Fanfic: Der Himmel auf Erden
Chapter: Der Himmel auf Erden
Hi Leutz!!<br />
<br />
So... hier ist mal ne neue Idee... Ich weiß ich weiß... das gibt es schon... aber ich versprech euch, dass garantiert kein Happy End gibt. War ja auch nur sowas... wie sagen das die anderen doch gleich... Ein Blockadenbrecher. Wenn ihr wollt, gibts mehr davon... Soll heißen: 5 und mehr Commies mit dem Wort weiter, o.k.??<br />
<br />
Sie war es leid. <br />
<br />
Sie wollte nicht mehr Leben.<br />
<br />
Sie nahm es sich.<br />
Sie nahm sich das Leben, zwei Stunden vor ihrem siebzehnten Geburtstag.<br />
<br />
Erst schluckte sie dreißig Schlaftabletten, und um ganz sicher zu gehen, dass sie nicht mehr gerettet werden konnte, schnitt sie sich die Pulsadern auf. Und zwar in längs, nicht wie es Anfänger tun würden. <br />
Auf ihrem Bett sitzend betrachtete sie mit immer schwereren Lidern die Uhr.<br />
22.14 Uhr<br />
Bald würde sie nicht mehr hier sein. Und sie war dankbar dafür. All die Demütigungen ihrer Mutter... nun würde sie sie nicht mehr ertragen müssen. Jetzt war sie ihrer Mutter endgültig entflohen. <br />
Nun würde sie frei sein. Für immer. <br />
Das Blut rann ihr die Handgelenke hinunter, eine warme Spur roter, bald nicht mehr nötiger Flüssigkeit<br />
Vor ihrem inneren Auge spielten sich langsam Szenen aus ihrem Leben ab. <br />
Ein Locher, der auf sie zurast, geworfen in einem Wutanfall ihrer Mutter.<br />
Ihre Freunde aus der Schule. <br />
‚Nur wegen ihnen hab ich solange durchgehalten. Es tut mir leid, sie so zu hintergehen, aber... ich kann nicht anders. Nicht mehr.’<br />
Ihr Blick wanderte zu dem Regal an der gegenüberliegenden Seite des Zimmers. Dort standen 37 Bände ihres Lieblingsmangas. Nur der 38. fehlte noch. Nie hatte sie ihren Freunden von ihrer heimlichen Leidenschaft erzählt. <br />
Sie sammelte ihre letzten Kräfte und stand auf, taumelte zu dem besagten Regal und zog ihren liebsten Band hinaus. Band 37. Dann ging sie wieder zu ihrem Bett zurück und setzte sich in die Mulde, die sie hinterlassen hatte. An den Stellen, wo ihre Arme lagen waren rote, warme Flecke, ihr Blut.<br />
Sie fühlte, wie sie immer schwächer und müder wurde. Langsam bahnte sich eine einzelne Träne den Weg ihre linke Wange hinunter. Ihr tat es leid, ihre Freunde einfach so im Stich zu lassen, und ein Gedanke brannte sich in ihr Hirn: Ihre Freunde, wie sie trauernd an ihrem Grab stehen würden. Doch in dieser Träne spiegelte sich auch die Freude wieder. Freude darüber, die Hölle auf Erden endlich hinter sich lassen zu dürfen. <br />
Stöhnend setzte sie zu ihrem letzten Gebet an:<br />
‚Bitte Gott! Mach dass ich in einer besseren Welt wieder aufwache! Ich habe hier genug gelitten!’<br />
Dann, ganz langsam, fühlte sie, wie das Leben aus ihrem Körper wich. Ihre Augenlider fielen zu und von weit her, so schien es, wurde eine Tür geöffnet. Ein spitzer Schrei durchschnitt ein letztes Mal die ewige, so sehr von ihr herbeigesehnte Ruhe. <br />
Schließlich wurde es auch um ihre Seele dunkel. <br />
<br />
<br />
<br />
Als sie wieder aufwachte, fühlte sie, wie kalter Regen ihre Kleidung durchnässte. Schwerfällig versuchte sie, ihren Kopf zu heben, doch die Muskeln gehorchten ihr nicht. An ihrer rechten Wange spürte sie kalten, rauen Stein. Nach ein paar weiteren Versuchen, den die Augen zu öffnen und den Kopf zu heben, gelang es ihr halbwegs, wenn auch recht langsam.<br />
Die Augen mussten sich erst wieder daran gewöhnen, ihrer Arbeit nach zu kommen. Nach und nach nahm ihre Umgebung immer klarere Umrisse an. Sie befand sich in einer kleinen Sackgasse, neben ihr standen ein paar Mülltonnen. Vor dieser Sackgasse befand sich ein kleines Sträßchen, wohin es führte wusste sie nicht. Sie erkannte gar nichts wieder.<br />
Wo war sie?<br />
Schleppend versuchte sie aufzustehen, sie wollte sich anschauen, wo sie gelandet war. Es vergingen aber noch gute zehn Minuten, bis sie auch ihre Beine wieder kontrollieren konnte. Als sie endlich stand, bückte sie sich, um den Dreck abzuklopfen, doch dabei stellte sich entsetzt fest, dass sie einen Kimono anhatte. *Was zum…?* Sie stellte sich wieder aufrecht hin und griff sich ruckartig an den Kopf, weil ihn ein stechender Schmerz durchzog. Sie war schon Kopfschmerzen gewöhnt, sie hatte früher Migräne gehabt, doch damit waren diese Schmerzen nicht zu vergleichen. *Scheint wohl eine deftige Gehirnerschütterung zu sein... Aber warum liege ich mitten auf der Straße, dazu noch im Regen? Und… Wo bin ich?* <br />
Um dieser Frage näher auf den Grund zu gehen, taumelte sie auf die Straße, die vor ihr lag, zu. Auf der linken Seite lagen kleine Geschäfte, doch sie konnte nicht die Buchstaben erkennen, die sich auf den Fensterscheiben befanden, der Regen war zu stark. Nach längerem Überlegen entschloss sie sich nach rechts zu gehen. Auf dieser Seite waren keine Geschäfte, nur Mauern schlängelten sich den Bordstein entlang. Wozu diese Mauern wohl gehörten? Waren sie steinerne Zäune für die Gärten, oder war hier Haus an Haus gebaut? Hinter sich hörte sie auf einmal schnelle Schritte durch die Pfützen platschen.<br />
„Sie muss doch hier irgendwo sein! Sie kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben!“ rief eine Männerstimme. Sie drehte sich um und erkannte zwei Männersilhouetten. Als sie immer näher kamen, erkannte sie, dass sie Revolver in den Händen hielten. <br />
Nervosität packte sie, und irgendetwas in ihr sagte, dass sie hier so schnell wie möglich verschwinden musste.<br />
Also lief sie los, immer den Bordstein entlang. Zuerst fühlte sie sich, als liefe sie auf Eiern, doch nach und nach schienen sich ihre Beine daran zu erinnern, wie man lief, und ihr Lauf wurde flüssiger. „DA!“ schrie einer der Männer hinter ihr und man konnte hören wie sie ihren Schritt beschleunigten. <br />
Langsam beschlich sie ein Gefühl der Angst. *Da vorne ist eine Abbiegung! Da renn ich rein!* dachte sie sich. Doch sie fühlte, wie ihr immer schlechter wurde und in ihrem Kopf dröhnte es. Und mit jedem Schritt wurde dieses Dröhnen schlimmer. <br />
Allmählich verschwamm ihr Blickfeld wieder. *Nein! Ich darf nicht aufgeben! Ich darf nicht ohnmächtig werden!* dachte sie und biss sich auf die Lippe. <br />
Aber es hatte keinen Sinn mehr. Die ohnehin schon durch den Regen getrübten Farben, wurden immer blasser. Sie sag noch die Biegung auf sich zukommen, doch dann versagten ihre Augen den Dienst vollends. <br />
Sie konnte nur noch fühlen, wie sie mit irgendetwas warmen zusammenstieß, als sie die Dunkelheit wieder umschloss. <br />
<br />
<br />
Sie fühlte, wie sie wieder zu sich kam. Noch nicht fähig, ihren Körper zu bewegen, lauschte sie den Gesprächen der Personen, die ebenfalls im Zimmer waren. Wieder stand sie vor einer Frage: ‚Wo bin ich?’<br />
Es schienen noch zwei Personen außer ihr im Raum zu sein. <br />
„Und du sagst, sie wurde von zwei Männern angegriffen?“, sagte ein Junge mit Unglauben in der Stimme. „Ja, dass habe ich nun schon x-mal erzählt. Ich war joggen und bog um eine Ecke, da ist sie in mich reingelaufen. Sie fiel um und hatte das Bewusstsein verloren. Und dann standen da auch schon zwei Männer in schwarzem Anzug und Pistolen in der Hand. Aber komischerweise wusste ich, dass ich sie ihnen nicht kampflos überlassen durfte. Und warum sonst ist sie vor ihnen weggelaufen?“ „Dann hast du gegen sie gekämpft?“ „Ja, was hätte ich denn sonst tun sollen? Sie zum Kaffe einladen und ihnen dabei freundlich erklären, dass sie das Mädchen nicht haben können? ‚Tut mir Leid meine Herren, aber das Mädchen steht nicht zum Verkauf...’ oder wie hast du dir das vorgestellt?“ „Nein, natürlich nicht, aber ich meine, du hast sie alleine besiegen können??“ „Ja... na ja... ich hab sie nur kurz ausgeknockt... Und hab ich sie Huckepack genommen und dann bin zu Dr. Tofu’s Praxis gerannt. War ja nicht weit, zum Glück...! Die waren nämlich ziemlich schnell wieder auf den Beinen... Ich hab sie nach 2 Minuten an der Praxis vorbeilaufen sehn.“ „Und jetzt ist sie hier...“ „Siehst du doch!“ „Ziemlich chaotische Story, nicht?“ „Wenn’s doch so war? Und schau sie dir doch an! An ihr kann nichts schlimmes sein!“ „Ja, aber mich würde mal interessieren, was die von ihr wollten. Die rennen bestimmt nicht jedem Mädchen hinterher...“ Das Mädchen antwortete nur mit einem Seufzen. <br />
„Dr. Tofu hat gesagt, dass sie eine ziemlich schwere Gehirnerschütterung hat, mit der nicht zu spaßen ist. Aber das könnte nicht von dem Zusammenstoß kommen... Dass sie in so einem Zustand noch Laufen konnte...“ „Vielleicht hat sie die Angst vor den Männern dazu getrieben.“ „Ich will ja nur hoffen, dass sie bald aufwacht!“ <br />
Stille, die nur von plätscherndem Wasser unterbrochen wurde. Auf einmal fühlte sie wie ihr ein nasser Lappen auf die Stirn gelegt wurde und zuckte zusammen. „Bist...bist du wach?“ Diese Frage war wohl an sie gerichtet. „Ich habe Kopfschmerzen!“ „Das ist wohl normal bei so einer schweren Gehirnerschütterung!“ stellte der Junge fest. Er fügte ein rasches „Au!“ hinzu und schwieg wieder. „Dr. Tofu hat uns Schmerztabletten dagelassen, von denen du welche nehmen sollst... Wenn du dazu fähig bist!“ Es war wieder das Mädchen das sprach. „Ja.“ „Warte, ich hole dir etwas Wasser...“ und schon hörte sie, wie eine Tür geöffnet wurde. „Kasumi! Sie ist wach!“<br />
Kurz darauf war sie wieder im Raum und schloss die eben geöffnete Tür wieder. „Kannst du das selber, oder soll ich dir helfen?“ „Ich kann mich nicht bewegen!“ Panik klang in ihrer Stimme mit. „Ganz ruhig“ sagte das Mädchen besänftigend „Ich helfe dir schon! Dann schläfst du noch wieder ein bisschen, und morgen wird es dir besser gehen. Ein „Hm“ von ihrer Seite sollte ihre Zustimmung darstellen. „So, mach mal den Mund auf... ich leg dir die Tablette auf die