Fanfic: Wenn Träume wahr werden … IV
Chapter: Wenn Träume wahr werden … IV
Wenn Träume wahr werden … IV
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Akane hatte sich gegenüber Ranma nicht wehren können, zu schnell hatte er sie gepackt. Aber diesmal war es nicht so wie sonst, Ranma war anders, irgendwie kalt und abwesend … er machte ihr Angst. Verzweifelt versuchte Akane sich aus Ranmas Armen loszureißen, doch Ranma zog sie nur noch dichter an sich und begann langsam den Träger ihres Tops hinunter zuschieben. Mit heißem Atem flüsterte er ihr ins Ohr: „Du gehörst mir Akane, mir ganz allein!“
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Verzweifelt versuchte Akane sich von Ranma wegzudrücken, ihn zu schlagen oder zu treten, doch er machte nicht die geringsten Anstalten sie loszulassen. Stattdessen begann er begierig mit seinen Händen über ihren Rücken zu streicheln und langsam mit seinen Lippen an ihrem Hals entlangzufahren. Immer wieder jagte er dadurch kleine Schauer über Akanes Rücken, doch es waren nicht Schauer des Wohlwollens, sondern eher Schauer der Furcht. Oft hatte Akane sich eine solche Situation schon vorgestellt, hatte sich gewünscht, dass Ranma und sie sich irgendwann doch einmal näher kommen, doch jetzt, wo es soweit war, würde sie am liebsten schreiend weglaufen. Das war nicht der Ranma den sie kannte, es war nicht der Ranma den sie mochte. Dieser hier war kalt, er war nicht zärtlich und auch das glänzende Licht aus seinen Augen war verschwunden. Akane hatte Angst vor ihm…
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Währendessen starrte Nobu gebannt auf das Paar, welches sich unter ihm im Dojo immer näher kam. Er sah genau, dass Akane Angst und das Ranma trotzdem weitermachte und wahrscheinlich bereitete ihm gerade das eine besondere Freude. Er wollte natürlich nicht, dass Ranma Akane irgendetwas antat, das er sie verletzte, er wollte einfach nur seinen Spaß haben.
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Mit großen Augen beugte sich Nobu immer weiter über den Deckenbalken nach unten um das Schauspiel besser beobachten zu können. Es sah einfach nur zu lustig aus, wie Akane versuchte aus Ranmas Armen zu entweichen und dazu dann Ranma, den das ganze völlig kalt ließ.
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Plötzlich spürte Nobu einen stechenden Schmerz in seinem linken Ohr und er wurde mit einem Ruck nach oben gezogen. Das zufuhr so fröhlich grinsende Gesicht, verfiel mit einem Schlag zu einem versteinerten Gesichtsausdruck, als Nobu in das grimmige Gesicht von Yuki schaute. Zornig stemmte sie die Hände in die Hüften und sagte mit bebender Stimme: „Nobu, kannst du mir vielleicht mal erklären, was du hier machst?“ Mit hochrotem Kopf machte Nobu eine weite Armbewegung in Ranmas und Akanes Richtung. „Meinst … meinst du etwa das da?? Ich, ich habe gar nichts gemacht, wo denkst du denn nur hin?“ Verlegen drehte Nobu seine Fußspitze auf dem Boden herum und riskierte nur manchmal einen Blick auf Yuki. Diese hatte inzwischen ihre Hände zu Fäusten geballt und sprang wütend im Kreis herum.
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Ängstlich blickte Akane in Ranmas Augen. Gerade eben waren sie noch leer und kalt gewesen und nun war auf einmal wieder das altbekannte Funkeln zu sehen, welches sie so sehr liebte. Als Ranma ihren Blick bemerkte durchfuhr ihn ein unheimliches Kribbeln im Bauch. Erst da realisierte er, dass er Akane fest im Arm hielt und, dass sich in ihren Augen die Angst widerspiegelte. Sofort wurde er knallrot im Gesicht und ließ Akane los. Diese taumelte ein paar Schritte rückwärts und sah Ranma dann hasserfüllt an. Schwer atmend zog sie sich den Träger ihres Tops wieder über die Schulter und ging dann auf Ranma zu. Ohne ein Wort zu sagen, holte sie weit aus und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. Tränen stiegen ihr dabei in die Augen und mit einem letzten Blick auf Ranma, der am Boden zerstört auf dem Boden kniete, verließ sie das Dojo.
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Traurig schaute Ranma Akane hinterher. Er wusste genau, was er getan hatte, er wusste noch wie sich ihr Körper anfühlte, wie er ihren zarten Duft eingeatmet hatte, aber warum er das getan hatte … dafür fand er keine Erklärung. Es kam ihm alles vor wie ein schlechter Traum, so als ob er anwesend gewesen wäre, aber andererseits auch wieder nicht. Sein Herz war schwer, er fühlte sich schuldig, er wollte Akane hinterherlaufen, ihr alles erklären und sich entschuldigen, doch er blieb sitzen und starrte unverwand durch die offene Tür in die sternenklare Nacht hinaus.
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Mit zitterndem Körper legte sich Akane in ihr Bett und deckte sich zu. Kleine Tränen flossen an ihren Wangen entlang und ihre Hände verkrampften sich. Mit leeren Augen schaute sie aus dem Fenster, durch das ihr viele kleine Sterne entgegenfunkelten.
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Immer wieder stiegen ihr die Bilder aus dem Dojo in den Sinn, alles war so furchtbar schnell gegangen. Erst hatte sie mit Ranma gekämpft, wollte ausprobieren ob sie wirklich stärker geworden war. Doch der Kampf hatte ihr keinen Spaß gebracht. Sicherlich war sie etwas stärker als vorher, doch Ranma schien daran keinen gefallen gefunden zu haben. Je mehr Akane darüber nachdachte, desto weniger war sie sich darüber im Klaren, warum sie eigentlich hatte stärker werden wollen. Eigentlich war sie doch mit sich zufrieden und jetzt, wo sie wusste, dass auch Ranma nicht wollte, dass sie stärker war, wünschte sie sich, dass das ganze nie passiert wäre.
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Doch noch viel schlimmer war der Gedanke, an das was Ranma heute Nacht mit ihr gemacht hatte. Allein bei dem Gedanken daran erzitterte Akanes Körper und weitere Tränen fielen von ihrem Gesicht herab auf das Kopfkissen. Noch nie hatte sie Ranma so erlebt … es war richtig unheimlich. Sonst hatte sie sich bei Ranma auf irgendeine Art und Weise immer wohl gefühlt, war sicher und geborgen, doch heute Nacht … es war einfach alles anders. Schluchzend drehte sich Akane um und vergrub ihr Gesicht in ihrem Kissen. Er hatte gesagt, dass sie ihm gehören würde, ihm ganz allein … doch das würde sie nicht auf sich sitzen lassen. Sie war eine Kämpferin und sie gehörte niemand außer sich selber. Ermutigt drehte sich Akane wieder um und richtete sich auf. Nie würde sie sich benutzten lassen, dessen war sie sich sicher …
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„Akane Liebes, du musst aufstehen.“ Lächelnd steckte Kasumi den Kopf zu Akanes Zimmer herein und weckte ihre kleine Schwester liebevoll. Gähnend räkelte sich Akane in ihrem Bett und schloss blinzelnd die Augen, als die helle Sonne ihr Strahlen ins Gesicht warf. Verschlafen rutschte Akane aus ihrem Bett und schlurfte zum Badezimmer, als Kasumi noch einmal ihren Kopf ins Zimmer steckte und sagte: „Und weckst du Ranma bitte noch!“ Mit rollenden Augen stand Akane vor dem Spiegel und dachte mürrisch daran Ranma sehen zu müssen. Dennoch machte sie sich schließlich auf in Ranmas Zimmer und stand nun vor ihm. Seelenruhig schlief er vor sich hin und Akane kam nicht darum herum zu bemerken, dass er doch ziemlich niedlich aussah. Wie konnte Ranma nur gestern so anders gewesen sein, irgendetwas stimmte das doch nicht …
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Etwas verunsichert kniete Akane sich zu Ranma und rüttelte ihn unsanft aus seinem Schlaf. Zusätzlich schrie sie noch in sein Ohr: „RANMA AUFSTEHEN!!“ danach ging sie stampfend aus dem Zimmer, doch sobald sie wieder allein war, entspannten sich ihre Gesichtzüge und wurden traurig. Sie wusste einfach nicht wie sie sich gegenüber Ranma verhalten sollte, denn einerseits konnte sie das Geschehen von gestern Nacht nicht vergessen, doch andererseits sagte ihr Inneres immer wieder, dass mit Ranma in dem Moment etwas nicht gestimmt hatte.
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Ausnahmsweise konnten Akane und Ranma an diesem Morgen gemütlich zur Schule schlendern, das keiner von beiden viel Hunger verspürt hatte. So waren sie schon früher zur Schule aufgebrochen und liefen nun schweigend nebeneinander her.
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Verlegen schaute Ranma aus seinen Augenwinkeln zu Akane hinüber, die mit gesenktem Kopf die Straße entlanglief. Wie gern hätte er sich jetzt doch bei ihr entschuldigt, aber er wusste einfach nicht wie er anfangen sollte. Stockend blieb er stehen, so dass sich auch Akane verwundert umsah und stehen blieb. Eigentlich war nun der perfekte Zeitpunkt um die Sache zu klären, doch keiner von beiden traute sich den Anfang zu machen. Schließlich ging Ranma zögernd ein paar Schritte auf Akane zu und sah ihr in die Augen. Immer noch sahen sie verletzt aus und das fröhliche Funkeln war verschwunden. Warum nur hatte er das gestern getan? Er wollte sie doch immer nur beschützen und glücklich machen, warum tat er dann so etwas??
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Stotternd begann Ranma irgendwann doch zu reden: „A … Akane, ich … also wegen gestern Abend … ich …“ Plötzlich durchfuhr Ranma ein Ruck und er sagte mit fester Stimme: „ich möchte nicht, dass du dir irgendetwas darauf einbildest, denn im Grunde genommen finde ich dich ziemlich unattraktiv und hatte gestern nur das Verlangen jemanden anzufassen …“ Mit leeren Augen sah Akane zu Boden. Wieder einmal begannen ihre Augen zu glänzen, doch sie schluckte die Tränen tapfer hinunter. Sie konnte einfach nicht begreifen was Ranma gerade zu ihr gesagt hatte. Sie hatte allen Ernstes geglaubt, das er sich bei ihr entschuldigen wollte und dann so etwas. Zornig blitzen ihre Augen auf und sie trat Ranma entgegen. Schon holte sie mit ihrer Schultasche weit aus, als sie auf einmal eine sanfte Stimme in ihrem Ohr hörte. „Akane, hör mir zu … du musst stark sein, glaube an dich, du hast die Kraft dazu.“ Horchend blickte Akane auf. Das war eindeutig die Stimme von Yuki gewesen, doch sie konnte sie nirgendwo sehen. Suchend schaute sie sich um, als Akanes blick wieder auf Ranma fiel, der sie herausfordernd ansah. Mit leiser Stimme wiederholte sie Yukis Worte: „Ich bin stark.“ Traurig schloss sie die Augen und ging dann entschlossen davon.
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To be continued
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Also ich bin irgendwie gar nicht zufrieden mit diesem Teil, *grummel*, hab nur Mist geschrieben.
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Danke natürlich noch einmal für die vielen Kommis