Fanfic: One More Time (BeyBlade)

war. Es würde bestimmt nicht leicht werden, nachdem was sie erlitten hatte... Sie setzten sich in den Sand und sie nahm den Stock in die Hand, den sie mitgenommen hatten. Kai sah ihr gespannt zu. Gleich würde er ihren Namen erfahren und müsste sie nicht mehr wie eine Fremde behandeln. Immerhin kannten sie sich schon eine Woche. Er hatte sie schon öfters Huckepack genommen und hatte ihr das gesamte Haus gezeigt. Es war ein riesengroßes Anwesen. Daher dauerte es auch lange, bis sie jeden Winkel gesehen hatte. <br />
Langsam ritzte sie in den Sand ein großes K. Es war recht schön. Schöner als die Schrift einer normalen 7jährigen. Es folgte ein großes I. Anscheinend würde sie ihren Namen in Großbuchstaben schreiben. Ein A. ‚Kia...‘, setzte Kai langsam die Buchstaben in seinen Gedanken zusammen. Ein R. ‚Kiar...‘ Und ein A. „Kiara?“, fragte er schließlich. Sie nickte. Er lächelte. „Ein wirklich wunderschöner Name.“, stellte er fest. Es gefiel ihr offensichtlich, dass er ihren Namen mochte. Ein leicht rötlicher Schimmer breitete sich auf ihren Wangen aus. „Kann ich dich ab heute beim Namen nennen?“ Sie nickte. „Oder wär dir... ein Kosename lieber?“ Er hatte in seinen Gedanken schon tausend verschiedene Ideen. „Wie zum Beispiel... Kia... Kiara-chan, Kiaralein... oder ich nenn dich mein Kleines Mäuschen.“, scherzte er. „Naja, am besten ich nenn dich einfach Kia-Chan, hm?“ Sie nickte. Ihr gefiel seine Idee ebenfalls. „Sag mal, Kia-Chan, hast du eigentlich Angst vor dem Meer...?“, fragte er vorsichtig. Sie schaute auf das klare, blaue Meer hinaus und lauschte kurze Zeit den Wellen. Sie überlegte... Dann schüttelte sie den Kopf und lächelte. „Gut... Weißt du, auch wenn es gefährlich ist, es hat so ein geheimnisvolles Etwas, und ist so... so beruhigend...“ Kiara nickte. Sie stimmte ihm zu. Das Meer hatte ihr ihre Eltern und ihre Stimme geraubt. Beinahe auch ihr Leben. Etwas traurig blickte sie nun in die blaue Weite des Meeres. Kai nahm ihre Hand, woraufhin sie zu ihm aufsah. Ein warmes, gütiges Lächeln, wie nur sie es von ihm gewohnt war, machte sich auf seinen Lippen bemerkbar. In seinen Augen jedoch war wieder diese Traurigkeit, die er immer mit sich herumtrug. Das war ihr nicht unbekannt geblieben. „Weißt du, Kia-Chan... mir hat es meine Eltern auch genommen...“<br />
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„Was denkst du dir eigentlich?! Weißt du, wie vieles da hätte schiefgehen können?“ Der arme Kai hörte sich nun seit einer halben Stunde das Gejammer des Doktors und der Krankenschwester an. Kiara hatte sie zu Bett gebracht. Sie war bereits eingeschlafen, als sie auf dem Heimweg waren. „Ich weiß nicht, wieso ihr euch alle so aufregt. Ich hab doch gesagt, es würde nichts passieren. Und außerdem wissen sie endlich ihren Namen und können ausfindig machen, wer sie ist.“ Da hatte er nicht ganz Unrecht. „Mach... mach das nicht nochmal...“ „Ich entscheide selbst, was ich mache und was nicht. Außerdem haben sie wohl vergessen, dass ich mich nun für sie verantwortlich gemacht habe. Das hat sie gar nichts mehr anzugehen. Als ihr Arzt sollen sie sie gesund machen, sich aber gefälligst aus meinen Taktiken, sie gesund zu machen, heraushalten. Vielleicht machen sie durch ihren medizinischen Krims-Krams ihren Körper gesund. Aber ihren Geist, den werde ich gesund machen, klar?“ Während der Arzt am überlegen war, was er dazu sagen sollte, verließ Kai mit einem verächtlichen „Ts“ das Zimmer.<br />
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Auf seinem Zimmer angekommen schaltete er wieder den Laptop ein und tippte in einer kurzen Zeit in erdrückender Stille die Geschehnisse des heutigen Tages ab. “Ihr Name ist also Kiara... aber ich nenne sie Kia-Chan.... beides klingt süß, aber ich will sie anders nennen, als die anderen...“<br />
Als er schließlich in seinem Bett lag, dachte er über vieles nach. Warum hatte er ihr eigentlich das von seinen Eltern erzählt? Vielleicht, weil es schon immer auf seiner Seele gelastet hatte. Er konnte es nie ertragen, dass sie ihn einfach so verlassen hatten. Wäre er damals nicht krank gewesen, wäre er mit ihnen gefahren und zusammen mit ihnen umgekommen. Er hätte sich nie allein durchschlagen müssen. Klar, er wohnte ja mit seinem Großvater, aber ohne seine Eltern war das Haus einfach nur leer und düster. Er hatte deshalb die meiste Zeit mit dem Bladen verbracht. Auch wenn er es zu verbergen versuchte, tief in seiner Seele existierte diese erdrückende Last der Sehnsucht nach Zuneigung und Wärme. Außerdem lastete der ganze Unfall seiner Eltern sehr auf ihm. Er hatte nie mit jemandem darüber gesprochen, auch wenn sein Herz so sehr danach verlangte. „Vielleicht... hab ich es ihr nur erzählt, weil ich wusste, dass sie zuhört. Außerdem war ich mir sicher dass sie es keinem erzählt und mich auch nicht auslacht... Wie denn auch? Aber... sie ist doch nur eine 7jährige... wahrscheinlich hat sie es nicht wirklich verstanden beziehungsweise schon wieder vergessen...“ Er seufzte einmal und schlief schließlich, mit hinter dem Nacken verschränkten Armen, ein.<br />
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„Kai! Kai! Kommen sie schnell!“, rief der Butler, der soeben in sein Zimmer gestürmt war. „Was ist denn los?“ Ein Blick auf die Uhr verriet Kai, dass es erst 5 Uhr frühs war. Er rieb sich die Augen. Verstanden die denn nicht dass er bis 6 Uhr seinen Schönheitsschlaf brauchte? Solche Banausen... „Das Mädchen! Kiara!“ „Was ist mit ihr?“ Bei ihrem Namen wurde Kai hellhörig und sprang aus dem Bett. „Sehen sie selbst!“ Im Schlafanzug rannte er ins Nebenzimmer. Seine Augen weiteten sich. Sie... auf Händen aber... sie lief! Sie lief auf ihren Händen! Was war das eigentlich für ein Kind? Sie lief auf ihren Händen, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht. Auch stand sie auf einer oder „sprang“ so kurz. Sie staunten nicht schlecht... was da wohl noch so auf sie zukam...?<br />
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Das war`s für dieses Mal. Bei Kommies gibt`s bald eine Fortsetzung. Und sorry, dass alles so lange gedauert hat, aber ich war eine Woche weg...^^<br />
ByeBye<br />
BraBra