Fanfic: D Anfang v Ende o: DF [10] (Extra Lang!)

geschlafen?&quot; Obonu hatte sich mit einem Stapel von Holzscheiten dem Haus genähert, und verstaute sie nun bedächtig und vorsichtig unter einem kleinen Dach, das wohl vor eventuellem Regen schützen sollte. &quot;Ja, wie ein Stein!&quot; Gab sie lächelnd zurück, und drehte sich zu ihm um. Er deutete auf einen kleinen Korb. &quot;Ich hab ein paar Beeren mitgebracht, vorausgesetzt du hast Hunger...&quot; <br />
Mit einem Schmollmund grinste sie zurück. Wie schnell war doch der erste Schreck vergangen, und nun waren sie schon fast so etwas wie gute Freunde. Das in nur einem Tag, erschien ihr zumindest erstaunlich. Aber mit Ranma war es ja nicht anders, wenn auch etwas komplizierter verlaufen. <br />
&quot;Natürlich hab ich Hunger, Aber hallo!&quot; Etwas anderes schien er nicht erwartet zu haben, da der Tisch bereits üppig gedeckt war. Sogar etwas Schinken entdeckte sie, jedoch hatte sie keine Ahnung wo er den aufgetrieben hatte. &quot;Na dann, lass die Etikette Etikette sein, bloß hau rein!&quot; Bemerkte Akane kurz, bevor sie großzügig in den Korb mit den Beeren griff und sich ausgiebig bediente. <br />
&quot;Was machst du eigentlich hier so? Ich meine, außer Schreiben... Das ist ja mit Sicherheit nicht die einzige Beschäftigung... Oder?&quot; Sie hatten stillschweigend begonnen das Geschirr zumindest spartanisch abzuwaschen, als Akane wieder einmal eine Frage von sich gab. <br />
&quot;Nein, natürlich nicht... Wo käme ich denn dann hin, außer ins Irrenhaus... Die Gegend ist groß und muss Teilweise gepflegt werden, außerdem ist es angenehm einfach mal nur durch die Wälder zu ziehen... Oben auf die Insel gehe ich nur selten... Sind ja eh nur noch Ruinen von den Ère-Ahn übrig... Außerdem hab ich da oben nichts verloren... Ich bin lieber hier, und erkunde, lese, schreibe, arbeite! Das ist wohl das was ich am häufigsten mache... Würde ich jetzt mal Behaupten...&quot; <br />
Obonu zog einen Teller blitzblank aus dem Bach und stapelte ihn auf den Anderen. &quot;Und du?&quot; Die Frage traf sie unerwartet. Natürlich hatte er ein Recht darauf es zu erfahren, aber ihr war es irgendwie nicht ganz recht darüber zu sprechen, freiwillig oder unfreiwillig. &quot;Ähm... Naja...&quot; Begann sie stotternd. &quot;Die meiste Zeit trainiere ich, bin mit ein paar Freundinnen unterwegs oder...&quot; <br />
Gespannt lauschte er was sie zu berichten hatte. Er konnte ja nicht viel Gesellschaft haben hier unten, er konnte also auch nichts neues aus der Außenwelt wissen oder mitbekommen haben. &quot;Und ansonsten streite ich mich eigentlich nur... Mit meinem Verlobten...&quot; <br />
In Verlegenheit wandte sie ihren Blick zur Seite um dem seinen erstaunten Augen zu entgehen. &quot;Du, streitest dich mit ihm? Ungewöhnlich... Und ich dachte immer verlobt sein bedeutet dass man sich zumindest gut leiden kann... Seltsam...&quot; <br />
Seine Stimme schrie förmlich nach mehr Details, doch Akane wurde es zunehmend unangenehm je mehr sie sich erinnerte. &quot;Heißt das du magst ihn etwa nicht? Oder ist es was anderes, irre ich mich?&quot; Er schien felsenfest auf seiner Frage zu beruhen, so dass Akane nichts weiter übrig blieb als stark ein und auszuatmen und dann fort zu fahren. &quot;Nein, es ist nicht so dass ich ihn nicht mag aber... Er ärgert mich sehr oft... Wirklich oft... Und ich raste dann vollkommen aus, entgegen dem was ich ursprünglich sagen wollte... Ich, werde unsicher glaube ich, und...&quot; &quot;Und dann baust du eine zunehmend hohe Mauer um dich herum auf um nicht weiter verletzt zu werden, oder?&quot; Er hatte sie schneller durchschaut als sie selbst dazu in all den Monaten und Jahren in der Lage war. <br />
Seit ihre Mutter gestorben war hatte sie nicht mehr so offen über ihre Gefühle reden können, außer mit Nobuo. Aber der war ja sehr viel älter als sie, so dass sie nie richtig das Gefühl hatte verstanden und begriffen zu werden. <br />
Natürlich, er hatte ihr immer zugehört und Mut gemacht, aber ein guter Freund wie sie ihn sich gewünscht hatte, der ihr zur Seite stehen konnte, war er nicht. Dazu war er einfach zu alt. Aber dieser ja fast noch Fremde, der im Moment neben ihr saß und den letzten Teller abwusch, schien genau zu passen, in ihrem Alter, scheinbar noch voller Tatendrang, und ein gewisses Maß von Vertrauenswürdigkeit. &quot;Hattest du was Bestimmtes vor heute?&quot; Jäh wurde sie aus den Gedanken um Freund und Helfer gerissen, die sie für einige Minuten aufs heftigste beschäftigt und in Anspruch genommen hatten. <br />
&quot;Nein, eigentlich nichts...&quot; Es war schon verwunderlich wie schnell man die eigentliche Lage vergessen und in den unmöglichsten Situationen alles vergessen konnte wozu man sich aufgemacht hatte. Die Träume, vergessen, die Stimme verdrängt, keine Schmerzensschreie mehr seit geraumer Zeit. Dafür hochkommende Erinnerungen an die gute Alte Zeit vor der Reise. <br />
Die Zeit in der Akane sich noch lebhaft mit Ranma um die belanglosesten Dinge stritt und balgte, die Zeit in der sie noch Eifersüchtig auf jede Berührung Ranmas durch eine Andere reagierte, und ihm dafür die Schuld in die Schuhe schob. Eben diese Zeit, die sie so vermisste, lief nun in atemberaubender Geschwindigkeit an ihr vorbei, so dass ihr schwindelig wurde, und sie Rücklings einfach umkippte. <br />
Das Gesicht von Ranmas wie er sie anlächelte, Ranmas beleidigte Schnute die er zog wenn ihm etwas nicht passte, Ranma der ihr die Zunge herausstreckte um sie zu necken, Ranma der auf dem Zaun direkt neben ihr und doch so weit entfernt zur Schule stolzierte. <br />
Ranma der sie vor den anrückenden Massen von Jungen beschütze, die sie jeden Morgen aufs Neue herausforderten. <br />
Sie vermisste ihn, tief in ihrem inneren, auch wenn sie es immer noch nicht zugeben konnte, oder wollte. Die Menge an Gedanken überflutete förmlich ihre Wahrnehmung, und ihr wurde letztendlich schwarz vor Augen, bis sie nur noch vereinzelte Stimmen um sie herum wahrnahm. <br />
Sie schien zu schlafen, glaubte zumindest dies zu tun, doch so richtig sicher war sie sich nicht. Sie träumte wieder, die Gedanken die sie eben überwältigt hatten suchten sie nun auch in ihren Träumen heim und verfolgten sie unablässig ohne Gnade. Immer wieder kamen unterdrückte Erinnerungen von vor dem Aufbruch hoch, nahmen die überhand und wurden von ihresgleichen abgelöst. <br />
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Sie schreckte auf. Alles war verschwommen, ihre Lider geschlossen, doch ein rotes Licht war das was sie mit Sicherheit erkannte. <br />
=Lass es keinen Traum sein... Nicht diesen Traum...= Sie fürchtete sich, vor etwas bestimmten, vor etwas das sie nicht ergreifen und festhalten konnte, obwohl es sie bis vor kurzem noch unablässig verfolgt hatte, Nacht für Nacht wie konnte sie es nur vergessen? Es einfach ignorieren? Sie wusste das das, was sie gerade erlebte, genau das war woran sie sich aus den Träumen nicht erinnern konnte. <br />
Ein rotes Licht, sie öffnete die Augen, ein großer Raum, fehlte nur noch eins, dann wäre es komplett und perfekt gewesen. <br />
&quot;Endlich bist du da... All die Jahre...&quot; Sie blickte sich blinzelnd im Raum um, das gedämpfte Licht schaffte es problemlos sie zu blenden und ihre Augen immer wieder zu kleinen Ruhepausen zu zwingen. Es war anstrengend so lange durchzuhalten, doch sie schaffte es eine unscheinbare Person zu erkennen, die vermutlich mit dem Rücken zu ihr stand, und auf etwas weiter entferntes blickte, oder etwas anderes Begutachtete. &quot;Endlich... All die Jahre...&quot; <br />
Wiederholte er in leiserer Tonlage, machte jedoch keine Anstalten sich umzudrehen. Warum war das Licht nur so brennend auf den Lidern und überhaupt überall auf ihrem Körper? <br />
Es war doch nur Licht. &quot;Nachdem ich sie schon nicht in die Finger bekommen hatte... Endlich... Die letzte... Dann ist es perfekt...&quot; Er senkte seinen Kopf, und begann zu lachen wie es nur ein Verrückter tun konnte. &quot;W-Was ist perfekt?&quot; <br />
Unter Schmerzen versuchte sie sich etwas mehr Gewissheit zu verschaffen. &quot;Ahh, sie ist wach... schneller als ich gedacht hatte, es ist doch noch zu früh...&quot; Er redete einfach durch sie hindurch, als würde sie für ihn nicht existieren. &quot;Noch nicht... Schlaf... Schlaf so lange du noch kannst...&quot; Er machte eine einzelne Handbewegung, und schon befand sie sich wieder im Reich der Träume.<br />
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Verschlafen öffnete sie die Augen. Vogelgezwitscher drang an ihr Ohr. Sie seufzte auf. Es war also nur wieder ein Traum, aber warum hier? <br />
Warum gerade jetzt wo sie doch so lange in Frieden ruhen konnte? <br />
Warum jetzt wieder? <br />
Oder war es gar kein Schlaf, gar kein Traum. &quot;Na? Wieder unter den Lebenden?&quot; <br />
Sie ignorierte Obonu einfach. Hatte sie wirklich geschlafen? <br />
Woher wusste sie dass sie nicht jetzt, just in diesem Moment ein Nickerchen hielt, und sie die ganzen Ereignisse nur geträumt hatte? <br />
Beweise gab es für keine Theorie, und leider auch nicht für die vermeintliche Realität, was sie nur noch Nachdenklicher stimmte. <br />
=Was hat er noch gleich gesagt? Schlaf so lange du noch kannst? Was hat er damit gemeint?= Sie wurde einfach nicht schlau aus diesem Ereignis. <br />
Schlief sie? <br />
Wachte sie? Was tat sie überhaupt? Lebte sie? <br />
Nein, diese Frage war unsinnig, natürlich lebte sie, sonst müsste sie ja irgendwann gestorben sein, und dass war ja das was sie sich nach Möglichkeit nicht allzu schnell herbeiwünschte. Ihr Hand glitt unbeabsichtigt ins Wasser, und sie schreckte urplötzlich hoch. &quot;Na? Lebste wieder?&quot; Er grinste sie frech von der Seite an. Was dachte er sich nur dabei, sie machte sich todernste Gedanken und er? <br />
Er machte Witze darüber. &quot;Ach, nichts, ich habe nur geträumt...&quot; Sie schien sich wieder zu fassen. =Es war ein Traum...= Legte sie sich ihre Erinnerungen zurecht, und stand auf.