Fanfic: Wenn Träume wahr werden … II
Chapter: Wenn Träume wahr werden … II
Wenn Träume wahr werden … II
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Mit den Beinen wippend schaute die Fee zu Akane hinüber und sagte: „Also Akane, ich Yuki, möchte dir helfen. Wenn du möchtest helfe ich dir all deine Träume zu verwirklichen, du musst nur fest daran glauben.“ Kichernd strich sie sich an einem Zopf entlang und sah erwartungsvoll zu Akane herüber. Diese rieb sich allerdings immer noch sprachlos die Augen und als sie wieder zum Stuhl hinüberblickte, war die kleine Fee auf einmal verschwunden.
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Verunsichert lehnte sich Akane zurück und deckte sich zu. Lange Zeit fand sie keinen Schlaf, sondern starrte die ganze Zeit über die Decke an. „Träume … „ Dieses Wort schwirrte in ihren Gedanken umher, denn Träume hatte sie viele …
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Doch schließlich verfiel Akane trotz ihrer Verwirrtheit in einen unruhigen Dämmerschlaf. Mit unregelmäßigen Atemzügen wälzte sich Akane auf ihrem Bett hin und her, kleine Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn und ihre Hände verkrampften sich in ihrem Kopfkissen. Mit zusammengepressten Augen fing Akane auf einmal an leise vor sich hin zu murmeln. Immer wieder wiederholte sie das Wort „Träume“ und verdrehte sich noch mehr in ihrer Bettdecke. Da erschien auf einmal ein ruhiges Lächeln auf Akanes Lippen, ihr Gesicht entspannte sich und sie sagte leise: „Träume … lange Haare, stärker sein, kein Macho-Weib mehr, …, Ranma…“
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Nervös schreckte Akane auf, als sie ein leises Klopfen an der Tür vernahm. Nachdem sie die Augen schnell geöffnet hatte und sich verunsichert umgeschaut hatte, strich sie sich erleichtert an der Stirn entlang. Tief durchatmend kuschelte Akane sich wieder in ihr großes Kopfkissen und sah zufrieden nach draußen. Die Sonne stand schon hoch am Himmel und warf leuchtende Strahlen auf Akanes Gesicht. Blinzelnd hielt sich diese eine hand vor die Augen und da kam es ihr auf einmal so vor, als wenn das lachende Gesicht von Yuki in der Sonne erscheinen würde.
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Durch das Knarren der Tür wendete Akane sich Akane von der Sonne ab und erblickte Ranma, der schüchtern seinen Kopf durch den Türspalt steckte. Lächelnd bemerkt er, dass Akane schon wach ist und betrat leise den Raum. Nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte, ging er gemächlich zu Akanes bett hinüber und sagte: „Ich dachte schon …“ Verdutzt blieben ihm die Worte im Halse stecken und er sah Akane fassungslos an. Erschrocken ging er ein paar Schritte rückwärts, als er plötzlich ins Stolpern geriet und auf den Boden fiel.
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Verwundert richtete sich Akane auf und beugte sich ihr Bett hinunter, als ihr auf einmal lange schwarz-blaue Haare ins Gesicht fielen. Mit gespreizten Fingern fuhr sie sich langsam durch die geschmeidigen Haare und steckte sie hinters Ohr. Eilig riss sich Akane die Bettdecke von den Beinen und stand auf. So schnell wie möglich rannte sie zum Spiegel und schaute auf die langen Haare, die glänzend bis zu ihren Hüften reichten. Ohne ein Wort zu sahen, berührte sie die Harre immer wieder und wieder und dreht sich dann lächelnd zu Ranma um. Aufgeregt kniet sie sich vor ihm nieder uns sagte: „Ranma sieh doch mal … meine Haare … sie sind endlich wieder lang!“
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Mit zusammengekniffenen Augen rappelte sich Ranma auf und ging dann ein paar Mal um sie herum. Verwirrt runzelte er die Stirn und kratze sich am Kopf. „Also mit kurzen Haaren hast du mir wesentlich besser gefallen“ sagte Ranma etwas grummelig und wand sich dann zum gehen ab.
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Geschockt stand Akane auf und hielt sich die Hand vor den Mund. Mit leiser fast flüsternder Stimme brachte sich noch ein „Aber…“ heraus, als auf einmal ein grelles weißes Licht um ihren Kopf herum erscheint. Erschreckt dreht sich Ranma um und sah durch das gleißende Licht hindurch, wie Akane zusammenbrach. Schnell eilte er zur ihr hin, während er sich schützend die Hände vor die Augen hielt. Vorsichtig kniete Ranma sich zu Akane herunter und als das weiße Licht langsam wieder verschwand, sah er sie verwundert an. Das vorher noch so lange Haar, war wieder kurz, so kurz und schön wie es vorher gewesen war und so zog Ranma Akane zaghaft zu sich und drückte sie leicht an seine Brust. Schon nach ein paar Sekunden ließ er sie dann aber auch wieder los und verschwand durch die Tür. Dabei murmelte er leise und kopfschüttelnd: „Was war das bloß?“
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Traurig und verwirrt hockte Akane auf dem Boden und wuschelte mit der rechten hand in ihrem kurzem Haar herum, doch schon bald fing sie wieder an zu lächeln und stand ermutigt auf. „Vielleicht ist es wirklich besser so…“
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Seufzend machte sie sich auf den Weg ins Badezimmer, wo sie sich auch gleich daran machte heißes Wasser in die Wanne einlaufen zu lassen. Als die Badewanne voller Wasser und über und über mit Schaum bedeckt war, ließ auch Akane sich gemächlich in das heiße Nass gleiten.
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Währenddessen flog Yuki mit einem verzweifelten Gesichtausdruck auf das Grundstück der Tendos und machte sich auch gleich auf den Weg zu dem Fenster des Badezimmers. Gerade als an das Fenster anklopfen wollte, wurde sie plötzlich energisch zurückgezogen. Ärgerlich drehte sich Yuki um und wurde für einen kurzen Moment von einer weißen glitzernden Staubwolke umhüllt, die durch die hektische Bewegung ihrer Flügel entstanden war.
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Vor ihr schwebte lachend eine weitere kleine Fee und streckte ihr die Zunge heraus. Die Fee hatte aber im Gegenteil zu Yuki lange schwarze Haar, die mit einem silbernen Band auf dem Rücken zu einem Zopf gebunden waren. Auch sein Gesicht war von einer kindlichen Schönheit und wurde von zwei grünen strahlenden Augen, die Yukis sehr ähnlich sahen, nur noch verstärkt. Außerdem hatte er eine weite graue Hose an und ein schwarzes Hemd, welches denen von Ranma sehr gleich kam. Zur Krönung aber ragten an seinem Rücken zwei silbrig-schwarz glänzende Flügel hervor, die bei jeder kleinsten Bewegung einen schwarzen glitzernde Staub hinterließen.
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Tadelnd hob Yuki die Hand und fuchtelte damit der anderen Fee vor dem Gesicht herum. „Nobu, was willst du denn hier?“ fragte sie störrisch und sah die Fee dabei herausfordernd an. Schmunzelnd flog Nobu nun um Yuki herum und zog ihr dabei spielerisch an einem der langen weißen Zöpfe. „Aber was willst denn eigentlich du hier?“ fragte er und sah Yuki mit großen Augen an.
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Grummelig drehte Yuki ihm den Rücken zu und sagte etwas zischend: „Das geht dich gar nichts an, kümmere du dich um deine eigenen Sachen!“ Neugierig flog Nobu ihr hinterher und lehnte sein Gesicht an das Fenster des Badezimmers, wobei er seinen Nase ziemlich platt drückte.
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Nun fing er an Akane zu beobachten, die entspannt im Wasser lag. Eine leichte Röte zog in sein Gesicht, als er merkte wie sich ihre Brust leicht hob und wieder senkte. Plötzlich öffnete sich die Tür und ein junger Mann mit einem schwarzen Zopf betrat den Raum. Kaum hatte er das Mädchen in der Badewanne entdeckt, wurde er knallrot im Gesicht und ging stotternd ein paar Schritte zurück. Verwundert schaute Nobu von dem roten Gesicht des Jungen zu dem roten Gesicht des Mädchens und wartete gespannt was passieren würde. Doch zu seiner Enttäuschung geschah überhaupt nichts, denn der Junge verzog sich schnell wieder aus dem Bad und das Mädchen starrte einfach nur regungslos und mit großen Augen auf das stille Wasser.
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Als sich die Tür geschlossen hatte, sah Nobu belustigt zu Yuki hinüber, die hochmütig die Nase rümpfte. „Zwischen den beiden läuft doch etwas , oder?? Erwartungsvoll schaute er Yuki in die großen grünen Augen, doch sie wendete sich schnell ab und flog ein Stückchen weiter. Grinsend flog Nobu hinterher und sagte: „Hast du etwa was damit zu tun??“ Doch anstatt zu antworten flog Yuki einfach nur weg und verschwand in den Baumwipfeln. Nobu stattdessen flog noch etwas näher an das haus heran und beobachtete wie Ranma in den Garten hinaustrat. Er streckte sich einmal und lief dann hinüber zum Dojo, wo er auch gleich anfing zu trainieren.
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Interessiert schwebte Nobu hinterher und beobachtete die geschmeidigen Übungen von Ranma. Doch schon nach kurzer Zeit begann er sich zu langweilen und wollte schon davonfliegen, als auf einmal Akane in das Dojo kam. Mit leuchtenden Augen ließ Nobu sich wieder auf einem der Deckenbalken nieder und schaute schmunzelnd zu, wie Ranma und Akane sich verlegen ansahen.
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Mit pochendem Herzen blickte Akane Ranma an, der stumm vor ihr stand. Zu ihrer Verwunderung ging er dann einen Schritt auf sie zu und hob stotternd den Kopf. „Ich … also wegen vorhin … das war wirklich keine Absicht … ich wollte das nicht …“ Peinlich berührt schaute Ranma krampfhaft auf den Boden. Lächelnd spielte Akane mit ihren Fingerspitzen, denn das Verhalten von Ranma fand sie einfach nur niedlich und so sagte sie: „Ich … Ranma, das macht doch nichts … du kannst ja nichts dafür…“ Fassungslos schaute Ranma Akane an und kratze sich am verlegen am Kopf. Es machte ich ihn ziemlich nervös, dass Akane gar nicht so wie sonst reagierte, sie war ja so verständnisvoll und gar nicht so wütend. „Wir … wir könnten ja ein wenig trainieren“ brachte er leise hervor und sein herz machte einen Hüpfer, als er sah, wie Akanes Augen anfingen zu strahlen.
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Etwas mürrisch stand Nobu nun von seinem Balken auf und sah mit einem Blitzen in den Augen auf Ranma hinab. Dann erschien plötzlich ein schelmisches Lächeln auf den Lippen und er hob mit einer leichten Bewegung den Finger. Kurz leuchtete die Spitze schwarz auf und Nobu setzte sich vergnügt wieder hin. Schmunzelnd beobachtete er wie Ranma sich auf einmal abweisend umdrehte und mit einem merkwürdigen Unterton in der Stimme sagte: „Aber wenn ich mir das recht überlege, dann kämpfe ich doch lieber alleine.