Fanfic: Berührungen ½ [8] - Finale -
Chapter: Berührungen ½ [8] - Finale -
Kapitel VIII: Ai no Bubun - Piece of Love<br />
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*Akane.....*<br />
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*Ranma.....*<br />
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*Du bist so ein Tollpatsch, Akane.*<br />
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*Ranma, du Trottel!*<br />
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*Machoweib.*<br />
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*Perverser.*<br />
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*Akane.....*<br />
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*..... Ranma*<br />
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*Du bist süß, wenn du lächelst.*<br />
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*Kannst du nicht... so tun, als ob...?*<br />
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*Würde ich dich hassen... wäre es nicht so schwer.*<br />
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*Ich halte dich nicht auf. Aber... ich werde dich begleiten.*<br />
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*Ich ertrage es nicht,... dass du mich so schwach und elend siehst.*<br />
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*Du hast mich gerettet, Ranma...*<br />
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*Jetzt bist du die Akane, die ich kenne... Bin ich froh.*<br />
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*Gehen wir zusammen nachhause...*<br />
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„Akane... Akane... Es ist, als wärst du ganz nah bei mir. Wenn ich meine Augen schließe, sehe ich dich vor mir; wie du mich anlächelst. Höre deine Stimme; wie du zu mir sprichst. Akane...“<br />
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Im Mondschein wirkte das Wasser silbern, fast leuchtend durch den weißen Nebel, der es geheimnisvoll umgab. Das ruhige Plätschern des Wasserfalls verlieh der Szenerie etwas Märchenhaftes, geradezu Unechtes. Vorsichtig trat Akane näher. Sie fühlte sich gehüllt in eine innige Vertrautheit. Nicht mehr wollte sie davonlaufen. Nicht mehr wollte sie ihr wahres Ich verstecken. Alles, was in diesem Augenblick zählte, war die eigenartige und doch so schöne Wärme auf ihrer Haut.<br />
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Die Spritzer des kleinen Wasserfalls funkelten. Akane wollte die Funken spüren, wollte sie mit ihrer Haut bekannt machen. Langsam löste sie die Schleife ihres Yukatas und ließ ihn dann geschmeidig an sich herabgleiten. Gesteuert von ihren Sinnen, verspürte sie nur den einzigen Wunsch, ihren Körper in das dampfende, silberne Wasser zu tauchen. Mit einem ruhigen Gang bewegte sie sich auf die Quelle zu. Das Ufer war durchzogen von Felsen; einige waren sehr hoch, andere so flach, dass sie fast eins mit dem Boden waren. Behutsam kletterte Akane über das Gestein und sank erst mit einem Bein, dann mit dem anderen und schließlich mit dem ganzen Körper in das sprudelnde Nass. Das Wasser verlieh ihr ein wohliges Gefühl, als es sie bis zur Brust hin umgab. Zufrieden seufzte sie und genoss die Wärme, wie auch die schützende Dunkelheit der Nacht.<br />
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Doch urplötzlich erhellte sich der Mond und warf einen bläulichen Schein auf die Onsen. Erschrocken wich Akane zurück, als sie erkannte, was der Mond soeben durch den dichten Nebel, der über dem Wasser lag, beleuchtete. Es befand sich noch jemand in der Quelle. Haltsuchend tastete sie sich rückwärts watend an dem felsigen Ufer entlang, die Silhouette des fremden Körpers nicht aus den Augen lassend. Auf einmal hielt sie jedoch inne und stutzte für einen Moment. „Wieso regt sich diese Person kein Stück?“ wunderte sie sich. Sie schluckte. Das war ihr definitiv zu unheimlich. Ihre Instinkte verleiteten sie in diese Quelle zu steigen, doch hätte sie geahnt, dass diese sie unbekleidet und mitten in der Nacht direkt in ein Bad mit einem Fremden führen würden, hätte sich ihr Verstand etwas stärker gewehrt. Sie war bereits dabei, wieder die feuchten Felsen so unauffällig wie möglich heraufzusteigen, als sie erschrocken durch eine Erkenntnis plötzlich das Gleichgewicht verlor und ungeschickt wieder in das Wasser zurück glitt. „Ein Pferdeschwanz. Er hat einen Pferdeschwanz!“ Der regungslosen Gestalt, die sich an einen der Felsen gelehnt hatte, hing tatsächlich ein Zopf über die Schulter. <br />
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Mit großen Augen näherte Akane sich dieser Person. „Ra-ranma...?“ hauchte sie ungläubig. Ihre Hände flatterten zu ihrem Mund, um das heraufkriechende Schluchzen aufzufangen. „Wie kann das sein?“ <br />
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Wortlos und mit schwerem Atem blieb sie vor der stillen Gestalt stehen. Es WAR Ranma! Er war hier, saß auf einem etwas niedrigeren Felsen, sodass das Wasser ihm nur bis knapp über den Bauchnabel reichte und bewegte sich noch immer nicht. „B-bist du es wirklich, Ranma?“ Er antwortete nicht. Akane kam etwas näher heran, um im schwachen Mondlicht seine Gesichtszüge zu erkennen. Seine Augen waren geschlossen, sein Atem war gleichmäßig. Er schlief. <br />
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„Das... das kann nur wieder ein Traum sein“, dachte Akane errötend. „Wie sonst sollte er ausgerechnet hierher kommen... Es muss ein Traum sein.“ <br />
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Die eigenartige Begegnung ließ sie sich sehr unbeholfen fühlen. Gewöhnlicherweise wäre diese Situation ein Grund für sie gewesen, ihn zu schlagen, zu beschimpfen oder einfach nur davon zu laufen. Doch wie verhielt sie sich, wenn sie genau wusste, dass es nicht real war? Eigentlich konnte sie tun, wonach ihr Herz wirklich verlangte, denn sie hatte dies alles so satt. Am liebsten wollte sie einfach nur bei ihm bleiben, ihn die ganze Nacht lang anschauen, bis sie aufwachen würde. <br />
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*Sich einfach nur fallen lassen*<br />
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„Sich einfach nur fallen lassen?“ wiederholte sie leise für sich. Die Wölbungen seiner Arm- und Brustmuskulatur wirkten so anziehend, so wie Ranma nun einmal war. Und dennoch sah er so verletzlich aus, so geschwächt. Ein wenig erinnerte sein Ausdruck Akane an ihr eigenes Spiegelbild, nachdem sie sich lange ausgeweint hatte. Sehnsüchtig betrachtete sie die Erscheinung ihres Verlobten und stellte fest, dass er in keinem ihrer bisherigen Träume so schön gewesen war, wie in diesem. „Es.... es ist schließlich n-nur ein Traum...“ sprach sie sich selbst ermutigend zu und ließ ihren Blick nicht einen Moment von Ranmas Gesicht ab. Plötzlich beugte sie sich schüchtern und zitternd nach vorne. Ihre Gesichter waren sich nun ganz nah. Sie konnte seinen Atem an ihrer Wange spüren. Noch einmal schluckte sie und hielt dann die Luft an, um sich vorsichtig ein Stück weiter nach vorne zu lehnen und ihm zaghaft und sanft einen leichten Kuss auf den Mund zu geben. Ihre Lippen trafen sich kaum und nur für einen sehr kurzen Moment, doch für Akane war es wie eine Ewigkeit. Noch nie hatte sie so empfunden wie jetzt. Ihre Lippen lagen tatsächlich auf denen von Ranma. Wie schön sich das anfühlte. Doch er schlief. Sie selbst schlief, denn es war immerhin nur ein Traum. Leider...<br />
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Plötzlich entfuhr der Person über die sie sich gelehnt hatte, ein leises, sehnsüchtiges Stöhnen. Überrascht tappte sie zurück und erkannte erleichtert, als ob sie etwas Verbotenes getan hätte, dass Ranma noch immer schlief. Bei dem Anblick seiner schönen, männlichen Gesichtszüge musste sie lächeln, wenn auch hinter den Tränen, die sich in ihren Augen bildeten, sein Bild immer unschärfer wurde. Sanft legte sie ihm eine Hand an die Wange und streichelte sie zärtlich, als er langsam blinzelnd seine Augen öffnete. <br />
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„Ich werde bald wieder nachhause kommen, Ranma“ flüsterte sie liebevoll und schaute ohne Scham in seine verwirrten, stahlblauen Augen. Auf einmal verdunkelte sich alles wieder ein wenig, als große Wolken vor den leuchtenden Vollmond zogen. Dann eilte sie aus dem Wasser. Mit einer flüssigen, schnellen Bewegung streifte sie sich ihren Yukata über und rannte hinfort. So schön dieses Szenario auch gewesen war, nun war es Zeit für sie aufzuwachen. Sie wollte wieder den Tatsachen ins Gesicht blicken, anstatt zu träumen. Sie wollte im wahren Leben Ranma für sich gewinnen und sich nicht mehr bloß mit den halben Berührungen ihrer Träume zufrieden geben. Vor Glück flossen die Tränen und wollten nicht aufhören. <br />
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„A--Akane?“ Erstarrt schaute Ranma der Person hinterher, die in einem hellen Yukata fortlief, noch ehe er seine Sprache wiedergefunden hatte.<br />
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„War das... war das wirklich... Akane?“ Mit geweiteten Augen schaute er noch lange auf die Bäume, hinter denen das mysteriöse Mädchen schon lange verschwunden war. Erst nach vielen langen Sekunden schüttelte er ungläubig seinen Kopf. Er war eingeschlafen. Es muss ein Traum gewesen sein. Nur ein Traum. Verschwommen erinnerte er sich, etwas Warmes auf seinen Lippen gespürt zu haben. Es fühlte sich weich und zart an und blies ihm leicht den stockenden Atem ins Gesicht. Schön war es. Und so vertraut, obwohl er niemals zuvor auf diese Art berührt worden war. <br />
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Und dann, ganz plötzlich, sah er sie: Akane. Ihre schimmernden, braunen Augen schauten ihn an, lächelten liebevoll, als sie ihm mit ihrer schmalen, weichen Hand zärtlich über die Wange streichelte. Akanes Lächeln, das nur ihm galt. Dann sagte sie leise: „Ich werde bald wieder nachhause kommen, Ranma.“ Nachhause, zurück zu ihm? Akanes Worte, die nur ihm galten. <br />
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Und plötzlich wurde alles dunkel. <br />
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Noch immer konnte sich Ranma nicht bewegen. War das eben wirklich geschehen? Es wirkte so echt. Er konnte sie spüren, hören, sehen und ihren süßlichen Duft einatmen. Akane war bei ihm gewesen. <br />
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„Aber nein...“, dachte er sich plötzlich, als der eben aufgekommene Hoffnungsschimmer ihn schlagartig wieder verließ. „Warum sollte ich von allen Orten dieser Welt ausgerechnet hier Akane begegnen; in einer heißen Quelle, die sich in einem Wald irgendwo in den Bergen befindet. Und dann auch noch mitten in der Nacht.“<br />
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Erschrocken fuhr er hoch. „Was wenn es gar nicht Akane war?“ Verwirrt machte er sich selbst Vorwürfe, dass er all das besser hätte begreifen