Fanfic: Versteckte Gefühle – part eight
verzog Ranma sein Gesicht … schreckte aber gleich darauf vor seinen harten Worten zurück … ängstlich ging er ein paar Schritte zurück, als er merkte wie Akane zornig auf ihn zutrat.<br />
„Wenn du es für so pervers hältst, dass ich dich geküsst habe, dann kannst du ja jetzt froh sein, dass ich es nie wieder machen werde!“ Mit lauter Stimme schrie sie ihn an, so dass Ranma mit aufgerissenen Augen auf den Boden fiel.<br />
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Zitternd biss sich Akane auf die Lippen … ihre Fingernägel hatte sie tief in die Haut ihrer eigenen Hände gebohrt und versuchte so den Schmerz zu vergessen, der sich erneut in ihrem Herzen breit machte.<br />
Schluckend sah sie hinunter zu Ranma, der sie mit ausdruckslosen Augen anblickte, und verschwand dann schnell Schrittes aus dem Dojo.<br />
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„Akane, möchtest du denn nichts essen?“ Besorgt reichte Kasumi Akane eine Schüssel Reis, doch diese schob sie schnell wieder zur Seite. „Nein danke, ich habe wirklich keinen Hunger.“ Ein kleines Lächeln strich über Akanes Gesicht, als sie ihre große Schwester ansah. „Ich muss jetzt aber wirklich los!“ Hektisch stand Akane vom Tisch auf, schlüpfte vor der Tür in ihre Schuhe und winkte ihrer Familie noch einmal zu. „Bis später!“ Fröhlich rannte sie aus dem Haus hinaus und beschleunigte ihr Tempo bis sie sich sicher war, dass sie endlich allein war. <br />
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Tief durchatmend lehnte sie sich an den Zaun, auf dem Ranma immer balancierte und schaute gedankenverloren in das Spiegelbild ihres scheinbar fröhlichen Gesichtes. <br />
Warum sie so fröhlich tat, wusste sie selbst nicht genau … aber sie wusste, dass sie sich selbst dadurch stärker fühlte, wenn ihr nicht alle ansahen, dass sie traurig war … sie wusste, dass sie sich auf diese Weile ein wenig selbst austricksen konnte, indem sie glücklich aussah … doch in einem Moment wie diesem, in dem sie ganz allein war, schien es ihr, als würde sich der Schmerz ihrer Seele weit um sie herum ausbreiten und ihren ganzen Körper erfüllen. <br />
Aufseufzend strich sie sich mit dem Zeigefinger unter den Augen entlang und wischte die leichten Tränenspuren schnell in ihrem Kleid ab. <br />
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Erschrocken drehte sie sich um, als sie plötzlich ein Tippen auf ihrer Schulter spürte. <br />
„Ranma, was willst du von mir?“ Wütend senkte sie den Kopf und wollte schon an ihm vorbeigehen, als er sie auf einmal an den Handgelenken packte und an den Zaun drückte.<br />
„Ich möchte mit dir reden, also lauf nicht schon wieder weg!“ <br />
Ruhig sah er sie an, doch Akane wich seinem Blick aus und betrachtete stattdessen den Boden unter sich. <br />
„Akane ich … ich wollte das vorhin nicht sagen.“ Errötend strich Ranma über ihren Handrücken und schickte ein paar kleine Schauer durch Akanes ganzen Körper. „Ich wollte nicht sagen, dass der Kuss pervers war … ich, ich mochte ihn sogar …“ Errötend lies Ranma Akanes Hände los und wendete schnell sein Gesicht in eine andere Richtung. Sein Herz pochte schnell, doch er wollte in dieser Situation vor Akane einfach nicht nervös wirken. So drehte er sich tapfer wieder um und schaute in das regungslose Gesicht von Akane.<br />
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Gerade wollte er wieder einen Schritt auf sie zumachen, als sie plötzlich wieder den Kopf senkte. Eine starke Windböe wirbelte ihre Haare vor ihre Augen, so dass er nicht sehen konnte, wie ein trauriger Schimmer von aufkommenden Tränen sich wieder über sie legte.<br />
„Ich habe dir vertraut Ranma … aber wie soll ich dir nur jemals wieder trauen können …“ <br />
Ein unterdrücktes Schluchzen bildete sich in Akanes Hals und sie stieß sich schnell vom Zaun ab und lief los. <br />
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Stolpernd entfernte sich Akane von Ranma, als dieser auf einmal neben ihr erschien und sich vor sie stellte. „Akane bleib doch hier!“ Mit ruhiger Stimme wollte er wieder nach ihrer Hand greifen, doch diese schnellte in diesem Moment nach oben und verpasst ihm eine schallende Ohrfeige. „Lass mich in Ruhe Ranma, ich hasse dich!“ <br />
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Geschockt sah Ranma zu Boden. Nur noch abwesend vernahm er die leisen Schritte Akanes, die sich langsam von ihm entfernten. Langsam lies er sich auf den Boden sinken. Er dachte nichts … fühlte nichts … nur noch eine große schwarze Leere breitete sich in seinem Herzen aus … <br />
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Unter den dichten schwarzen Haaren, die Ranma über seine Augen fielen, während er auf dem Boden kniete, rollte langsam eine kleine glitzernde Träne an seiner Wange hinab und zerplatze auf dem harten Boden …<br />
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Seufzend setzte Akane sich auf eine kleine Bank. Anstatt in die Schule zu laufen, hatte sie wie automatisch den Weg zum Park eingeschlagen und versuchte dort irgendwie wieder ihre Gedanken zu ordnen. <br />
Sie konnte noch immer nicht wirklich begreifen, dass sie Ranma wirklich gesagt hatte, dass sie ihn hassen würde … <br />
„Hass…“ Leise flüsterte sie das Wort vor sich hin und bemerkte nur unbewusst, wie eine kleine Träne hinab auf ihre Hände fiel …<br />
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Kopfschüttelnd beugte sie sich nach hinten und schloss die Augen …Tief in ihrem Inneren wusste sie, dass sie nicht die kleinste Spur von Hass für Ranma empfand … tief in ihrem Inneren spürte sie, wie sehr sie sich in ihren Verlobten verliebt hatte, wie sehr sie ihn brauchte und schon jetzt wieder vermisste … <br />
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„Akane? Bist du das wirklich?“ Freudig auflachend hüpfte auf einmal ein kleines Mädchen auf Akanes Schoß und drückte sich an ihre Brust. Verwundert öffnete Akane die Augen und sah lächelnd auf Chiyo hinab, die sich freudig an sie kuschelte. „Hallo Chiyo … wie geht es dir?“ Mit glitzernden Augen blickte Chiyo auf und sprang wieder auf den Boden hinunter. „Mir geht es natürlich wunderbar … aber wie geht es dir?“ <br />
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„Ja… wie geht es dir heute?“ Verwundert stand Akane auf, als sie plötzlich eine weitere Stimme vernahm. Kurz darauf trat der ältere Bruder von Chiyo aus dem Schatten der Bäume heraus und trat auf sie zu. <br />
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„Oh Entschuldigung, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt … mein Name ist Tsubasa.“ Lächelnd reichte er Akane eine Hand.<br />
Etwas zögerlich legte Akane ihre Hand in seine und beobachtete mit Erstaunen, wie er einen flüchtigen Handkuss darauf setzte. <br />
„Schön dich wieder zu sehen Tsubasa … und danke noch mal, dass du mich gestern beschützen wolltest.“ Etwas verlegen spielte Akane mit ihren Fingern und atmete erleichtert auf, als Chiyo auf einmal an ihrer Hand zog. <br />
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„Weißt du was Akane?“ Neugierig beugte Akane sich herunter zu dem kleinen Mädchen und sah sie mit großen Augen an. Grinsend flüsterte Chiyo ihr ins Ohr: „Mein Bruder hat sich ganz schön Sorgen um dich gemacht …“ <br />
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Ein leichter Rotschimmer überzog Akane Nase, als sie sich wieder aufrichtete und schüchtern in die glitzernden grünen Augen von Tsubasa sah …<br />
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To be continued<br />
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*großeaugenmach* Und, wie hat euch das gefallen??? Bin mal wieder total aufgeregt *g*<br />
Hab jetzt auch ein paar freie tage und wenn ihr das möchtet … dann schreib ich vielleicht schon am Montag weiter … *fg* <br />
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Hab euch alle lieb … und noch an alle ganz, ganz wunderbare Ostern mit vielen, vielen Blumen … (damit mein ich aber nicht mich … oder vielleicht doch?? ^^)<br />
Eure Blume<br />
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