chan: *Wo zum Teufel kommt der Pinkelpott her?*
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Mousse: *Hahaha ... ich glaub´s nicht ... Haha ... Jessica, jetzt hast du die
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Technik der versteckten Waffen wirklich gemeistert. Wer hätte gedacht
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das du so viel Talent dafür besitzt?*
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Jeremy-chan: (leicht gereizt)*Würdest du dich bitte etwas deutlicher
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ausdrücken. Und wie kommt ein Nachttopf in mein Sub-space?*
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Mousse: *Er kommt nicht aus deinem Sub-space. Es ist so: Wenn du in der Nähe
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von jemanden bist, der ebenfalls eine Dimensionstasche hat, dann
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kannst du ihm in die Tasche greifen. Vorausgesetzt du bist gut
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genug, es ist etwas schwieriger als normal.*
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Jeremy-chan: *Du meinst, das gehört jemand anderen?*
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Mousse: *Um genau zu sein, es ist meiner.*
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Jeremy-chan: (entgeistert)*Aber warum hast du so etwas in deinem Sub-space?*
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Mousse: *Es ist ein wichtiger Teil einer meiner Spezialtechniken: Der Schlag
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der Schwanenfaust.*
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Jeremy-chan: (ungläubig)*Spezialtechnik? Mit einem Nachttopf?*
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Mousse nahm den Porzellanschwan und ließ ihn verschwinden. Dann machte er
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eine unglaublich schnelle Bewegung mit den Händen.
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Mousse: &quot;Painiyao Chuan.&quot;
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Jeremy-chan sah nicht was Mousse genau tat, aber sie spürte das, wenn die
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Attacke getroffen hätte, sie sehr schmerzhaft gewesen wäre.
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Mousse wiederholte die Bewegung noch einmal langsamer. Während er mit
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seinen Armen einen Halbkreis beschrieb, holte er gleichzeitig den Topf aus
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dem Sub-space und schlug damit zu. Dann ließ er den Pottie wieder
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verschwinden.
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Mousse: *Siehst du? Der Schlag ist nicht der eigentliche Angriff, es ist
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der Schlag gegen die Würde des Gegners, wenn er herausfindet was ihn
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getroffen hat.*
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Jeremy-chan: *Das heißt, ich könnte jedem sein Sub-space leerräumen?*
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Mousse: *Nein. Der Andere muß schon in Reichweite sein. Normalerweise liegt
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die Entfernung bei gut hundert Metern, ich selbst schaffe bis zu
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Sechshundert.
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Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell du gelernt hast,