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Hallo, guten Tag ;)

Nun, gerade fing ich an, mir den Schnuppertext bzw. die Kurzbeschreibung durchzulesen und irgendwas sagte mir, ich sollte mal in die FF schauen ;)
Ich wurde dann auch nicht enttäuscht. Irre, wie man sich sofort in die Szene zwischen Psychiater und Jason hineingezogen fühlte. Das ist dir echt gut gelungen ;)
Als man Stück für Stück erfuhr, warum Jason dort saß, rührte es einen so (mir ging es auf jeden Fall so...) und man bedauerte ihn. Die Gefühle kamen wirklich gut rüber. Die Idee mit dem Bild war toll, auch, wie du von einem zum anderen gekommen bist. Dass er erst den Halt, einen festes Fundament suchte und am Bild hängen blieb und schließlich diese super passende Metaphe, dass er sich wie ein unvollkommenes Schiff fühlte, ohne sie.
Es war sehr realitätsnahe, als er den Satz über sich brachte und nach Hause lief. Dass er ihre Stimme hörte, egal, wo er war. Ich konnte mir das total gut vorstellen, obschon ich noch nie in solch einer Situation wie Jason war. Du hast das einfach super gut rübergebracht. Als er in die Küche ging, dachte ich, dass er nicht nach Essen, sondern etwas anderem suchte. Da hatte ich mich aber - glücklicherweise - getäuscht. Es war seltsam, dass er immer ihre Stimme vernahm, aber ich denke, er war so krass niedergeschlagen, dass er es einfach nicht realisiert, verarbeitet hatte. Erstaunlich, wie er da noch eine rationale Seite hat, aber der kleine Kampf zwischen Rationalität und Irrationalität wird hier echt deutlich klar:
Ich finde, der Psychiater hätte nicht davon reden sollen. Jason hatte ihm doch vorher schon gesagt, dass er sie höre (wenn ich mich Recht erinnere...) und da dann sagen, dass es Leute gibt, die ihrer verstorbenen Freundin folgen? Ich fand, das passte nicht, aber andererseits: Vielleicht hatte der Psychiater nicht so weit gedacht, hatte nicht gedacht, dass Jason diese Sache noch lange, lange danach im Kopf herumgeistern würde.
Die Frau muss dann wirklich eine Hellseherin gewesen sein. Irre, wie du das beschrieben hast. Sowas soll's ja wirklich geben und es war so unwahrscheinlich, dass sie wissen würde, warum er sie gesucht hat, dass es schon wieder realitätsnahe war. Ich fand das gut beschrieben.
Aber ja! Ich denke auch, wie Wisperwind, dass der Text uns sagen wollte, dass "Suizid" keine Möglichkeit ist, seinem verstorbenen Liebsten / seiner verstorbenen Liebsten näher zu kommen... Ob Leyla es vielleicht sogar bedauert hat, dass er gesprungen ist...?

Also, ein wirklich sehr gelungener Text. Hier und da schlichen sich ein paar Fehlerchen ein, aber - so denke ich - waren diese nicht allzu tragisch...
Der Text hat mich echt bewegt ;) Wirklich gelungen, sehr empfehlenswert ;)

Weiterhin einen schönen Tag!

LG: Hamina

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