Fanfic: Licht – part four

hat uns Weg aufgemalt. Wir nun losgehen?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, hatte Shampoo sich bei Ranma eingehakt und stolzierte triumphierend an Ukyo vorbei, welche sich schnell wieder Ryogas Hand schnappte.<br />
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Mousse, der bislang nur wortlos am Rande gestanden hatte, kramte schnell seine Brille aus seinen Ärmel und setzte sie auf. Nach einigen Sekunden hatte er Shampoo erblickt und lief ihr aufgeregt hinterher. „Shampoo Liebste … willst du nicht mit mir laufen??“<br />
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Und so hatte sich der kleine Trupp auf seine kleine Reise begeben und wanderte mit Eifer und Aufregung immer weiter Richtung Norden. Immer weiter in die Nähe des Iwate, auf dem sich die verwunschene Quelle des ertrunkenen Mannes befinden sollte … immer weiter in die Nähe von Angst, Unsicherheit und Schmerz …<br />
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Langsam kroch die Sonne hinter den Bergen hervor und warf einen rötlichen Schimmer über das weite Land. Inzwischen waren schon einige Tage vergangen und die kleine Gruppe von sechs Personen war unermüdlich ihrem Ziel entgegen geschritten.<br />
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An diesem Morgen erblickten sie zu ihrer Freude endlich wieder die Dächer einer Stadt und stürmten somit hungrig und übermüdet auf sie zu.<br />
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„Oh … wirklich schön hier …“ Mit großen Augen schritt Shampoo durch die großen Stadtmauern Sendais und sah sich lächelnd um. <br />
„Endlich können wir wieder in richtigen Betten schlafen!“ Zufrieden atmete Ukyo durch und strich sich langsamen durch die langen braunen Haare. „Ich denke, ich suche uns ein kleines Hotel!“ Und so verschwand Ukyo auch schon zwischen den großen Menschenmassen und lies die restlichen Fünf am Eingang der Stadt stehen.<br />
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Erleichtert lies Akane sich auf ihr kleines Bett plumpsen und streckte sich genüsslich aus. Ukyo hatte sehr schnell eine kleine Unterkunft gefunden, in der sie für diese Nacht schlafen konnten. Etwas verspannt strich Akane sich über ihre Schultern. Ohne es zugeben zu wollen, musste sie sich eingestehen, dass diese Reise sie doch mehr als erwartet anstrengte. Zwar hatte Ranma ihr einige Male angeboten ihr den großen Rucksack abzunehmen, aber immer hatte sie sich geweigert. <br />
Wollte sie vielleicht nur stark aussehen oder war sie noch zu wütend darüber, dass Ranma ihr nicht erzählt hatte, dass sie nicht zu zweit losreisen würden? <br />
Schulterzuckend vergrub Akane ihr Gesicht in ihren Händen und seufzte laut auf. Warum störte es sie eigentlich, dass sie mit Ranma nie allein sein konnte? Und warum wurde sie nur immer so unglaublich eifersüchtig, wenn sich Shampoo an Ranma kuschelte?<br />
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Ein leises Klopfen riss Akane aus ihren Gedanken, als Ranma auch schon seinen Kopf in ihr Zimmer streckte. „Hey Akane … hast … hast du nicht vielleicht Lust mit mir die Stadt anzusehen?“ Ein roter Schimmer erschien auf seiner Nase, als er schüchtern zu Akane hinüber sah, doch als Akane ihm lächelnd zunickte, breitete sich ein großes Grinsen auf seinem Gesicht aus. <br />
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„Ich will schließlich nicht, dass so ein Trampel wie du uns hier verloren geht!“ Lässig verschränkte Ranma die Arme vor der Brust, als er etwas unruhig darauf wartete, dass Akane endlich alle ihre Sachen zusammengepackt hatte. <br />
„Ich bin kein Trampel du Blödmann!“ Wütend schlug Akane die Tür hinter sich zu und funkelte Ranma zornig an, als sich ihre Gesichtszüge auf einmal wieder entspannten und sie mit hocherhobenen Kopf und einem leichten Schmunzeln auf den Lippen an ihrem Verlobten vorbei schritt. „Warum gibst du eigentlich nicht zu, dass du einfach nur ein bisschen Zeit mit mir verbringen willst?“ Zwinkernd blickte Akane über ihre Schulter und ging dann summend hinaus auf die Straßen Sendais.<br />
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Mit offenem Mund starrte Ranma ihr hinterher, bis er sich wieder gefasst hatte und hinter Akane her stolzierte. „Wieso sollte ich denn mit dir Zeit verbringen wollen?“ Gespannt sah Ranma auf Akanes wippenden Haarschopf und wartete auf ihre Reaktion, doch von Akane kam nur ein beleidigtes „Hmpf“.<br />
Lachend lief Ranma ihr hinterher und wollte ihre gerade erzählen, dass das nicht so gemeint war, als er plötzlich ein freudiges Auflachen hinter sich hörte. „Ranma gehen mit Shampoo shoppen ja?“ Genüsslich schmiegte Shampoo sich an Ranma und gab ihm keine Chance sie wieder abzuschütteln.<br />
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Stumm drehte Akane sich um und sah regungslos mit an, wie Shampoo mit Ranma rumflirtete. Ein trauriger Schimmer erschien in ihren Augen, als sie vom Weiten auch schon Ukyo sah, die winkend und mit Ryoga im Schlepptau auf sie zugelaufen kam.<br />
„Ich denke, ich gehe alleine!“ Tonlos drehte Akane sich um und entfernte sich mit langsamen Schritten von den anderen. <br />
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Nachdenklich drehte Akane den kleinen Talisman in ihren Händen hin und her. Sie wusste selbst nicht genau warum sie ihn gekauft hatte, aber irgendeine innere Stimme hatte ihr dazu geraten …<br />
Ein rötlicher Schimmer erschien auf ihren Wangen, als sie daran dachte, wie sie ihn Ranma schenken würde. Würde er lachen oder würden die anderen lachen? Unentschlossen legte Akane sich auf ihr Bett und versteckte das kleine Geschenk in ihren Händen. Unruhig schloss sie die Augen und schmiegte sich an ihr Kissen.<br />
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Der erste Teil ihrer Reise war beruhigend normal verlaufen. Es gab keine Zwischenfälle, niemand hatte sich verletzt und was sie am meisten beunruhigte war, dass sie Nazukawa nicht ein einiges Mal gesehen hatte. Eigentlich sollte man doch denken, dass er sie verfolgen oder auf sie lauern würde … aber es gab kein Zeichen von ihm …<br />
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Seufzend drehte Akane sich auf den Rücken und drehte ein weiteres Mal den Talisman vor ihren Augen hin und her. Wieder stieg eine unbekannte Angst in ihr auf … Unruhe, Unsicherheit … Akane konnte es nicht genau beschreiben …<br />
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In den letzten Tagen hatten Akane und Ranma sich nicht so oft wie sonst gestritten. Oft gingen sie schweigend nebeneinander her, sahen sich an, lächelten und achteten darauf, dass sie sich nie zu weit voneinander entfernten.<br />
Abends, wenn sie ihr Lager aufgeschlagen hatten, wurde Ranma immer von Shampoo und manchmal auch von Ukyo belagert, doch Akane wollte sich nicht aufregen. Sie spürte den Schmerz und die Eifersucht in sich aufsteigen, aber sie ließ die Wut nicht heraus … irgendwie verschloss sie sich …<br />
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Natürlich kam es des Öfteren hervor, dass Ranma und Akane sich ärgerten, sich beleidigten, wie sie es immer taten, aber etwas war anders … vielleicht achteten sie mehr darauf den anderen nicht zu verletzen und spürten im Gegenzug dafür eine gewisse Wärme in ihren Worten …<br />
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Schluckend richtete Akane sich auf. Ihr Herz sagte ihr, dass etwas nicht stimmte, dass irgendetwas Schlimmes passieren würde und das machte ihr Angst …<br />
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Vorsichtig tapste Ranma in der Nacht aus seinem Zimmer und schlich in den gegenüberliegenden Raum von Akane. Mit pochendem Herzen blieb er vor ihrem Bett stehen und schaute sie einen Moment lang an. Ein Lächelnd schlich sich auf seinen Lippen und er verdrängte das Verlangen danach sie einmal zu berühren … ihr im Gesicht entlang zu streichen und ihre Wärme zu spüren.<br />
Zögernd kramte er einen kleinen Gegenstand aus seiner Hosentasche und legte ihn leise neben ihrem Gesicht auf das Kopfkissen. Tief durchatmend schloss er die Augen und horchte auf das Klopfen seines Herzens, doch es schien, als wenn es sich langsam wieder beruhigt hatte.<br />
Zufrieden sah er sich noch einmal um, als er das Zimmer auf Zehenspitzen wieder verließ. <br />
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Früh am nächsten Morgen, mit den ersten Sonnestrahlen, wachte Akane auf und begann laut zu gähnen. Horchend sah sie sich einen Moment lang um und stellte erleichtert fest, dass sie keiner gehört hatte. Schon hatte sie die Bettdecke zur Seite geschlagen, als ihr Blick auf ein kleines Beutelchen fiel, das auf dem Kopfkissen lag. Mit großen Augen stellte sie fest, dass es aus blauer Seide war und die Schriftzeichen des Glücks und der Liebe darauf gestickt waren. <br />
„Ein Omamori …“ flüsterte Akane leise zu sich selbst und hob den Talisman vorsichtig hoch. „Es ist fast derselbe, den ich gestern zwischen Ranmas Hemden versteckt habe … ob er von ihm ist?“ Ein aufgeregtes Glänzen erschien in Akanes Augen und sie stand schnell auf. <br />
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Gerade wollte sie sich anziehen, als sie ein Klopfen an der Tür hörte. Noch bevor sie etwas sagen konnte, hatte Ukyo ihren Kopf zur Tür hineingesteckt. „Akane, kommst du? Wir wollen bald los!“ Lächelnd nickte Akane Ukyo zu und begann so schnell wie möglich sich anzuziehen und ihre Sachen zusammenzupacken. <br />
Mit einem Schmunzeln auf den Lippen band sie noch sorgfältig den kleinen Talisman mit einem Bändchen an ihre Tasche, bevor sie diese schulterte. <br />
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„Ich komme!“ Mit viel Schwung öffnete Akane die Tür ihres Zimmers und ging in den Gang hinaus. Zu ihrer Überraschung waren schon alle anderen reisebereit, so dass sie gleich losgehen konnten. <br />
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Mit einem lauten Knall schloss Akane die Tür hinter sich und eilte hinaus auf die Straße. <br />
Unbemerkt blieb der kleine Talisman, der sich im Türspalt verfangen hatte, abriss und langsam zu Boden glitt …<br />
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To be continued<br />
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*räusper* Weiß diesmal irgendwie nicht so genau ob mir der Teil gefallen hat, der nächste Teil wird auf jeden Fall etwas besser und er kommt schneller *heiligesblumenehrenwort*<br />
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Go seisho arigato gozaimashita<br