Fanfic: D Anfang v Ende o: DF [11]

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&quot;Soso, hat er dir also doch noch sein Gesicht gezeigt...&quot; Langsam öffnete Akane die Augen, und folgte der vertrauten Stimme bis hin zur Person die dazugehörte, und immer noch in das rote Licht stierte. &quot;Hätte ich nie von ihm erwartet, dem alten Hund dem...&quot; Sie brauchte ihre Zeit, bis sie realisierte das er über den ihr im Traum erschienenen redete, und herzog. &quot;Warum lässt er sich plötzlich zu so etwas herab, ich dachte ich wäre keine Gefahr... aber genug dessen.&quot; Sie zuckte zusammen. Langsam, zu langsam hatte er sich zu ihr umgedreht. &quot;No... Nobuo?&quot; Er ließ ein dreckiges und lautes Lachen ertönen. &quot;Wen hattest du erwartet? Santa Clause? Nein, ich bin es, höchstpersönlich, so sehr mir der Name auch widerstrebt, und so sehr ich ihn auch hasse...&quot; Er tat einen Schritt auf sie zu, so dass sie eine klaffende Narbe über dem linken Auge erkennen konnte. &quot;Erschreckt? Soll ich dir sagen wer mir das angetan hat?&quot; <br />
Er deutete auf die Verunstaltung seines Gesichtes, das eine ungeheure Wut und Kraft ausstrahlte, die nicht einmal Cologne besaß, und sogar Happosais Repertoire alt aussehen ließ. Er verharrte, wartete auf eine Antwort ihrerseits, und seufzte dann erschöpft und gedemütigt auf. &quot;Ich hätte etwas mehr Spitzfindigkeit von dir erwartet... Naja... Er war es... Dieser verdammte...&quot; Er schien dem aus dem Weg zu gehen ihn beim Namen zu nennen. <br />
&quot;Wer war das? Wie heißt er?&quot; Sie hatte nun wirklich genug von solchen Versteckspielen, wenn sie schon gefangen war und er munter drauf los redete, sollte er auch klare Antworten geben. &quot;Ich glaube du missverstehst deine Lage, mein Kind, außerdem wage ich es nicht seinen Namen auszusprechen, ihm habe ich es zu verdanken nun auf diesem loch von einem Planeten zu sein. Er hätte mich beinahe umgebracht, damals, aber ich habe überlebt, alles was mir geblieben ist, ist diese Narbe...&quot; Schmerzerfüllt an alte Zeiten strich er sich kurz über seine Wange und den Riss, der sich von knapp unter der Stirn bis hin zur Unterkante seines Kiefers durchzog, quer über das rechte Auge. Akane wusste nicht warum, aber sie fürchtete sich vor ihm, auch wenn die Schmerzen des Leuchtens wegen wesentlich nachgelassen hatten, ja nahezu versiegt waren. &quot;Na? Noch Schmerzen? <br />
Ich muss mich entschuldigen, aber der Bannzauber hielt nicht annähernd lange genug stand, so dass ich ihn verstärken musste, wie schade dass er äußerst unangenehme Nebenwirkungen aufweisen kann, unvorhersehbare. Aber andererseits Kompliment, du bist öfter aufgewacht als erwartet. Vor allem aber früher. Seit du diese, sagen wir Säule, betreten hast, hast du geschlafen, wusstest du das? Es musste sein, sonst wäre ja mein schöner Plan in die Hose gegangen... Ob das alles mit Obonu geträumt war fragst du dich?&quot; Konnte er etwa Gedanken lesen? Alles was er bisher von sich gegeben hatte, lag schon lange beschwerend auf Akanes Zunge und wartete nur darauf erfragt zu werden. <br />
&quot;Nun, Obonu war geträumt, teilweise... Ist dir Wirklich nichts aufgefallen? Nun, dann will ich dir auf die Sprünge helfen, ändere Mal die Reihenfolge der Buchstaben im Namen von ihm... Zuerst das N, dann das O, das B... Na? Dämmerts?&quot; Akane schüttelte ihren Kopf, war es möglich? Nobuo war niemand anderes als Obonu, und umgekehrt? &quot;Genau, ich bin er, oder besser ausgedrückt: Er war nichts als ein Ebenbild von mir, aus jüngeren tagen, geschaffen zu dem Zweck dich noch eine Weile hinzuhalten um alles perfekt zu machen. Auch ich brauche Zeit, so alt ich auch sein mag. Aber mein alter interessiert euch ja eh nicht... Ihr verdammten Menschen, na ja, fast Menschen. Kimiko war ja kein Mensch, die war zu einem Drittel Ère-Ahn, diese Verräterin, ist zusammen mit mir in diese Welt gesogen, gestoßen worden... Aber das wirst du eh nicht verstehen, das war vor rund Vierzigtausend Jahren, vor der großen Katastrophe. <br />
Also habe ich, hat er, in sofern nicht gelogen als er gesagt hat dies hier hätten die Ère-Ahn gebaut. Nur eben nicht den Garten, sondern diesen Turm, diese Verbindung... Aber ich rede ohnehin zu viel, doch andererseits... Es ist sowieso das letzte was du hören wirst... Ihr Ère-Ahn habt uns, habt mich verraten, und nun sollt ihr dafür büßen, oder zumindest bald. <br />
Komm, ich möchte dir etwas zeigen...&quot; Auf eine Handbewegung hin lösten sich Akanes Fesseln, und sie landete unsanft auf dem harten Steinboden. &quot;Komm, komm, tu dir keinen Zwang an...&quot; Erst jetzt fiel ihr, nach Nobuos Bemerkung, ein pulsierender Laut auf, der immer wieder erneut von der Decke herab zum Boden und noch tiefer drang. Es war fast anzuhören wie ein Herzschlag, nur das fehlende zweite Pochen der zweiten Herzkammer vermisste sie schmerzlich. <br />
Langsam rappelte sie sich auf, und folgte auf wackeligen Beinen Nobuo durch einen mit Kerzen erhellten, nach oben hin rund zulaufenden gang tiefer hinein in die Säule. Jeder Schritt schien ihr schwerer zu fallen, von Erholung keine Spur und jeder Atemzug brannte wie Säure auf der Haut, die man mit ordinärem Wasser nicht wegwischen konnte. Schier endlos breitete sich der Gang vor ihnen aus, und keine Spur eines Endes war in sicht, kein Lichtblitz der sie diesmal wieder aus dem Traum reißen könnte, aus der Realität reißen könnte. Sie war Nobuo schlichtweg ausgeliefert und ihr blieb nichts anderes übrig als ihm zu folgen, ihm und dem beständigen immer wiederkommenden Impuls in ihrem Ohr. <br />
&quot;Wie weit ist es noch?&quot; Unglaublich leise drang ihre Stimme durch den Schall schluckenden, lang gezogenen Raum ohne Mobiliar, der sich immer noch unvorstellbar lang vor ihnen hinzog, als hatte er nie die Absicht gehabt zu enden. &quot;Nicht mehr weit... Gleich... Nur geduld kleine, geduld ist eine Tugend die man nutzen sollte!&quot; Der Gang machte eine Biege nach Links weg, und endete abrupt in einer großen Halle, in der Akane neugierig und ehrfürchtig stehen blieb. Ein rundes Loch bohrte sich tief in Decke und Boden, reichte scheinbar vom Mittelpunkt der Erde bis hoch, oder noch höher, zum Himmel. <br />
Inmitten dieses ausgehöhlten Raumes, der frei stand für andere Dinge, wand sich eine Lichtsäule, die ein beständiges rotes Leuchten von sich warf, von oben nach unten durch, und vereinte sich inmitten dieser Halle mit sich selbst zu einer Art rotem Wollknäuel, welches immer wieder von unaufhörlich erfolgenden Impulsen von oben und unten gespeist und gestärkt wurde, so dass es mit der Zeit immer weiter anwuchs. <br />
Akane und Nobuo befanden sich exakt auf Augenhöhe dieser Energiekugel, auf einem der vier Vorsprünge, die jeweils im rechten Winkel über den Abgrund hinweg in die Halle stoben und halt gaben um darauf zu laufen. Die Kugel selbst wurde von etwas anderem, nicht weniger spektakulären stabilisiert. Energiebarrieren, Lichtblitze direkt auf den Mittelpunkt der Kugel gerichtet, 8 an der Zahl, waren perfekt angeordnet, so dass es kein entkommen und verrücken geben konnte. <br />
4 Oben ausgerichtet, nach unten, und 4 unten ausgerichtet, nach oben strebend. Die gesamten Außenwände waren reich verziert mit endlosen Linien, wie sie schon auf Obonus Kleidung zu sehen waren, die jedoch noch heftiger vorhanden waren und diesmal vor allem dem Energiestrahl folgend verliefen, sprich von der Decke zum Boden und umgekehrt. <br />
Dabei verschwammen sie immer wieder in schemenhafte Bilder von Blumen, Rosen, Narzissen, in Bilder von Akane bekannten Tieren, vom Phoenix als Fabelwesen bis zur einfachen Maus, Bilder von Drachen die Feuer zu speien schienen, und über all diesen Drachen, ein einzelnes, stolzes Gebilde das fast die gesamte Halle ausmachte. <br />
Dort thronte auf dem Skelett eines Magiers, wie es dank des langen vermeintlichen Zauberstabs und der Kutte schien, ein einzelnes Drachenwesen, welches sich in vielen Punkten von den Anderen unterschied. Er stand aufrecht da, die Ornamentbesetzten und durch goldene Linien verstärkten Flügel nach rechts und links weggestreckt, die Arme nahezu überheblich vor dem Brustkorb verschränkt. So blickte er hinab in die Halle, mit königlich hoheitlichem Blick, direkt in die Kugel, so dass es Akane einen bloßen Schauer über den Rücken jagte ihn nur anzublicken. <br />
Er erschien einem Menschen ähnlicher als man es vermutet hätte, schon durch den Aufrechten Gang. <br />
&quot;Scheint dir zu gefallen das kleine Bildchen, willst wohl mehr darüber wissen? Na ja, ich denke wenigstens das bin ich dir schuldig...&quot; Zögerlich nickte sie mit dem Kopf, und wartete schon gespannt auf eine Erklärung. &quot;Was du hier siehst, ist eine Erzählung der Katastrophe, aufgezeichnet von den Ère-Ahnor, deinen Vorfahren, die schon vor langer Zeit mithilfe dieses Portals zwischen den beiden Welten, Gajan und Terrá wechselten. Die Katastrophe, sagen wir sie hat auf der anderen Welt einiges verändert. Ich war daran beteiligt, auf welcher Seite ist im Moment irrelevant. Auf jeden fall war es zunächst nur ein Kampf zwischen zwei Völkern, den Shok-Tal-Lar, einer Magier Gilde der ich angehörte, und den Ère-Ahnor, die Menschen spielten nur eine unbedeutende Rolle im Entscheid. <br />
Allerdings änderte sich die Dinge Rascher als wir es kommen sehen konnten, und die Seelen der Planeten höchst persönlich griffen in den Konflikt mit ein. Sie entsendeten die Omicrons, Geschöpfe vom Planeten erschaffen um sich selbst im Notfall zu beschützen, doch es kam wiederum anders als vorhergesehen. <br />
Die Planeten, ursprünglich Verbündete, ja, Blutsbrüder, wurden von einer dritten, einer fast allmächtigen Kraft beeinflusst, und so bekämpften sich die Omicron von Gajan mit denen von Terrá, und das Ende, die Katastrophe war schon absehbar. Hätte es sie wirklich in volle Ausmaß gegeben, würden die Ère-Ahnor heute schon lange nicht mehr existieren, genauso wie die