Fanfic: D Anfang v Ende o DG 4
noch nie hatte sie so oft an einem Tag geweint. Hastig zog sie die Vorhänge zu. =Noch nie... außer als...=
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~~~Flashback~~~
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Tagelang hatte sie sich in ihrem Zimmer versteckt, wollte nicht rauskommen, nur verstecken, nur noch sterben. {Deine Mutter, sie ist...} das waren sie, die Worte die damals alles zerstörten. Die Worte die alles veränderten. Um sie, und auch sie selbst. Sie hatte das Wertvollste verloren, was sie sich hatte vorstellen können. Unter Tränen der Schmerzen, auch wenn diese innerlich waren, rannte sie davon. Aus den Armen ihres Traurigen Vaters geflohen, wollte sie, konnte sie nicht anders. Sie lief so schnell sie konnte, so weit ihre Beine sie zu tragen vermochten. Endlich kam sie im Stadtpark zum stehen. „Die Kirschbäume... Sie sind schön diese Zeit...“ erschrocken wandte sich die Kleine um. Ein Alter Mann, schon grauen Haares hatte sie angesprochen. „Kann ich mich zu dir setzten?“ Schüchtern nickte das Mädchen, und der Mann, auf einen Stock gestützt, welcher eher einem Ast von einem wilden Baum glich, gesellte sich zu ihr. „Na meine Kleine?“ Nach schier endloser Zeit des Schweigens brach er die Stille. „Wie heißt du denn mein Schatz?“
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„A-Akane... Mein Herr...“ „Oh nein!“ Etwas eingerostet schüttelte der Mann den Kopf. „Nenn mich nicht „Mein Herr“ Ich bin Nobuo... Du kannst mich ruhig duzen.“ Freundlich lächelte er sie an. =Hmm, sein Lächeln, es ist so... Warm... Ob ich ihm...= „Na, Akane? Was bedrückt dich denn?“ Sie verstand nicht, woher er wusste das sie etwas hatte. „Woher... Woran... konnten sie das erkennen?“ „Nun, woher ich das wissen konnte, mein Kind? Sieh dich doch an... Du bist doch ganz verweint... Kann ich dir irgendwie helfen?“ Plötzlich kam alles wieder in ihr hoch. Die Trauer über den Tod ihrer Mutter, die Erinnerung an das traurige Gesicht ihres Vaters, einfach alles. „Meine Mutti, sie... sie ist...“ Tränen rannen über ihr Gesicht, unaufhaltsam wie es schien, wie die Flut aus Schmerz in ihrem Herzen, wie die Stimmung in ihrer Seele. Nobuo zögerte Kurz, dann nahm er sie auf seinen Schoß, und streichelte ihr behutsam durchs Haar. „Keine Angst, Kleines... Ich bin ja da... Auch die Trauer wird irgendwann vergehen, glaub mir...“ Sie warf ihren Kopf an seine Gebrechliche Brust, und ließ einfach alles aus sich heraus, was sich bis dahin angestaut hatte. Doch zum erstaunen von Nobuo, hob sie kurz darauf wieder den Kopf. „Und die Erinnerungen? Gehen die auch?“ Der Alte Mann überlegte kurz, was er sagen sollte. In Akane’s Augen sah er sehr alt und weise aus. Er hatte bereits graues, wenn nicht weißes Haar, welches in einen nicht zu übersehenden Bart überging, welcher ihm fast bis zum Bauch reichte, wenn er gerade da stand. „Nun mein Kind...“ Begann er, immer noch grübelnd...
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„Die Erinnerungen werden mit der Zeit sicher vergehen... Aber nur wenn du es zulässt...“ Wie gebannt lauschte sie seinen Worten. „Denn wenn du sie vergessen willst, wirst du sie vergessen... Aber wenn du es nicht zulässt, und jeden Tag, sei es nur kurz, an sie denkst, oder vielleicht sogar wein paar Worte an sie richtest, auch wenn sie dich nicht hören kann, wirst du sie nie vergessen... Und auch sie wird dich nicht vergessen... Merk dir das, Versprochen?“ „Mhm...“ Bedächtig nickte sie mit dem Kopf, als sie eine Stimme hörte. „Hoho, wie mir scheint macht sich da wer Sorgen um dich... Ich gehe dann, aber wenn du willst können wir uns ja wieder sehen... Ich bin immer zu dieser Zeit im Park, sei es Winter oder Sommer... Dieser Park beruhigt mich irgendwie... Und soll ich dir noch ein Geheimnis verraten?“ Neugierig nickte sie erneut, was war das wohl für ein Geheimnis. „Als ich so alt war wie du... Ist mein Vater von uns gegangen... Ich wollte es nicht ertragen... Und dann bin ich fortgelaufen, durch die Stadt, bis zu diesem Park... Und habe mich hingesetzt und überlegt... Genau an der Stelle, an der du eben gesessen hast...“ Lächelnd drehte sich Nobuo um, und suchte seinen Weg, durch den Park, und dann aus dem Park heraus...
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~~~Flashback Ende~~~
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=Ach Nobuo... Du hast mir damals wirklich geholfen, denke ich...= Ja, damals war sie jeden Tag zu der Stelle zurückgekehrt, und hatte mit ihm gesprochen, manchmal auch gespielt. =Aber jetzt kannst du mich nicht mehr aufmuntern... Warum musstest du auch gehen...= Auch die vermeintliche Trauer um ihren Alten Freund stieg langsam aber sicher wieder in ihr auf. =Ach Mutter... Du hast mir doch geholfen... Ohne dich hätte ich ihn nie kennen gelernt...= Völlig perplex schwankte sie auf ihr Bett zu, den Blick vernebelt durch die vielen Gedanken welche in ihrem Kopf herumspukten. =Ach Mutti...= Sie griff nach ihrem Tagebuch, ließ sich auf das Bett gleiten und suchte mit ihren Augen nach einem Stift. Nicht lange, dann hatte sie einen entdeckt. Sie überlegte noch kurz, dann begann sie auf der nächst besten Seite zu schreiben.
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=(}Tagebuch{)=
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16. Januar...
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Wieso ist nur alles so schwer, liebes Tagebuch...
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Wieso ziehen mich alle mit meiner Unwissendheit auf...
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Können sie mich nicht einfach in Ruhe lassen?
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=(}Ende{)=
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Sie stockte, dachte noch kurz über das Geschehene nach. Sie war traurig, traurig und zutiefst verletzt. „Warum tut ihr mir das an?“ zusammen mit einem Schluchzen brachte sie diese Worte heraus, als eine Träne, ihre Träne, auf die Seite fiel, auf der sie eben noch geschrieben hatte. =Vielleicht ist es ja Schicksal... Ja, mein Schicksal unwissend zu bleiben... Hmm? Aber... dass kann doch nicht...= Die Schrift, welche ja von ihr Stammte, verschwamm, erst langsam, dann immer schneller. Neue Worte bildeten sich aus der Tinte, suchten sich einen neuen Platz auf dem Papier. Schließlich kam alles zum Stillstand. „Was steht da?“ Sie hob das Buch leicht an, um besser lesen zu können, was sich dort gebildet hatte. „Hmm... Was zum... {Es ist kein Schicksal... Jeder hat sein Schicksal in der Hand... Ich kann dir sagen was dich bedrückt... Du musst nur fragen...} Was hat das zu bedeuten?“ Mit einem mal war die Neugier des Mädchens, welche in der Trauer versiegte, wieder da. Sie wollte dem Geheimnis jetzt auf den Grund gehen. Entschlossen um griff sie wieder ihren Füller. „Was...“ Sie setzte den Füller an, und begann zu schreiben. „Was, kannst du mir genau sagen? Woran leide ich?“ Sie wartete eine Weile, und bereits nach kurzer Zeit vollzog sich wieder diese Seltsame, für sie unerklärliche Prozedur auf dem Papier.
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„{Das kann ich dir so direkt nicht sagen...} Aber wie denn dann?“ Rasch formulierte sie ihre Frage auf dem Blatt. „{Ich kann es dir nur persönlich erklären, und dazu müsstest du mich aufsuchen...} Aufsuchen? Aber wo? Ich bin bereit! Viel schlimmer kann es ja nicht kommen...“ Wieder tauschten die Buchstaben Form und Platz, aber diesmal entstand noch etwas anderes. Feine Linien durchzogen das Blatt, nach und nach nahm das Gebilde Formen an, bis Akane erstaunt aufschreckte. „{Suche mich, an diesem Ort... Wenn du wirklich bereit bist... Aber ich warne dich, es ist ein Langer, und beschwerlicher Weg!} Ich bin bereit... Ich breche gleich auf...“ Sie begutachtete die Karte. Ihr Weg führte sie in den Entlegensten Winkel Japans, bis an die Südspitze. =Hmm, den Weg kann ich mir unmöglich merken...=
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Hastig machte sie sich an die Vorbereitungen. Kleidung, etwas zum Schreiben, ein Kompass, Alles wanderte nach und nach in den großen Rucksack, eine Decke, genauso wie ein Kissen. =Verpflegung kann ich mir unterwegs besorgen... Hmm, brauche ich nur noch das Zelt, aber das liegt im Erdgeschoß...=
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Auf leisen Sohlen schlich sie die Treppe herunter nachdem sie die Seite mit der Karte aus dem Tagebuch gerissen hatte. Behutsam öffnete sie die Tür zur Abstellkammer, und suchte nach dem Zelt. =Ah, da ist es ja...= Sie verstaute es ebenfalls in ihrem Rucksack, und verließ dann das Haus durch eins der Fenster. =Jetzt werdet ihr mich nicht mehr verletzten können...= Mit diesem Gedanken machte sie sich auf, immer nach Süden, verließ die Stadt, und suchte dann im Schatten des Waldes Schutz...
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Er horchte auf. War da nicht eben jemand die Treppe hochgegangen? =Nein, ich muss mich geirrt haben...= Ranma stand auf, und setzte sein Training fort, wie er es schon begonnen hatte. =Hoffentlich bekomm ich heute noch mal einen klaren Kopf...= Es war bereits alles in eine Absolute Dunkelheit gehüllt, als er wieder ein Geräusch hörte, oder zumindest glaubte er das. Diesmal wollte er der Sache auf den Grund gehen. =Da schleicht doch wer durchs Haus... Ist es ein Einbrecher? Oder vielleicht...= Langsam näherte er sich dem Ursprungsort des Raschelns. =Nanu... die Abstellkammer ist ja offen... Aber...= Das Geräusch verstummte. Ein kurzes Klacken, wie wenn ein Fenster geöffnet wurde, und jemand sprang irgendwohin. =Also doch ein Einbrecher!= Schlussfolgerte Ranma schnell, denn was wollte Akane schon in diesem Raum. Er stieß behutsam die Tür auf, und sein Verdacht schien sich zu verfestigen. Doch was war das? Eine Socke lag da, mitten im Raum. =Nanu... wenn mich nicht alles täuscht dann ist das doch...= Er stockte, sollte vielleicht doch? Schnell machte er kehrt, spurtete hoch in den ersten Stock. Vor Akane’s Zimmertür machte er halt. Sie stand sperrangelweit offen...
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„Akane?“ Vorsichtig, den Hammer schon erwartend betrat er das Zimmer, doch er fand es nicht so vor wie er es in Erinnerung hatte. Sämtliche Schubladen waren aufgerissen. Hier fehlte etwas, da hatte sie etwas mitgenommen. =Sie wird doch nicht etwa... Aber... A-Akane... Warum?= Er öffnete das Fenster, eine erste Träne bildete sich in seinen Augen. Auf dem Dach angekommen blickte er sich um, und holte dann tief Luft.