Fanfic: Der Einsteiger 09 - Teil 4

Chapter: Der Einsteiger 09 - Teil 4

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Auch der Rest der Woche verlief ereignislos. Dann kam das Wochenende, und mit
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ihm nicht nur Kasumi´s Date mit Doc Tofu, sondern auch der nächste Ärger.
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Aber der Reihe nach.
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Es war am Samstag Nachmittag. Kasumi stand mit ihrem Vater in der Küche und
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erklärte ihm die Mikrowelle zum x-sten Mal. &quot;... und dann nimmst du die
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Knödel mit dem Fisch und stellst hier die Zeit auf 3,5 Minuten. An der
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Leistung brauchst du nichts machen. Das Essen ist schon fertig gekocht, du
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mußt es nur aufwärmen. Und vergiß nicht einen Teller als Abdeckung zu
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verwenden.&quot; Sie sah ihren ratlos dastehenden Vater an. &quot;Hast du es jetzt
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verstanden?&quot;
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Soun nickte mit tränenden Augen und griff nach einem weiteren Taschentuch. Er
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sah nicht so aus als ob er überhaupt zugehört hatte. Kasumi seufzte.
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Kasumi: &quot;Ich erkläre es dir noch mal. Also, hier stellst du die Minuten ein
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(zeigt auf die Tasten) hier die Sekunden (zeigt auch) und hier die
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Leistung. An der Leistung brauchst du nichts verstellen, bis auf die
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Sachen aus der Tiefkühltruhe, die mußt du-&quot;
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Soun unterbrach sie. Er warf seine Arme um sie und flennte hemmungslos.
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&quot;Waaaaah! Mein kleines Baby hat ihr erstes Date. ~schluchz, heul~ Wo ist nur
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die Zeit geblieben, gestern warst du noch sooo klein. Waaaah!&quot;
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Kasumi tat etwas, was sie seit drei Jahren nicht mehr getan hatte. Sie
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verdrehte die Augen.
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Nabiki steckte ihren Kopf zur Küchentür herein. &quot;Oneechan, Doktor Tofu kommt
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in zehn Minuten, und du hast dich nicht mal umgezogen.&quot;
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Kasumi ließ ihren Vater an ihrer Schulter ausweinen und klopfte ihm auf den
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Rücken. Nebenbei sah sie Nabiki an. &quot;Imutochan, wärst du so nett und würdest
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dich heute abend um das Essen kümmern? Es ist alles fertig, es muß nur wieder
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aufgewärmt werden, aber Vater ist ...&quot; Sie ließ den Satz unvollendet.
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Nabiki: &quot;Aber sicher. Und sei es nur aus Selbsterhaltung. Wenn ich es nicht
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mache würde ja nur Akane übrigbleiben. Und nun sieh zu das du dir
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was anderes anziehst, oder willst du so auf dein Date?&quot;
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Sie deutete auf Kasumi, welche immer noch ihren Arbeitsrock mit der Schürze
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anhatte. Kasumi machte &quot;Gute Güte, natürlich nicht.&quot; und beeilte sich in
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ihr Zimmer. Soun putzte geräuschvoll seine Nase und eilte hinterher.
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Soun: &quot;Und zieh dich warm an, es soll bis auf zwölf Grad runtergehen diese
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Nacht. Und sieh´ zu das du vor Mitternacht wieder zu Hause bist, oder
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das Tofu dich sonst begleitet. Und nimm´ Verdauungstropfen mit, du
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weißt nicht wie schwer das Essen wird. Und den Elektroschocker, nicht
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das der Doktor am ersten Abend schon aufdringlich wird. Und paß auf
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das du-&quot;
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Nabiki: (genervt)&quot;Daddy! Kasumi ist erwachsen. Und geimpft ist sie auch.&quot;
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Soun: &quot;Bwaaaaaah! Kann sich ein Vater denn keine Sorgen um seine Tochter
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machen?&quot;
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Ranma und Jeremy kamen mit Eimer und Aufnehmer an, um die entstehenden
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Wasserlachen zu beseitigen.
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~Ding-Dong~
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Mit einer für sie ungeahnten Geschwindigkeit war Kasumi an der Tür. Hastig
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richtete sie ihr Haar und das Abendkleid, und wollte die Tür öffnen, als
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Nabiki sie zurückhielt.
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Nabiki: &quot;Untersteh dich. Eine Dame läßt ihren Freund mindestens zehn Minuten
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warten. Geh wieder nach oben, wir machen das schon. Du kannst ja
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noch ein wenig Make-up auftragen.&quot;
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Kasumi: &quot;Findest du? Aber ich habe keine Schminke.&quot;
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Nabiki: &quot;Du darfst meine benutzen. Und jetzt rauf mit dir.&quot;
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Mit einem Fragezeichen auf dem Gesicht verschwand Kasumi wieder. Nabiki
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öffnete die Tür. Tofu stand dort im Anzug und mit einem Strauß Rosen und
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rang sichtlich um Fassung.
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Nabiki: ^Hmm, ein Armani, bin gespannt wieviel der gekostet hat.^ &quot;Guten Tag
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Herr Ono, meine Schwester läßt ausrichten das sie gleich hier sein
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wird. Kommen Sie doch solange rein.&quot;
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Tofu nickte etwas gezwungen und betrat das Haus. Im Wohnzimmer saß ein
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verheult aussehender Soun auf der Couch, und die zwei Saotome-Teens waren
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beschäftigt eine Wasserlache zu beseitigen. Er wollte grade fragen ob die
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Tendos einen Wasserrohrbruch gehabt hatten, als ein großer Panda durch die
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Terrassentür kam und tröstend seine Tatze um Souns Schultern legte.
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Tofu: &quot;Oh, ich wußte gar nicht das ihr euch ein Haustier haltet.&quot;
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Jeremy wrang seinen Aufnehmer über dem Eimer aus. &quot;Ist es auch nicht, das ist
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Ranma´s ...&quot; Das Wasser war zuviel. Instand Mädchen. Mit einer wesentlich
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höheren Stimme beendete sie den Satz. &quot;... Vater. Scheiß´ Wasser.&quot;
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Tofu putze seine Brille und sah noch mal genauer hin. &quot;Keine große
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Ähnlichkeit, würde ich sagen.&quot;
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Ranma wrang ebenfalls seinen Lappen aus. Er hatte mehr Glück als Jeremy.
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&quot;Gottlob, nein. Sonst würde ich mich auch umbringen.&quot; Er bemerkte die
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verwirrten Blicke, die der Doktor dem Panda zuwarf. &quot;Ach so, das. Das ist
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mein Vater so wie das mein Bruder ist.&quot; Er zeigte auf Jeremy-chan.
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Tofu nickte in Verständnis und schwieg. Grade als es unangenehm wurde kam
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Kasumi die Treppe runter. Sie sah einfach berauschend aus, und die Temperatur
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sank abrupt.
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Tofu: &quot;Ka-ka-ka-ka ... Gut siehst du aus.&quot;
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Kasumi lächelte. Es war ein ganz besonderes Lächeln, speziell für Tofu, und
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die Temperatur sank noch weiter.
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Kasumi: &quot;Danke schön. Der Anzug steht dir aber auch gut.&quot;
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Sie ging auf Tofu zu, rutschte aber auf Soun´s mittlerweile gefrorenen
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Tränen aus und legte den Weg schneller als beabsichtigt zurück. Bevor sie
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fallen konnte fing der Doktor sie auf. Ihre Blicke trafen sich, und es war
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einer dieser endlosen Momente wie man sie aus Liebesschnulzen kennt.
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Tofu: &quot;Kasumi.&quot;
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Kasumi: &quot;Oh, Tofu.&quot;
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Soun vermied es, bei diesen Temperaturen in Tränen auszubrechen.
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Genma, der Ignorant der er war, störte sich nicht an der Szene.
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Ranma seufzte und wünschte sich, das er mit Akane auch mal solche Momente
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haben könnte.
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Akane seufzte und wünschte sich, das sie mit einem Jungen auch mal solche
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Momente haben könnte. Nur mit welchem?
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Jeremy-chan zog ihre Thermos aus Sub-space und ärgerte sich, als sie nur Eis
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darin fand.
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Nabiki sah auf die Uhr, und hustete dann übertrieben. &quot;Ich will ja nicht
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stöhren, aber hattet ihr Zwei heute nicht noch was vor?&quot;
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Kurze Zeit später auf den Straßen von Nerima.
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Akane und Jeremy gingen auf dem Bürgersteig, Ranma balancierte auf der Mauer
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daneben.
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Ranma: (grummelt)&quot;Ich kann noch immer nicht glauben das ich mich dazu habe
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überreden lassen.&quot;
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Jeremy: &quot;Nun, es könnte an Soun´s Dämonenkopfattacke gelegen haben, oder
<br />
daran das Nabiki dir die Worte im Mund umgedreht hat, oder daran
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das-&quot;
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Ranma: (genervt)&quot;Ist gut, ich habe verstanden. Aber warum bist du
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mitgekommen?&quot;
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Jeremy: &quot;Reines Interesse.&quot;
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Akane: &quot;Daddy ist aber auch übervorsichtig. Als ob Kasumi einen Babysitter
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braucht.&quot;
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Ranma: &quot;Drei Babysitter.&quot;
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Akane: &quot;Du hättest ja nicht mitkommen brauchen.&quot;
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Ranma: &quot;Ich wollte auch nicht, aber dein Herr Vater hat mir keine Wahl
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gelassen.&quot;
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Jeremy: &quot;Schluß jetzt. Wir müssen doch nur zu dieser Eishalle gehen und ein
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Auge auf Kasumi haben, damit ihr Vater beruhigt ist. Was ist so
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schlimm daran? Ich meine, wenn uns langweilig wird können wir eine
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Runde Schlittschuhlaufen.&quot;
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Akane nickte zustimmend, sie mochte Eislaufen. Es war ein altes Hobby von
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ihr, und sie war recht gut drin.
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Ranma schien anderer Meinung zu sein, er zog eine Grimasse. &quot;Bloß nicht.
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Ich hasse Eislaufen. Das letzte Mal, als ich das gemacht habe, ist etwas
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passiert was ich am liebsten vergessen würde.&quot;
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Akane schaute ihn verwirrt an, Jeremy mußte einen Augenblick überlegen bis
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ihm einfiel was Ranma meinte. &quot;Ach, deswegen hast du dich so gesträubt, du
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hast Angst das du jemanden begegnest.&quot;
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Ranma blieb abrupt stehen, stemmte die Hände in die Hüfte und sah ärgerlich
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hinunter. &quot;Ranma Saotome hat vor nichts Angst. Ich will nur nicht Gefahr
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laufen, das ich diesem Arsch seinen Kiefer ausrenke wenn ich ihn noch mal
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sehe.&quot;
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Akane: &quot;Ach was. Jeder Mensch hat vor irgend etwas Angst, es kommt nur
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darauf an wie man mit der Angst umgeht.&quot;
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Ranma: &quot;Ich habe vor nichts angst.&quot;
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Jeremy deutete den Weg hinab. &quot;Und was ist damit?&quot;
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Ranma blickte in die angegebene Richtung, erschrak, und fiel von der Mauer
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mit dem Gesicht aufs Pflaster.
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