Fanfic: One More Time (BeyBlade)
Chapter: One More Time (BeyBlade)
Soooho, das ist die zweite meiner 3 angekündigten FF`s, und zwar die zu BeyBlade. Am ANfang ist Kai hier 10 Jahre alt. Benni ist hier ebenfalls 10. Naja und... den Rest erfahrt ihr, wenn ihr selbst weiterlest ^^<br />
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„Dranzer! Mach ihn fertig!“, schrie Kai. Das mächtige BitBeast erschien und es dauerte nur noch wenige Augenblicke, bis es seinen Gegner im hohen Bogen aus der BeyArena schleuderte. „Ha!“ „Kai hat schon wieder gewonnen! Nein, nein, nein!“ Kai grinste. Benni fiel auf die Knie. Schon wieder hatte ihn dieses arrogante Arschloch geschlagen! Das konnte doch gar nicht sein! „Kai! Kai du musst schnell kommen! Dein Großvater verlangt nach dir!“, rief ein Butler der Hiwataris, der soeben angerannt kam. „Ich komme schon.“ Er würdigte Benni noch eines verachtenden Blickes und folgte dann dem Butler. <br />
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„Was ist denn los?“, fragte Kai. „Naja... am besten sie lassen sich alles von ihrem Großvater erklären.“ Sie betraten ein Zimmer in der riesigen Villa. Es war das Zimmer neben dem von Kai. Es standen viele Leute um das Bett herum. Kai drängte sich an ihnen vorbei, um zu sehen, wer dort lag. Es war ein kleines Mädchen... bestimmt drei Jahre jünger als er, also 7. Sie war sehr blass und schien zu schlafen. Ihre Haare waren hellblau, fast weiß, und schimmerten silbern. An den Ohren jedoch hingen zwei Strähnen hinunter, die dunkelblau waren. Was ihm natürlich als allererstes aufgefallen war, waren die dunkelroten Streifen an ihren Wangen. Es waren die selben wie er sie hatte! „Wer ist das?“, fragte er verblüfft. „Oh, Kai. Das ist es ja, wir haben keine Ahnung wer sie ist. Das Mädchen hat ein Schiffsunglück erlitten und als einzige, wie es scheint, überlebt. Man hat sie vom Krankenhaus zu uns gebracht. Die Ärzte sagten, sie könne nicht laufen, sich fast gar nicht bewegen. Reden kann sie auch nicht.“ „Dieses Schiffsunglück von vor 10 Tagen?“, fragte der gut informierte Kai. „Ja.“ „Mh. Und... was hab ich nun damit zu tun?“, wollte er, dass die Sache auf den Punkt gebracht wurde. „Die Ärzte sagten, sie würde jemanden brauchen, der etwa in ihrem Alter, oder auch etwas älter ist. Jedenfalls ein verantwortungsbewusstes Kind, dass sich etwas um sie kümmern würde. Vielleicht würde sie wieder reden können oder zumindest sich wieder bewegen.“ Kai musterte sie. Sie machte langsam ihre Augen auf. Offensichtlich hatte sie der Krach gestört. „Sie ist wach.“, bemerkte er. „Geht es dir gut?“, fragte er. Sie sah ihn nur an. Ihre großen, violetten Augen wirkten traurig und leer. „Hm... ich bin Kai.“, stellte er sich vor. Auf ihren Lippen machte sich ein schwaches Lächeln bemerkbar. Auch Kai lächelte. Irgendwie war sie ja ganz süss. „Heißt das, ich darf mich um sie kümmern?“, fragte er, an seinen Großvater gewandt. „Äh... ja...“ Eigentlich hätte der alte, strenge Mann erwartet, sein widerspenstiger Enkel würde protestieren. Doch die Kleine schien ihm ans Herz gewachsen zu ein, wie auch allen anderen. „Also... wir lassen euch mal ein bisschen allein, ja? Wir müssen noch etwas besprechen.“ „Jaja, geht nur.“ Die ganzen Leute, bis auf Kai, verließen das Zimmer. Kai setzte sich neben sie aufs Bett und nahm ihre Hand. Vorsichtig schüttelte er sie. „Also noch einmal, ich bin Kai.“ Sie lächelte ihn lieb an. „Kennst du BeyBlades?“ Sie schaute ihn fraglich an. „Anscheinend nicht.“ Er zog aus seiner Hosentasche seinen BeyBlade hervor. „Das ist mein BeyBlade. Und das hier...“ Er zeigte auf ein rundes Bild in der Mitte seines Blades, „... ist mein hart erkämpftes, superstarkes und ultracooles BitBeast Dranzer. Es ist eine Art feuriger Phönix, cool was?“ Sie lächelte und Kai bemerkte, wie die Finger ihrer rechten Hand leicht zitterten. „Willst du ihn mal halten?“ Sie nickte leicht. Kai musterte sie skeptisch und überlegte, wie das gehen sollte. Wenn er ihr den Blade einfach nur in die Hand drückt, wird sie ihn wegen der Lähmung wahrscheinlich nicht richtig spüren können. Er zog seine Schuhe aus, setzte sich im Schneidersitz vor sie und blickte ihr direkt in die Augen. „Willst du es schaffen?“ Sie nickte leicht. „Dann nimm jetzt all deine Kraft zusammen! Wenn du es schaffst, Dranzer zu berühren, wirst du es auch schaffen, dich hinzusetzen und irgendwann wirst du auch Laufen können! Da bin ich mir sicher!“ Er hielt ihr Dranzer über dem Kopf, sodass sie nur hätte ihre Hand ausstrecken brauchen... „nur“... Das Mädchen biss beide Zähne zusammen und versuchte ihren Arm zu bewegen. „Komm schon! Das schaffst du!“, spornte Kai sie an, ihren Arm auszustrecken. Er wusste nicht warum, aber in diesem Moment hatte er nur den Ansporn, sie dazu zu bringen, ihren Arm auszustrecken. Es tat ihm in der Seele weh, dass sie so wehrlos war... das hatte sie ja beim besten Willen nicht verdient. Und wenn sie erst reden könnte, würde er ihren Namen erfahren. Es klappte, langsam und zitternd bekam sie den Arm nach oben. „Nur noch ein Stückchen...“ ... „Ja! Du hast es geschafft!“ Sie hatte es tatsächlich geschafft, hielt den blauen BeyBlade nun in ihrer Hand und beobachtete ihn. Er fühlte sich irgendwie warm an...Kai grinste. „Das hätten wir ja schon mal geschafft. Willst du dich hinsetzen?“ Sie nickte. Er krabbelte etwas weiter nach oben, richtete das Kissen, lehnte es gegen die Wand und griff ihr dann unter die Arme, um sie hochzuziehen. So saß sie nun. Den ganzen Tag erzählte er ihr, wie toll BeyBladen doch war. Sie sagte zwar kein Wort, weil sie anscheinend nicht konnte, aber an dem Leuchten in ihren Augen sah er, dass sie ihm zuhörte. <br />
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Abends schickte die Krankenschwester, die dageblieben war, um auf sie aufzupassen, Kai in sein Zimmer. Dort angekommen setzte er sich an seinen Schreibtisch und machte seinen Laptop an. Er führte auf dem Laptop ein digitales Tagebuch. Jeden Tag schrieb er etwas hin. „...Ich habe keine Ahnung, wie das Mädchen heißt. Aber ich werde ihr helfen, um jeden Preis. Ihre traurige Augen haben mich irgendwie gerührt... ich werde nie das Leuchten in ihnen vergessen, als sie es schaffte, Dranzer zu berühren...“ <br />
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„Was soll heißen sie darf nicht raus?“, fragte Kai entsetzt. „Ganz einfach. Sie ist noch nicht so weit!“ „Aber sie kann bis auf ihre Beine alles von selbst bewegen!“ Inzwischen war eine Woche vergangen. Sie hatte es sogar geschafft, sich von alleine aufzusetzen. Dennoch war der Arzt strengstens dagegen, dass Kai sie mit nach draußen nahm. „Es ist einfach viel zu gefährlich!“ „Ach, halten sie doch den Mund! Wenn sie nicht mal ein bisschen frische Luft bekommt wird sie erst recht nicht gesund!“, herrschte Kai den älteren Herrn an. „Bitte?!“ „Wenn sie nicht zusagen dass ich sie mit rausnehme dann werde ich sie mir eben holen kommen, ohne ihre Erlaubnis!“ „Kai...“ „Haben Sie mich jetzt verstanden?!“ Er war sichtlich wütend. „Du wirst ihr doch nur wehtun! Außerdem bist du noch nicht so weit, dass du allein die Verantwortung für ein Kind übernehmen könntest.“ „Sie ist kein Kleinkind, Doktor. Außerdem kenne ich sie von euch allen am besten. Mir reicht’s jetzt...“ Ohne den Doktor auch nur noch eines Blickes zu würdigen, ging er aus de Wohnzimmer, die Treppe hinauf zu den anderen Zimmern zu dem Mädchen. „Huhu!“ Sie lächelte, als sie ihn sah. Er setzte sich neben sie. „Willst du vielleicht bisschen mit raus?“ Sie sah ihn mit leidendem Blick an. „Keine Panik. Ich werde dich raustragen. Sag mir nur, ob du willst.“ Eifrig nickte sie mit einem großen, glücklichen Lächeln. Kai nahm sie Huckepack und ging mit ihr aus dem Zimmer. Leise schloss er die Tür und schlich, leise wie eine Katze, die Treppe hinunter. Genauso vorsichtig ging er am Wohnzimmer vorbei, wo der Doktor mit seinem Großvater redete. Schließlich war er an der großen Haustür angekommen und öffnete sie. Gekonnt schlüpfte er hinaus und schloss sie hinter sich. Schnell rannte er geradeaus. Erst als sie das Grundstück der Hiwataris verlassen hatten, atmete er tief durch. Das Mädchen starrte ihn mit großen Augen an. Er grinste. „Sie meinten, du darfst nicht. Aber wir lassen uns von keinem was sagen, stimmt’s?“ Er lächelte sie an, woraufhin sie lieb zurücklächelte. Sie hatte ihre zierlichen Arme um seine Schultern geschlungen, um sich ein wenig festzuhalten. Langsam schlenderte Kai mit ihr dem Wald entgegen. „Puh. Da wären wir.“, sagte er und setzte sie auf dem frischen, weichen, von der Sonne gewärmtem, grünen Gras ab. "Das ist mein Lieblingsplatz. Hierher komme ich immer, um nachzudenken. Da drüben...", er zeigte auf ein paar Felsen. „...da trainiere ich immer.“ Sie schaute sich um. Es gefiel ihr hier. Man hatte von hier aus auch einen wunderschönen Blick auf’s Meer... Meer... Wasser... Schiffe... „Ist was?“, fragte Kai, der gemerkt hatte, dass sie in Gedanken versunken war. Sie schüttelte den Kopf. „Kannst du eigentlich lesen und schreiben?“, fragte er. Mit 7 müsste sie in der 2. Klasse sein. Sie nickte. „Weißt du deinen Namen noch?“ Sie nickte wieder. „Hmmm... kannst du ihn mir vielleicht aufschreiben?“ Sie schaute ihn fragend an. Er suchte sich nach einem Stock um. „Mit dem könntest du ihn doch in den weichen Sand unten am Strand schreiben, oder?“ Sie überlegte kurz und nickte dann. „Okay!“ Er nahm sie wieder Huckepack und lief mit ihr langsam zum Strand hinunter. Nach guten 10 Minuten hatten sie diesen erreicht. Er war leer. Um diese Jahreszeit war es noch recht kühl, daher trieb sich auch keiner hier herum. Keiner, außer Kai. Er liebte das Meer und den Strand. Außerdem hatte er hier seine Ruhe und seinen Inneren Frieden. Er wusste nicht, ob sie nicht noch Angst vor dem Meer hatte, aber er wollte unbedingt, dass sie erkannte, wie wundervoll das Meer trotz seiner Gefahren