Fanfic: AWG - 34 - Stolz, Knochen, Knöchel

Chapter: AWG - 34 - Stolz, Knochen, Knöchel

Kapitel 34 – Stolz, Knochen und Knöchel<br />
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Okane hätte überrascht sein sollen. Immerhin hatte sein kleiner Bruder sich innerhalb eines Tages vom Baka zum Shogun gemausert. Keine schlechte Idee, auch ihm war die Idee einmal gekommen. Mehr als einmal hatte er an seine eigenen Worte gedacht „Regeln sind wie Knochen. Man sollte sie brechen.“ – genau das hatte er zu Hasuka gesagt, als er ihm gestand das Genick des Tieres gebrochen zu haben... nachdem er allerlei anderen Spaß damit hatte, den Vierbeiner zu quälen.<br />
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„Meine ich das nur, oder sieht die Katze ziemlich fertig aus?“, fragte der Eine Kopf des Mädchens und wandte sich dem kleineren, roten Gesicht zu. Kopfschütteln. „Sieht so aus, als würde Ultimo gleich auf den nächsten Baum klettern!“ – „Hm...“<br />
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Es schien Ultimo große Anstrengung zu kosten, den Nebelball nicht aus der Hand fallen zu lassen.<br />
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Panboukin und Toma beobachteten den Kampf aus den hinteren Reihen. Sie war noch nicht lange hier, aber lange genug um die Verwandlung in den Oozaru zu beobachten. Unbewusst hatten auch sie die ganze Zeit auf die helle Kugel in Ultimos Händen gestarrt, aber seltsamerweise hatte keiner von ihnen den Drang verspürt sich mit zu verwandeln. <br />
„Was hat er da eben von fremder Energie gefaselt?“, fragte Toma und machte ein ernstes Gesicht. Panboukin schüttelte den Kopf, „Ich hab nicht den geringsten Schimmer. Vielleicht hat er was mit dem Kopf oder so?“, er wedelte mit der flachen Hand vor der Stirn hin und her.<br />
„Vielleicht hat er die Energie durch eine Art Technik von den ganzen Zuschauern abgezapft?“ – Toma lehnte sich nach vorne und sah Ultimo an, alsob er ein Professor und die Katze sein Forschungsobjekt wäre.<br />
Panboukin runzelte die Stirn „Toma, du hast echt einen Hau weg“. Energieabzapfen – wie unrealistisch war das denn?<br />
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Plötzlich stand ein schlaksiger Kerl mit Brille und spitzen Elfenohren zwischen ihnen. Er stützte sich auf ihre Schultern „Ihr seid vom selben Völkchen, eh?“, fragte er mit künstlich hoher Stimme und deutete mit dem Zeigefinger auf den Saiyajinschwanz. Panboukin nickte etwas überrumpelt und Toma beobachtete wieder die beiden Gegner auf dem weißen Feld.<br />
„Sagt mal... wenn ihr die selbe Veranlagung habt, warum verwandelt sich dann keiner von euch? Wisst ihr...“, mit seinen langen Fingern schob er die Brille ein Stück weiter nach oben, „... ich beschäftige mich nämlich ab und zu mit solchen Phänomenen. Es ist nicht bekannt, dass ihr diese Verwandlung unterdrücken oder gar künstlich herbeiführen könnt. Sobald euer Auge einer bestimmten Xenon-Frequenz ausgesetzt wird, reagiert euer Schwanz und ihr verwandelt euch in... das da!“, er zeigte mit dem langen, schlaksigen Arm auf Bardock, „...aber das passiert auch, wenn ihr es gar nicht wollt. Darum ist es mir ein Rätsel wie euer Freund sich verwandeln kann – ihr aber nicht! Erklärt es mir! Wenn ich darüber einen Artikel schreibe, hätte ich wohl für immer ausgesorgt. Ihr habt ja keine Ahnung, wie viele Leute sich um diese Information reißen würden...“<br />
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Panboukin hatte schon lange aufgehört zuzuhören und Toma hörte zwar zu, verstand aber nicht ein Wort von dem, was der Typ erzählte. Saiyajin waren nie ein Volk von Rednern oder Denkern sondern genaugenommen von Söldnern und Soldaten. Ihr Ruf war schon bis in die bedeutendsten Planetensysteme vorgedrungen. Überall fürchtete man die unbesiegbaren Gegner und natürlich machten sich besonders die schwachen Völker große Sorgen um ihre Zukunft. Keine schlichten Waffen der Welt konnten es mit den Oozarus an Energie aufnehmen und darum taten Forscher, was sie am besten können: sie versuchten, eine Lösung zu finden, indem sie Informationen sammelten und jede brauchbare Information über die Saiyajin zusammentrugen. <br />
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Wenn es nun eine Möglichkeit gab, die Verwandlung in den Wehraffen künstlich herbeizuführen – könnte man sie auch irgendwie unterdrücken. Die Frage war wie? Diese Frage war wohlmöglich das Einzige, was zwischen dem Erfolg der Saiyajin... und ihrem Untergang stand. <br />
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Glücklicherweise verschwendeten weder Toma noch Panboukin einen Gedanken daran.<br />
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Der Affe lehnte sich nach vorne und behielt Ultimo weiterhin im Visier. <br />
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„W-wer bist du?“, fragte die verstörte Katze und blickte in die riesigen, blutroten Augen. Wenn es möglich war, ...schien der Affe ihn spöttisch anzugrinsen: „Ich bin Oozaru-Bardock und werde dir jetzt in den Hintern treten!“ Der Nebelball spiegelte sich dabei in den riesigen, rabiaten Augen.<br />
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Aber noch hatte Ultimo nicht alle Trümpfe verspielt. Vielleicht hatte er mit seinem Nebelball ein klein wenig angegeben – in dieser Gestalt würde der Saiyajin vielleicht nicht mehr daran sterben, aber der Angriff würde trotzdem seine Spuren hinterlassen. <br />
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Der Affe riss seinen Schlund auf und zum ersten Mal bemerkte, wie riesig die Eckzähne des Monsters waren. Eine weiße Energiekugel bildete sich im Rachen und wuchs rasch heran. Wahrscheinlich würde sich Ultimo gleich in eine Nacktkatze verwandeln, wenn ihm nichts Gutes einfiel. Ein Grollen wie Donner drang aus der Kehle des Affen und die lockeren Steine am oberen Rande des Vulkankraters rieselten auf den Boden und die Köpfe der Zuschauer herunter. <br />
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„Unser Bardock ist ein ganz schöner Angeber, eh?“, grinste Panboukin.<br />
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Der schlaksige Kerl hinter ihnen war mittlerweile verstummt. Vielleicht wartete er auf eine bessere Gelegenheit sie aufzufragen. <br />
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Der Oozaru riss den Schlund noch weiter auf und feuerte einen Strahl aus konzentrierter Energie auf die Fusion. Ultimo tat das Erste, was ihm einfiel. Sein Leben lief noch einmal vor seinen Augen ab – na ja, ungefähr 10 Minuten auf ein paar Millisekunden verkürzt – und dann fiel er auf die Knie und hielt den Nebelball schützend vor sich. <br />
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Der Energiestrahl traf genau das Zentrum und die äußere Schicht wirkte wie ein Schutzschild. Wie Wasser auf einen Stein prallt, wurde der Energiestrahl abgelenkt und schoss in alle möglichen Richtungen davon. Die ganze Umgebung wurde in das grelle Licht getaucht. <br />
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Die Zuschauer kniffen ihre Augen zusammen, hielten sich schützend die Hände vors Gesicht, Frauen hielten ihre Schminkköfferchen vor die dicke Schicht Make-Up in ihrem Gesicht und einige hielten ihre Flaschen aus getöntem Glas vor die Augen und konnten damit das Geschehen in Grün- oder Brauntönen verfolgen. <br />
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Erstaunt hob Ultimo den Blick. Ganz offensichtlich war er noch am Leben... „Der Nebelball!“, rief er und sah nach vorne. Die runde Kugel hatte sich jetzt allerdings etwas verformt. Anscheinend hatte der Energiestrahl des Oozaru so starken Druck ausgeübt, dass Ultimos Hände jetzt unter einer Art Schild schwebten. Eine große, kreisrunde Scheibe aus dem rauchig aussehenden Nebel. <br />
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Hinter Bardock stand Taanipu. Sie warf den beiden einen Blick zu, der vielleicht heißen könnte „Hallo! Ich bin auch noch da!“ Wenn sie wenigstens noch eine von diesen Früchten essen könnte... wahrscheinlich wäre sie dann um einiges stärker und würde sich nicht zurückgesetzt fühlen. Allerdings blieben sowohl ihre Gedanken, als auch ihre stechenden Blicke unbemerkt. Oh, ihr armes, armes Ego! (XP)<br />
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Bardocks pelzige Faust sauste auf die Stelle, wo Ultimo gestanden hatte und hinterließ einen riesigen Krater im weißen Boden. Ultimo tauchte irgendwo anders wieder auf und wieder verpasste ihn die riesige Faust nur um Millisekunden.<br />
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„Faszinierend“, murmelte der elfenohrige Kerl hinter Panboukin, „So riesig und dabei immer noch so schnell. Ihr seid wirklich ein beeindruckendes Volk.“, dabei rieselte etwas dunkler Staub von oben auf seine Haare. <br />
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Toma warf einen beiläufigen Blick über den Rest der Kampffläche und schien sich plötzlich zu überschlagen: „Siehst du das, was ich sehe?“, fragte er überschwänglich und schüttelte energisch Panboukins Schulter dabei. „Huh? Was meinst-„, Panboukin versuchte in die selbe Richtung wie Toma zu sehen, musste sich dazu allerdings auf die Zehenspitzen stellen. Pling! Seine Augen sprangen weit auf: „Das ist ja...“ - „Genau!“, grinste Toma breit und verschränkte siegreich die Arme „Da ist Taanipu! Ich hab die Wette gewonnen! Ich hab ja gewusst, dass ich Bardock besser kenne als ihr. Ich war überzeugt, er würde sich mit ihr vertragen, noch bevor... HEY! Panboukin! Wo willst du denn auf einmal hin? Ich komme mit“<br />
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Celipa und die Anderen folgten den Anweisungen der Alten. Für eine alte Frau schien sie sich hier ziemlich gut auszukennen. Schließlich platzte Momoko die Frage nach dem Grund dafür heraus –„Intuition“, war die knappe Antwort. Auf ihrem Weg trafen sie vereinzelte Wachen und jedes Mal wusste die Alte sofort eine perfekte Umleitung. <br />
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Nachdem sich die beiden Gruppen zusammengeschlossen hatten, hatte die Alte in knappen fünf Sätzen alle bisherigen Ereignisse zusammengefasst. Wieso Momoko und Bardock hier waren, wie sie die beiden in der Wüste aufgelesen und gerettet hatte und warum schlussendlich, weshalb sie eben so schnell geflohen waren. <br />
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„Woher wusstest du, dass dein Onkel hier auf diesem Planeten sein würde?“<br />
Momoko war schon etwas außer Puste. Auch wenn sie auf Vegeta-sei als Kellnerin gearbeitet hatte, war sie gar nicht an solche langen Märsche gewöhnt. Durch eine Wüste oder Tausende von Gängen zu irren war um einiges anstrengender, als eine Horde wildgewordener Kunden mit Getränken zu versorgen. „Wenn man auf einem Planeten wie euerem