Fanfic: Der Einsteiger 07 - Teil 4
versteht
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das besser als ich. Aber das gibt dir nicht das Recht jemanden zusammenzu-
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schlagen."
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Jeremy: "Das ausgerechnet aus deinem Mund zu hören. Du warst es doch der
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immer alle Probleme mit Gewalt lösen will."
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Ranma sah ihn enttäuscht an. "Glaubst du das wirklich von mir?"
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Jeremy: "Was war den immer mit Ryoga? Und Mousse? Und Kuno? Und Sanzenin?
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Und dem Heini mit dem Tee? Hast du da etwa versucht die Sache mit
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Reden aus der Welt zu schaffen?"
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Ranma überlegte. Dann stieß er ein kurzes trockenes Lachen aus. "Kein Wunder
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das du es so siehst. Du hast ja nur die Kämpfe aus meinem Leben
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mitgelesen." Er deutete Jeremy sich zu setzten. "Komm, ich versuche mal es
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dir zu erklären." Jeremy pflanzte sich neben ihn aufs Futon.
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Ranma: "Aus deiner Sicht hast du natürlich Recht. Ryoga, Kuno, Mousse, und
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mit allen anderen habe ich mich nur geschlagen wenn wir Probleme
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hatten.
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Aber sie alle sind Kämpfer wie ich, mehr oder weniger. Alles Martial
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Artists mit hohem Können. Sogar Akane gehört mit in diese Liga, und
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wenn du so weitermachst du auch bald. Sato gehört nicht dazu, auch
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wenn er manchmal so tut, aber er ist nur ein kleiner Hinterhof-
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schläger.
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Als Kampfsportler hast du eine gewisse Verantwortung deinem Können
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gegenüber. Du bist stärker als die meisten anderen, und
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dementsprechend mußt du dich auch verhalten. Du kannst nicht
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rumlaufen und Leute zusammenschlagen, nur weil dir ihre Nasen nicht
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gefallen.
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Vielleicht ist es auch etwas meine Schuld weil ich es dir nicht schon
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her gesagt habe. Aber ich und alle anderen, wir prügeln uns nur mit
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uns selber, nie mit Schwächeren. Das verbietet der Ehrenkodex, der
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Bushido. Sogar Akane hält sich daran, sonst würden ihre Mitschüler
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nicht nur mit ein paar blauen Flecken davon kommen. Einzig mit Kuno
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macht sie ernst, und letztens auch mit dir, weil sie genau gespürt
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hat das du in ihrer Klasse bist.
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Aber bei solchen normalen Menschen wie Sato darfst du das nicht tun,
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auch wenn sie es verdient hätten. Verstehst du?"
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Jeremy brauchte einige Zeit bis er das verdaut hatte. Sowas Tiefgründiges hätte
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er nie von Ranma erwartet. Dann nickte er langsam. "Ich glaube ... Ich
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glaube ich weiß was du sagen willst."
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Auf Ranma´s Gesicht erschien wieder sein übliches, überhebliches Grinsen.
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"Gut. Ich halte es nämlich nicht lange durch so ernst zu sein." Das Lachen
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verschwand wieder. "Aber eines verstehe ich noch nicht. Was stört dich so
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an den Fotos die Nabiki verkauft?"
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Jeremy: "Die Frage könnte ich zurückgeben. Was stört dich nicht daran?
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Du hast doch gesehen wie sie mich ablichtet, oder? Und Hälfte der
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Jungs kaufen diese Bilder, einschließlich Sato, und ich will nicht
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wissen was sie damit machen wenn sie Zuhause sind.
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Allein schon der Gedanke, das sie über meine Frauform phantasieren,
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igitt. Wie kannst du nur so Cool dabei bleiben?"
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Ranma: "Mich stört das einfach nicht. Sollen die sich doch mit den Fotos
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einen runterholen, bin ja schließlich nicht ich die da auf dem Bild
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zu sehen ist. Wenn Nabiki solche Fotos von mir als Junge verkaufen
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täte, dann würde die Sache ganz anders aussehen."
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Jeremy: "Hmm, ich sehe worin wir uns unterscheiden. Du hältst deinen
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weiblichen Körper nicht für dich selbst. Ich tue das schon. Auch
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wenn ich mich immer als Junge fühle, der Mädchenkörper ist genau so
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meiner wie der Jungenkörper auch. Und an meinem Körper hat niemand
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was zu suchen."
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Ranma schien einen Moment lang zu überlegen. "Es kommt immer auf die Sicht
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der Dinge an. Wieso meint du das der Mädchenkörper auch du bist, du bist
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als Junge geboren worden?"
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Jeremy: "Ich bin vielleicht nicht darin geboren worden, aber das Äußere
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ändert nicht den Menschen der ich innen drin bin. Solange in dem
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Körper immer noch ich stecke, solange bin ich auch die Person. Egal
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ob männlich oder weiblich. Wer anderes als wir Beide weiß besser
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das es nicht Äußerlichkeiten ankommt?"
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Ranma: "Hmmm ... So habe ich das noch nie gesehen."
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Jeremy: "Ist ja auch eigentlich unwichtig. Ich weiß nur das es mich stört,
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das Nabiki diese Fotos verkauft, und das ich so bald wie möglich was
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dagegen tun werde."
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Ranma: "Ich glaube nicht das du es ihr einfach ausreden kannst, durch gute
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Worte hat sie sich noch nie überzeugen lassen."
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Jeremy: "Ich weiß. Ich werde sie einfach dazu zwingen."
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Ranma: (stirnrunzelnd)"Was habe ich dir grade über den Bushido erzählt?"
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Jeremy: "Nicht mit Gewalt. Und auch nicht Nabiki direkt, ich werde einfach
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dafür sorgen das die anderen ihr keine Bilder mehr abkaufen. Das wird
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ihr sehr viel mehr wehtun als alles andere."
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Ranma: "Um das zu schaffen müßtest du ihnen schon sagen das Jessica in
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Wirklichkeit ein Junge ist. Und ich will nicht das der Fluch diesmal
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öffentlich bekannt wird."
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Jeremy setzte seine beste Xellos-imitation auf. "Keine Bange, das werde ich
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auch nicht. Vertrau mir einfach."
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Ranma: "Das haben schon viele gesagt, und meistens ging es in die Hose.
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Aber laß dir noch einen Tipp geben: Nabiki ist zwar kein Martial
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Artist, aber ihre eigenen Waffen beherrscht sie wie keine zweite.
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Von der Gerissenheit und Hinterhältigkeit steht sie der alten
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Mumie nichts nach."
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Jeremy: (zuversichtlich)"Ich paß schon auf. Und, ein wenig kenn´ ich mich
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in dem Gebiet auch aus." ^Was daran liegt das meine Welt lange nicht
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so ehrlich ist wie diese. Leider.^
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Einige hundert Kilometer weit weg von Tendo-Dojo, mitten in einer abgelegenen
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Provinz ich China, in einem unbekannten Dorf mit Namen Joketsuzoku.
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Drei sehr alte und sehr häßliche Amazonen saßen zusammen und diskutierten
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ein Problem.
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Mascara: *Bist du dir in dieser Sache wirklich sicher? Wenn du dich täuschst
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kann das ernste Konsequenzen haben.*
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Cologne: *Hundertprozentig sicher. Ich mag zwar noch ein Kind gewesen sein,
<br />
aber du selber hast Pu doch auch kennengelernt. Ihre Ausstrahlung
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ist unverwechselbar. Und Jessica hatte die Gleiche.*
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Comb: *Nun gut, Jessica hat also die gleiche Unregelmäßigkeit in ihrer Aura
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wie deine Zeitwächterin, aber was hat das mit Happosai zu tun?*
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Cologne: *Happosai hat vor vielen Jahren mehrere magische Artefakte von uns
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gestohlen, darunter eines welches es dir ermöglicht durch Raum und
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Zeit zu reisen. Der Nanban-Spiegel. Besagter Spiegel wurde uns von
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der Zeitwächterin selbst anvertraut, um zu verhindern das andere
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durch Zeitreisen Schaden im Zeitstrom anrichten.*
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Mascara: *Wenn also Jessica nicht von Pu selber durch die Zeit geschickt
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wurde, was ich für sehr unwahrscheinlich halte, dann ist sie im
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Besitz des Spiegels. Und es ist unsere Aufgabe den Spiegel zurück zu
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holen. Und seine Besitzerin zu töten, weil sie unser Vertrauen
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mißbraucht hat und, nach ihrer Aura zu urteilen, den Spiegel schon
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benutzt hat.*
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Cologne: *Wenn sie nicht sogar mit Happosai zusammenarbeitet.*
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Mascara: *Ich glaube nicht. Kein weibliches Wesen würde freiwillig bei diesem
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Perversen bleiben. Aber sie könnte längere Zeit mit ihm zusammen
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gewesen sein, als sie den Spiegel gestohlen hatte. Es würde ihr
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seltsames Wissen über Ki erklären.*
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Comb: *Was macht euch so sicher das Jessica nicht im Auftrag von Pu gehandelt
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hat? Oder das sie durch den Raum gereist ist, du hast doch gesagt
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das würde das gleiche Muster erzeugen?*
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Cologne: *Du hast die Wächterin der Zeit nie kennengelernt, sie verschwand
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kurz vor deiner Geburt. Ich selbst war noch ein junges Mädchen, in
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der Zeit als sie in unserem Dorf weilte. Pu war immer eine
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Einzelgängerin, sie würde nie mit jemanden zusammenarbeiten.*
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Mascara: *Genau meine Rede. Was die Möglichkeit der Raumreise betrifft, die
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Fähigkeit hat der Spiegel auch. Aber du müßtest den Ort kennen an
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den er dich bringen soll. Sehr unwahrscheinlich.*
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Cologne: *Dann sind wir uns also einig. Wir werden Jessica ausfindig machen,
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den Spiegel wieder an uns bringen, und sie für ihre Taten hinrichten.
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Und sollte Happosai tatsächlich in ihrer Nähe sein, dann wird auch
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er unseren Zorn spüren.*
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Mascara: *Und ich glaube, ich weiß auch schon wer mehr als willig sein wird,
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Jessica zu verfolgen. Lo-Xion hegt noch immer einen Groll gegen sie.*
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Fortsetzung folgt...
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Anmerkungen des Autors:
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Hat diesmal ein wenig gedauert, das Kapitel, was? Ist dafür aber auch ein
<br />
wenig länger.
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